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Autor Thema: Basalt und was ist drin? Fragen an die Fach- und Hobbymineralogen  (Gelesen 14776 mal)

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Offline titanomagnetit

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Einen wunderschönen guten Tag an Alle,
ich habe einige Fragen zu den von mir gefundenen Gesteinen. Es sieht aus wie Basalt, es enthält kugelige Einschlüsse (zum Teil zoniert mit erkennbaren grüngelben Kristallen), nickelfreiem silberfarbenen Eisensulfiden und schwarze Tropfen. Teilweise magnetisch, Dichte von 2,7 bis 3,7, unterschiedliche Grössen. Fundort ist das nördliche Harzvorland (Acker und Ackerrand). Wer kann mir helfen bei der Bestimmung. Die Steine sind so schön, dass ich sie mir schneiden lassen möchte und im Lieblingszimmer an die Wand anbringen möchte (Ja, ich war fleißig habe eine Menge eingesammelt).
 Hoffe auf gute Antworten
Gruß
Ina

Online guefz

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Hallo,

nickelfreiem silberfarbenen Eisensulfiden

wie kommst du zu dieser Aussage?

Mal abgesehen davon halte ich das für Schlacke aus einem Verhüttungsprozess.

Günter

Offline titanomagnetit

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Hallo Günter,
einige Dinge habe ich aus einem ähnlichen Fund schon herausfinden können, da dachte ich das eingeschlossene metallfarbige wäre Pentlandit (war aber nicht nickelhaltig) also teste ich jetzt alles, so gut ich kann. Übrigens Scjacken/Verhüttungsprodukte haben wir hier zuhauf, diese sind tatsächlich nickelhaltig.
 Wie kommst du auf ein Verhüttungsprodukt? Und welcher Art wäre es dann?
Gruß
Ina


Online guefz

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Hallo Ina,

Wie kommst du auf ein Verhüttungsprodukt? Und welcher Art wäre es dann?

in einem Basalt erwarte ich keine metallisch glänzenden Sulfide in größeren Mengen sondern eher weiße Zeolithe oder ähnliches. Daher die Vermutung nach Schlacke. Da das Stück magnetisch ist, wird sie wohl aus der Eisen- und Stahlproduktion stammen. Näheres kann man aber nach den Fotos nicht sagen, dafür ist die Fotoqualität zu schlecht (unscharf oder dunkel).

bis denn

Günter

Offline titanomagnetit

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Vielleicht noch ein paar Fotos. Pyritstreifen auf der Aussenhaut. Eine Seite grüngelbe Minikristalle, andere Seite braungelbe Minikristalle

Offline titanomagnetit

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 Hallo nochmal.
Verhüttungsprodukte Stahl, habe ich selbst bearbeitet (selbst gefunden).
Anbei mal ein Foto (Schlacke/Verhüttungsprodukt), war auch interessant.
Ist ein perlitischer inhomogener Stahl.
Typisch auch dafür die löcherige Konsistenz des Steinanteiles.
Gruß
Ina

Ich kenne mich mit Verhüttungsprodukten jetzt gut aus.

Deshalb denke ich die jetzigen Fund-Stücke (übrigens nicht löcherig) haben doch eine ungewöhnliche Mineralzusammensetzung und ich komme einfach nicht weiter beim Bestimmen.

Offline oliverOliver

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hallo Ina,
um hier Verwirrungen vorzubeugen:
sehe ich das richtig, dass das Stück aus AW 4 ein anderes (und offenbar auch anderes Material) ist, als das davor ?
« Letzte Änderung: 07 Dec 13, 16:07 von oliverOliver »

Offline titanomagnetit

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Ja das stimmt, dieses Stück habe ich nur reingestellt zum Vergleich und Ausschluss eines Verhüttungsproduktes zu meiner gestellten Anfrage.
Danke
Ina

Offline oliverOliver

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hallo,
sorry, aber ich kenn mich immer noch nicht aus -
wieso sollte das Stück aus AW 4 ein Verhüttungsprodukt für jenes aus Beitrag 1 ausschließen können, wenns doch ein anderes Material ist ? ? ??

Online guefz

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Also ich bleibe erst mal bei der Vermutung, dass es sich bei dem ursprünglich geposteten Stück um Schlacke handelt. In dem Stück ist im Gegensatz zum zuletzt gezeigten Stück eben kein Rest von Stahl enthalten, sondern nur die Schlacke.

Ansonsten würde mich interessieren, welche Tests bzw. Untersuchungen an dem Stück bereits gemacht wurden. Insbesondere zum Nickel-Nachweis bzw, -Ausschluss.

Günter

Offline titanomagnetit

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Ein Nickeltest aus dem Handel (zwei Fläschchen mit Wattestäbchen/ Hasulith) wurde zum Einsatz gebracht.


Schlackestück nickelhaltig und gediegen Eisen, helleres blasiges Gemenge/Gestein.

Neue Funde nickelfrei, kein Eisen sondern Eisensulfid/Pyrit.

Alle neuen Funde sind nickelfrei, frei von Löchern, enthalten Kristalle und andere Minerale (weisse und hautfarbene Aggregate, schwarze und helle kugelige Aggregate).

Meine Frage welche Schlacke enthält kugelige Kristalleinschlüsse (Zeolithe?)

Offline titanomagnetit

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Ich hoffe das diese Bilder der Steine aussagekräftiger sind.
Ina

Offline titanomagnetit

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Nicht nur Eisenhaltige (gediegen Eisen) Schlacke habe ich schon gefunden sondern auch Fayalitische Eisensilikatschlacke (hier im Forum vorgestellt, Fundort Ostsee). Meine damaligen Fragen bezogen sich auf die Kristallformen und meine Recherche ergab Kristallformen nach Sernels.
Eisenhaltige Schlacke hier vor Ort haben entweder Eisenkügelchen im Inneren (das ist das magnetische) oder Eisenaggregate/Bereiche im Inneren. Alles andere anhaftendes Gestein ist nicht magnetisch.
Das kann sicher bei anderen Schlacken (z. B. Eisensilikatschlacken alle Bereiche sind magnetisch) anders sein.
Ich kenne nur die hier vorkommenden Schlackenstücke die bei uns gern mal zur Wegebefestigung genutzt wird.
Diese lasse ich grundsätzlich liegen, ich erkenne sie an der etwas anderen Aussenhaut und Farbe.
Gruß
Inaert


PS.: Es wurde von  der perlitischen Stahlstruktur ein ordentlicher Schliff und Mikroskopische Fotos gemacht und analysiert.

Offline Kupperdroll

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Hallo,Irena!

Ich glaube,dass wir/Sie so nicht weiter kommen.Was ich Ihnen anbieten könnte,wäre ein Treffen,bei dem ich mal unterschiedliche Schlacken  zum Vergleich Schlacke/Basalt zeigen könnte.Bin ein Stück östl. sesshaft.Bei interesse bitte eine PM.

Viele Grüsse

Offline titanomagnetit

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Hallo Klaus,
habe eine PM geschickt, hoffe sie kommt an. Interesse? Jaaaaa!!

Ich habe echte Probleme mit Basalt. Es gibt hier eigentlich keinen Basalt (außer Schotter unter Bahngleisen, die sind aber eher schwarz-braun).

Immerhin weiß ich jetzt schon das es keinen Pyrit in Basalt gibt. Gibt es denn andere Eisensulfide metallisch aussehend und in Kugelform in Gestein?

Danke erstmal
Ina

 

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