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Bei welchen Mineralien sollte man bei dem Anfassen Handschuhe tragen?

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Sonntag:
Hallo an alle Mineralienfreunde,

im Internet habe ich ein Foto eines bekannten Mineraliensammlers gesehen,
dass er beim Anfassen einer Erzstufe Stoffhandschuhe trägt.

Bisher war Händewaschen für mich ausreichend, da ich keine Uranmineralien in
meiner Sammlung habe.
Da mit dem Alter die Gesundheit eine immer größere Rolle spielt, interessiert mich,
ob bei bestimmten Mineralien der Gebrauch von Handschuhen sinnvoll ist.

Wie sind eure Vorsichtsmaßnahmen beim Anfassen von Mineralienstufen?
Für eine Antwort bin ich dankbar.

Grüße aus dem Rheinland
Sonntag

woelsendorfer:
Hallo Bruno,

das Tragen von Handschuhe muss nicht unbedingt ein Schutz vor schädlichen Stoffen sein die aus Mineralien entweichen können / könnten, sondern ich kenne zwei Sammler die Handschuhe tragen um die Mineralien vor chemischen Reaktionen, was weiß ich, Bazillen etc. nicht von den Fingern auf die Mineralien zu übertragen.

Weiterhin ist mir bei Wölsendorfer Fluorite der Grube Cäcilia zugetragen worden, dass sie beim anfassen, zumindest mit dem (warmen) Daumen, sich kleinste, feinste Spannungsrisse im Kristallgitter bilden können.
Diesbezüglich wird in alter Literatur wie folgt berichtet:
"Die zonar, als auch lateral im Grubenbereich wechselnde Färbung ( im Osten die dunklen, im Westen die hellen Varietäten ) ist äusserst empfindlich gegen Licht und Wärme".

Gruß aus Bayern
Micha

smoeller:
Hallo,

Mir wäre jetzt nicht bekannt, dass irgendein Schwermetall in Form eines Minerals leicht über Hautkontakt in den Körper zu übertragen wäre. Problematisch ist natürlich erdig-pulveriges Material wie Auripigment o.ä., wo aber Händewaschen ausreichen sollte.

Das einzige Material, was mir jetzt einfällt, wo Handschuhe dringend anzuraten wäre, ist Pektolith in nadeliger Form und Villiaumit. Letzterer, weil er wasserlöslich ist (NaF) und dann in der Lösung Fluorid-Ionen freisetzt, die giftig sind und auch durch die Haut dringen können (schaut mal unter Flußsäure nach), ersterer, weil feinnadeliger Pektolith sehr schnell mal in die Haut eindringt und dann bei der geringsten Bewegung abbricht, Dann kann man sich auf äußerst unangenehme juckende Schmerzen durch den Fremdkörper einrichten, bis man zur Nadel greift und den Fremdkörper aus der Haut pult.

Desweiteren sind evtl. allergische Reaktionen nicht auszuschließen (man denke an Kontaktallergien gegen Nickel in Schmuck). Leider dürfte die Faktenlage bzgl. Mineralstufen recht dünn sein.

Der wahrscheinlichste Grund dürfte einfach sein, dass der Sammler eine sehr schöne Stufe einfach nicht mit Fingerabdrücken, Schweiß, Staub o.ä. verunreinigen wollte und deshalb Handschuhe trug.

Glück Auf!
Sebastian

Rockhounder:
Hallo,


--- Zitat ---Der wahrscheinlichste Grund dürfte einfach sein, dass der Sammler eine sehr schöne Stufe einfach nicht mit Fingerabdrücken, Schweiß, Staub o.ä. verunreinigen wollte und deshalb Handschuhe trug.
--- Ende Zitat ---

oder er wollte sich einfach an scharfen Kanten nicht verletzen. ;)

Gruß Norbert

Uwe Kolitsch:
In dünnnadeligen Natrolith oder Mesolith hineingreifen ist auch nicht zu empfehlen - wer das einmal gemacht hat, wird sich immer an das Gefühl der in den Fingerkuppen steckenden Nadeln erinnern...

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