Hallo,
@ seisteff – dreh ´den Spieß´ doch einfach um, soll heißen: versuche nicht das, sondern mit dem fraglichen Material zu ritzen. Nimm beispielsweise einen Fluorit-x, such dir daran eine möglichst glatte, unbeschädigte, nicht überwachsene, etc. Fläche und auf der suchst du dir dann unterm Bino einen geeigneten Teilbereich von sagen wir mal ca. 5x5mm. Dort legst du dann ein Bruchstück auf und versuchst mit diesem den Fluorit zu ritzen. Um ihn mit dem nötigen Druck auf der Fläche bewegen zu können, ohne dass er dir dabei einfach wegspringt, nimmst du am besten ein kleines Holzbrettchen, o.ä. - das nimmt den Splitter ein wenig auf und hinterlässt selbst keine Ritzspuren am Fluorit.(zerplatzt der Splitter dabei ist das normalerweise kein Problem, da auch die entstehenden Teilstücke noch Ritzspuren hinterlassen – so die Härte über der von Fluorit liegt, darüber hinaus kannst du so gleich die Strichfarbe erkennen)
Der Unterschied bezüglich der Tenazität ist ein gradueller, d.h. Bismuthinit ist nicht nicht, sondern deutlich weniger spröde, als Wolframit. Was eine gewisse plastische Verformbarkeit zur Folge hat, die sich z.B. über Nadelstichprobe oder Biegsamkeit auch erkennen lässt.
Was den Unterschied von Wolframit zu Bismuthinit im Bezug auf den Glanz angeht würde ich dir wirklich empfehlen, mal gesichert bestimmtes Material von beidem hinsichtlich eben diesem zu vergleichen – der Unterschied ist normalerweise ziemlich deutlich.
Gruß
edit: @ loismin - Hallo, ich halte Härte, Tenazität und Glanz in diesem Fall für die geeigneteren Kriterien.