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Lagerung Hanksit
Embarak:
Hallo,
Habe gerade in einer Auktion einen Hanksit gekauft, der - noch - in gutem Zustand zu sein scheint.
Nun ist dieses wasserfreie Sulfat ( 7.BD.30 ) offensichtlich hygroskopisch, da es in Sammlungen schnell eine weißliche Außenschicht bekommt und verwittert.
Habe gelesen, daß einige Sammler die Stücke regelmäßig ölen oder gar vollständig in Öl lagern.
- Hat mal jemand Zaponlack ausprobiert?
- Ich würde zunächst ausprobieren, das Stück in einer größeren Josie-Dose zu lagern,
die einen kleinen Beutel Silika-Gel oder einem ähnlichen Trocknungsmittel enthält, und die Dose mit Tesafilm verschließen.
Hat das schon jemand ausprobiert?
Norbert
Salzhase:
Hallo,
das Thema der Aufbewahrung von hygroskopischen Mineralien hatten wir schon mal vor einiger Zeit.
Das lagern in Öl ist machbar, gibt aber eine Sauerei wenn man das Stück aus dem Öl nimmt.
Von Lack würde ich abraten, man weiß nie ob das auf Dauer dicht hält.
Kurzzeitige Lagerung in Josie- Dose mit Silka- Gel geht.
Ich bewahre meine hygroskopischen Mineralien in Präparategläsern auf.
Beim Verschluss hat man mehre Möglichkeiten. Trägt man auf den Schliff Laborfett auf, kann das Glas unproblematisch wieder geöffnet werden, nimmt man Knochenleim ist das Glas zu.
Zur Beachtung- trockene Glasschliffe sind nicht luftdicht.
Mein ältestes Glas ist von 1894, und das ist immernoch dicht.
Glück Auf
Olaf
cmd.powell:
Hi
Ein bisschen Spät, aber Hanksit ist nicht hygroskopisch ! Allerdings ist er an feuchter Luft instabil und zersetzt sich unter Bildung von staubigen Ausblühungen (das Wort schnell ist hier relativ, es dauert schon etwa ein Jahr, bis sich überhaupt eine merkliche Schicht feinster Staub gebildet hat. Hängt natürlich von der rel. Luftfeuchte ab). Von daher reicht es aus, den Hanksit von Feuchtigkeit abzuschirmen. Meine Hanksite waren vom Finder schon mit einer dünnen Ölschicht versehen worden und die reicht tatsächlich bis heute aus. Alternativ kann man mit Sprühlack lackieren (ist nicht so toll, die Stücke sehen -logischerweise - lackiert aus) oder im Exsikkator/Trockenschrank aufbewahren. Wenns passt, kann man natürlich auch eine handelsübliche Mineraliendose nehmen (wo meine Stufen beim besten Willen nicht mehr reinpassen). Präparateglas wäre natürlich ein Traum, allerdings - - - gibt es die nicht in beliebigen Größen :'(
Etwas utopische Alternative: Da Hanksit aus wässriger Lösung kristallisiert ist er eigentlich mit Wasser verträglich. Allerdings kristallisiert er erst ab Tiefen von 10m, d.h. bei einem entsprechenden Überdruck ist er auch an feuchter Luft stabil (ist vielleicht was für ambitionierte Bastler ;D )
Embarak:
Hallo Markus,
Diesen staubigen Zerfall hatte ich u.a. bei eingelagerten Stücken bei meinem Stammhändler beobachtet.
Die Hanksite dort kann man eigentlich nur noch wegwerfen.
Dort litten viele Mineralien in einem unbeheizten Lagerraum offensichtlich unter Feuchtigkeit, sodaß ich mir
mir den Effekt mit Hygroskopie erklärt habe. Die Feuchtigkeit spielt jedenfalls beim Zerfall mit eine Rolle.
Inzwischen weiß ich vom Verkäufer meiner Stufe, daß es sich um Eigenfunde handelte, die er von Anfang an
mit klarem Mineralöl behandelt hat, was jeglichen Zerfall verhinderte.
Ist die erste geölte Stufe in meiner Sammlung... ;)
Habe gerade gestern abend ein Foto des Stückes ins Lexikon geladen.
Gruß
Norbert
Nathan:
Hallo Norbert,
da ich mich für Chemie interessiere, weiß ich wie hygroskopisch manche Stoffe sein können. Manche lösen sich binnen wenigen Sekunden (je nach Luftfeuchtigkeit). Ich denke, dass man die Stufe, wenn möglich, in einer Jousidose lagern sollte, wenn man sie nicht mit Öl oder anderen Substanzen überziehen will. Ob sich Silikagelkissen wirklich lohnen kann ich nicht beurteilen. Wenn der Raum Trocken genug ist, in dem das ganze versiegelt wird, würde ich auf die Kissen verzichten. Ich würde die Dose noch mit leim o. ä. zu kleben .
Gruß
Philipp
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