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Autor Thema: aktuelles LAPIS-Heft / Griesferner-Gletscher, Gefahrenhinweis zur Fundstelle  (Gelesen 4220 mal)

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Offline Anatas

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Im aktuellen LAPIS-Heft findet sich ein Bericht über die Südtiroler Fundstelle im Pfitschtal, den Griesferner Gletscher.            
Den Bericht halte ich für sehr gelungen - mit (wie immer) ausgezeichneten Fotos von Matteo Chinellato.            
Leider hat der ital. Autor es in seinem Bericht (dieser dürfte ca. 5 Jahre alt sein) versäumt, auf die besondere            
Gefährlichkeit dieser Fundstelle hinzuweisen ! Bereits 2009 habe ich zu dieser Fundstelle im Atlas den Vermerk:             
"z. Zt. Lebensgefährlich" geschrieben.             
            
Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige), Region / Südtirol (Bozen), Provinz / Wipptal / Pfitsch (Pfitschtal) / Griesferner Gletscher            
            
1996 arbeiteten wir ca. 4 Stunden lang an dieser Fundstelle - als wir diese für ca. 1 Minute verlassen hatten,             
(Essen bzw. Austreten) krachte ein ca. 5 m hoher Felsbrocken auf die Stelle und begrub alles unter sich. Mehr             
Glück und Schutzengel kann man kaum verlangen. Ein weiterer Besuch endete für mich im Krankenhaus (Finger)              
und die letzten zwei Besuche wurden dann abgebrochen, weil es uns dort nicht ganz geheuer war.            
Der Griesferner bleibt für mich immer in doppelter Erinnerung - zum einen als Lieferant der schönsten Anatase            
zum anderen als der gefährlichste Fundort in meiner inzwischen 37jährigen Sammeltätigkeit.            
            
Die Fundstelle besteht aus Grüngestein das mit Calcit-Adern durchzogen ist, welche - wenn angelöst (Humin-Säuren)             
für die Instabilität dort verantwortlich sind - denn es sickert Wasser ein und der Frost arbeitet weiter.
Vor allem die leicht schräge Schichtung des Grüngesteines dort trägt nicht zur Stabilität bei.            
            
Anbei ein Foto von unserem letzten Besuch. Mit einem mitgebrachten Zerr-Gurt haben wir einen gefährlichen Brocken             
weggenommen, aber leider dadurch die Sicherheit nicht verbessert. Sollte der markierte Brocken inzwischen weg sein,            
werden darüber zwei weitere fast freihängende Brocken für Gefahr sorgen - und dies dürfte sich so fort setzen.            
            
aktuelles LAPIS-Heft / Griesferner-Gletscher, Gefahrenhinweis zur Fundstelle
            
            
Ich möchte hier niemanden vom Besuch dieser Fundstelle ausreden - aber jeden eindringlich bitten, extrem vorsichtig zu sein !!         
Auch wir werden das Grieskar bei Gelegenheit wieder besuchen - aber auch den Mut finden ein drittes Mal in Folge abzubrechen
wenn die Situation vor Ort weiter so gefährlich ist. Ich hoffe andere Sammler halten dies dann genau so, auch wenn der
Aufstieg ziemlich langwierig ist.
            
Für Rückfragen zu der Anatas-Fundstelle stehe ich jederzeit per PM zur Verfügung.            
Glück Auf   Gerhard / Anatas            
            
PS: Für die Aquamarine aus dem LAPIS-Bericht gibt es keine feste Fundstelle - diese stammen aus Brocken welche vom Gletscher
transportiert werden, der Fundpunkt der Synchesite ist mir leider unbekannt.            
« Letzte Änderung: 06 Dec 13, 12:47 von Anatas »

Offline bogeyman

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Servus,

zu diesem Thema möchte ich mich auch äussern.

Ich kenne die Fundstelle ebenfalls, war bereits mehrmals dort und kann Gerhard nur zustimmen.
Bei jedem Besuch flogen uns Steine (Felsbrocken!!) um die Ohren, sodass wir die Suche bei den letzten Besuchen nur noch auf die untere Halde beschränkten.

Über die Nordwände von Hochferner und Griesferner donnerten in kurzen Abständen teils kleinwagen-große Fels- und Eisbrocken!!

Die Landschaft dort ist eine Wucht und auch die Mineralien, die dort vorkommen sind wirklich schön, aber es ist (wie Gerhard bereits schrieb) sehr gefährlich.

Der Anstieg ist mit ca. 3 Stunden auch nicht ohne, sodass ein Besuch gut überlegt sein sollte.

Es gibt in der Nähe noch andere Fundstellen, die vielleicht keine schönen Anatas-Kristalle bergen, aber bei weitem nicht so gefährlich sind.

Viele Grüße

Sascha

Offline woelsendorfer

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Guten morgen Gerhard,

ich habe mir mal erlaubt deinen Text unter

Italien/Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige), Region/Südtirol (Bozen), Provinz/Wipptal/Pfitsch (Pfitschtal)/Griesferner Gletscher

unter Zugangsbeschränkungen wie folgt zu ergänzen:

Zitat
Die Fundstelle besteht aus Grüngestein das mit Calcit-Adern durchzogen ist, welche - wenn angelöst (Humin-Säuren) für die Instabilität dort verantwortlich sind - denn es sickert Wasser ein und der Frost arbeitet weiter. Vor allem die leicht schräge Schichtung des Grüngesteines dort trägt nicht zur Stabilität bei.
.

Tendenziell könnten bei deinem Ursprungstext evtl. einige Sammler auf die Idee kommen, dass du sie bei dem Fundort nicht haben möchtest, wegen der tollen Funde. Man weiss ja nie wie einige denken  :).

Glück Auf !
Micha

Offline Anatas

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Hallo Micha,

vielen Dank - die Ergänzung im Fundstellenbereich finde ich gut - hatte ich glatt übersehen.


Tendenziell könnten bei deinem Ursprungstext evtl. einige Sammler auf die Idee kommen, dass du sie bei dem Fundort nicht haben möchtest, wegen der tollen Funde. Man weiss ja nie wie einige denken  :).

Glück Auf !
Micha

Das war mein größtes Problem beim Verfassen dieses Beitrages - diesen so zu schreiben, dass man wirklich und nachhaltig
auf die bestehenden Gefahr hinweist, aber eben nicht diesen Eindruck vermittelt ...

Glück Auf     Gerhard

Offline woelsendorfer

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Hallo Gerhard,

keine Ursache  :)

Den Link dazu habe ich allerdings nicht bei meiner Nachricht hinzugefügt:

Italien/Trentino-Südtirol (Trentino-Alto Adige), Region/Südtirol (Bozen), Provinz/Wipptal/Pfitsch (Pfitschtal)/Griesferner Gletscher    

http://www.mineralienatlas.de/?l=8356

Glück Auf !
Micha

 

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