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Autor Thema: Nakrit  (Gelesen 8868 mal)

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Offline heli

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Re: Nakrit
« Antwort #15 am: 05 Nov 13, 08:45 »
Warum muss man überhaupt was eintragen?

Es gibt wohl kaum eine größere Fundstelle, wo es nicht diverse Ton- und/oder Glimmermineralien als Verwitterungsprodukte gibt. Und nur in den wenigsten Fällen finden sich die dann in der Mineralienliste. Ganz einfach deswegen, weil sich noch niemand die Mühe gemacht hat, sie wirklich zu bestimmen.

Einem Sammler nutzt es auch kaum was, da die Mineralien(gemenge) ohne Analyse sowieso nicht unterscheidbar sind. Und wer sammelt schon "Letten"?

Offline openpit

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Re: Nakrit
« Antwort #16 am: 05 Nov 13, 14:18 »
Hallo Micha,

[...] dass wenn ich Kaolin als Mineral unter eine Fundstelle eingebe, dass System vom Atlas nicht hergehen kann und daraus Kaolinit macht, weil Kaolinit u.U. nur ein Bestandteil aus dem weißen Gemenge ist. [...]

Es ist eben wenig sinnvoll "Kaolin" als Mineral einzupflegen. Es sollte bei Gestein eingefügt werden, dorte sollte eine Korrektur unterbleiben.

Zur Lette:
Sofern es sich wirklich um Letten handelt, ich habe kein Hintergrundwissen zur Wölsendorfer Lagerstätte, sollten sie auch so genannt werden und nicht Kaolin. Die Genese beider Gesteine unterscheidet sich.

@ Sebastian:
Du führst auf, dass Lette eine alte Bezeichnung ist. Bezieht sich dies auf den frühen Gebrauch des Wortes oder gibt es heute für diese einen anderen Namen?

Glück Auf!
Micha

Offline woelsendorfer

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Re: Nakrit
« Antwort #17 am: 05 Nov 13, 15:40 »
Hallo,

Helmut (heli)
Zitat
Warum muss man überhaupt was eintragen?

Was soll ich dir dazu jetzt schreiben Helmut, ich kann es nur so schreiben wie ich darüber denke  :). Ich versuch mein Hobby Bergbaugeschichte und dazu zählt die Mineralogie und die Lagerstätte und zwar in der Reihenfolge, die Bergbaugeschichte steht bei mir an ersten Stelle und das Mineralien sammlen ist nur Beiwerk, im Atlas so genau wie möglich einzupflegen und das Mineral und oder Gestein Kaolin kommt in der Literatur immer wieder vor.
Nur bisher habe ich da nie drauf geachtet bzw. mir ist es nie aufgefallen, dass wenn ich Kaolin eingebe das System vom Atlas daraus Kaolinit macht, durch die Anfrage über Nakrit von Manfred Früchtl bin ich erst drauf aufmerksam geworden.

Zitat
Einem Sammler nutzt es auch kaum was
Das ist richtig, im Wölsendorf Revier begegnet dir das weiße Mineral halt eben durch die Tatsache, dass Honigspatstufen damit überzogen sind bzw. im untertägigen Bereich die Honigspatstufen vollständig davon umschlossen waren und dann taucht immer wieder die Frage auf, was das überhaupt ist. Allgemein sagen "wir" Bergleute Kaolin dazu.

Micha (openpit)
Zitat
Es ist eben wenig sinnvoll "Kaolin" als Mineral einzupflegen. Es sollte bei Gestein eingefügt werden, dorte sollte eine Korrektur unterbleiben.

Auf die Idee bin ich nicht gekommen, weil im Atlas unter "Mineral zuordnen - Schnellauswahl durch Tippen eines Namensteils dann kurz warten und auswählen" Kaolin in der Auswahl mit angezeigt wird und Kaolin oft im Zusammenhang mit der Minealienaufzählung für Fundorte genannt werden.

Glück Auf!
Micha



Offline Reinhold

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Re: Nakrit
« Antwort #18 am: 05 Nov 13, 17:24 »
Im Ergebnis bedeutet das, dass das Mineral Nakrit für die Fundorte mit einem Haken für "zweifelhaft" versehen werden müßten, solange wir keine genaue Analyse vorliegt.
Hallo Micha,
ich hoffe, ich habe da den Sebastian richtig verstanden. Ohne Analyse kann man nur das Lettenmaterial nicht genau bestimmen, aber Nakrit in seiner kristallinen Ausbildung ist auch ohne aufwändige Untersuchung als solcher bestimmbar und den Haken "zweifelhaft" kann man sich z.B. bei den Nakritbildern vom Hünersedel sparen und hoffentlich auch bei meinem Bild.
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Bildanzeige?pict=1383667469

Glück Auf
Reinhold

Offline woelsendorfer

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Re: Nakrit
« Antwort #19 am: 05 Nov 13, 18:59 »
Guten abend Reinhold,

dass mit dem Haken für zweifelhaft war für Manfred Früchtl bestimmt, weil er folgendes geschrieben hatte:

Zitat
Nein ich bin mir nicht sicher dass das ein Nakrit ist, aber dieser bildet am häufigsten solche schöne sechseckige Kristalle. Es ist wie schon erwähnt eine optische Bestimmung von mir.

und meine Antwort dazu
Zitat
Manfred
Im Ergebnis bedeutet das, dass das Mineral Nakrit für die Fundorte mit einem Haken für "zweifelhaft" versehen werden müßten, solange wir keine genaue Analyse vorliegt.
war für die Wölsendorfer Fundorte Gedacht  :).

Ansonsten kann ich dir zu diese Art von Mineralien nichts sagen, dafür bin ich zur sehr Laie.

Glück Auf!
Micha

Offline openpit

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Re: Nakrit
« Antwort #20 am: 05 Nov 13, 20:12 »
Hallo Reinhold,

ich hoffe, ich habe da den Sebastian richtig verstanden. Ohne Analyse kann man nur das Lettenmaterial nicht genau bestimmen, aber Nakrit in seiner kristallinen Ausbildung ist auch ohne aufwändige Untersuchung als solcher bestimmbar [...]

Tonminerale sind anhand ihrer makroskopischen Eigenschaften nicht bestimmbar.

Glück Auf!
Micha

Offline smoeller

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Re: Nakrit
« Antwort #21 am: 07 Nov 13, 18:20 »
Hallo,

Letten ist eine Bezeichnung der alten Bergleute, wird aber meines Wissens immer noch verwendet.

@Reinhold: Meine Aussage bezog sich auf die Wölsendorf-Bilder, nicht auf den Nakrit im Allgemeinen. Das Material vom Hünersedel ist unzweifelhaft Nakrit, was jedoch nicht allgemein für alle Tonminerale z.B. in Vulkaniten des Schwarzwaldes gilt (es gibt da einen Artikel von Herrn Maus in den Berichten der Naturforschenden Gesellschaft Freiburg), ebenso noch viel mehr für Letten, wo die Anzahl der möglichen Minerale recht groß ist.

Glück Auf!
Sebastian

 

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