Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals

Bei welchen Mineralien sollte man bei dem Anfassen Handschuhe tragen?

<< < (3/3)

cmd.powell:

--- Zitat von: Uwe Kolitsch am 24 Mar 14, 10:20 ---"...sicher, dass das HF (40%) war?"
Wäre auch meine Frage ...

--- Ende Zitat ---

Öhm, ups. Hatte ich da jetzt besonderes Glück oder bin ich ungewöhnlich resistent ? Auf der Flasche stand jedenfalls 40%, ja. Das war natürlich auch nur kurz, ich wusste ja, das die nicht ganz ohne ist. Das war auch noch zu meinen Schulzeiten, wo ich privat Zuhause Chemie als Hobby hatte und damals konnte man auch noch HF als Privatperson im Fachhandel kaufen. Tja, und da ist mir mal beim Glasätzen ein Schwall über die Hände gelaufen. Hmmm, wenn ich darüber nachdenke: Es kann natürlich sein, das durch das Ätzen die Konzentration schon merklich gesunken war, ich weiß beim besten Willen nicht mehr, ob mir das Unglück am Anfang oder erst später passiert ist. Wie dem auch sei, ich habe natürlich sofort mit viel Wasser gespült und festgestellt - hmm, tut nicht weh und Finger sehen noch ok aus. Von den evtl. Langzeitfolgen wusste ich damals zugegeben noch nichts und bis heute (ca. - oh man, 35 Jahre später) ist aber alles noch dran.
Ich will hier aber lieber nicht beschreiben, was ich mir in der Hobbychemiezeit noch so alles "angetan" habe, da ist die Geschichte mit der HF eher noch harmlos. Und keine Sorge, stolz bin darauf nicht, heute bin ich auch wesentlich vorsichtiger. Allerdings muss ich sagen, das ich immer noch kein Freund von diesen klobigen Schutzhandschuhen bin: Man verliert jedes Feingefühl und - gerade in fremden Laboren - man weiß nie sicher, ob die Teile in Ordnung sind. Während meines Studiums hatte ich Riesenglück, das ich mir nicht die HF über die Handschuhe gekippt hatte. Ich wäre dann nämlich davon ausgegangen "Hab ja Handschuhe an, kann ja nix passieren". Beim Ausziehen habe ich dann gesehen, das der Mittelfinger vom Handschuh auf halber Länge perforiert war ! Ich glaube, in dem Fall und ahnungslos stundenlang den Finger in HF-badend - der wäre hin gewesen. Man Muss also immer erstmal sorgfältig kontrollieren.
Bei Mineralien sind die möglichen Gefahren im Vergleich zu der genannten Chemikalie zum Glück praktisch gleich null, da die wenigsten wasserlöslich und damit überhaupt irgendwie Hautresorptiv sind.

minerik:
Naja bei arsenhaltigen Mineralen sollte man doch aufpassen, vor Allem bei gediegenen Arsen (Scherbenkobalt) sollte man Schutzhandschuhe tragen. Auch bei Quecksilbermineralen sollte man Vorsicht walten lassen.
Gruß Erik

Harzsammler:

--- Zitat von: cmd.powell am 24 Mar 14, 15:19 ---
--- Zitat von: Uwe Kolitsch am 24 Mar 14, 10:20 ---"...sicher, dass das HF (40%) war?"
Wäre auch meine Frage ...

--- Ende Zitat ---

Öhm, ups. Hatte ich da jetzt besonderes Glück oder bin ich ungewöhnlich resistent ? Auf der Flasche stand jedenfalls 40%, ja. Das war natürlich auch nur kurz, ich wusste ja, das die nicht ganz ohne ist. Das war auch noch zu meinen Schulzeiten, wo ich privat Zuhause Chemie als Hobby hatte und damals konnte man auch noch HF als Privatperson im Fachhandel kaufen. Tja, und da ist mir mal beim Glasätzen ein Schwall über die Hände gelaufen. Hmmm, wenn ich darüber nachdenke: Es kann natürlich sein, das durch das Ätzen die Konzentration schon merklich gesunken war, ich weiß beim besten Willen nicht mehr, ob mir das Unglück am Anfang oder erst später passiert ist. Wie dem auch sei, ich habe natürlich sofort mit viel Wasser gespült und festgestellt - hmm, tut nicht weh und Finger sehen noch ok aus. Von den evtl. Langzeitfolgen wusste ich damals zugegeben noch nichts und bis heute (ca. - oh man, 35 Jahre später) ist aber alles noch dran.
Ich will hier aber lieber nicht beschreiben, was ich mir in der Hobbychemiezeit noch so alles "angetan" habe, da ist die Geschichte mit der HF eher noch harmlos. Und keine Sorge, stolz bin darauf nicht, heute bin ich auch wesentlich vorsichtiger. Allerdings muss ich sagen, das ich immer noch kein Freund von diesen klobigen Schutzhandschuhen bin: Man verliert jedes Feingefühl und - gerade in fremden Laboren - man weiß nie sicher, ob die Teile in Ordnung sind. Während meines Studiums hatte ich Riesenglück, das ich mir nicht die HF über die Handschuhe gekippt hatte. Ich wäre dann nämlich davon ausgegangen "Hab ja Handschuhe an, kann ja nix passieren". Beim Ausziehen habe ich dann gesehen, das der Mittelfinger vom Handschuh auf halber Länge perforiert war ! Ich glaube, in dem Fall und ahnungslos stundenlang den Finger in HF-badend - der wäre hin gewesen. Man Muss also immer erstmal sorgfältig kontrollieren.
Bei Mineralien sind die möglichen Gefahren im Vergleich zu der genannten Chemikalie zum Glück praktisch gleich null, da die wenigsten wasserlöslich und damit überhaupt irgendwie Hautresorptiv sind.

--- Ende Zitat ---
...dann sag ich mal Glück gehabt.
Beruflich hab ich hin und wieder das "Vergnügen" mit HF hantieren zu müssen. Am Arbeitsplatz ist für solche Notfälle eine tragbare Körperdusche mit Hexafluorine vorgesehen.
Ansonsten das hier http://www.prevor.com/DE/media/Produktdokumentation_Flusssaure.pdf  mal durchlesen.


Grüße,
Michael

cmd.powell:
@Harzsammler

Hmm, mag sein. Aber in dem Sicherheitsblatt wird auch ganz gut beschrieben, wie welche Konzentration von HF wirkt und welche Schäden sie in welcher Zeit hervorruft. So wie ich das gelesen habe, zeigt 70% (!!!) HF nach etwa einer Minute erste Zeichen einer Gewebeschädigung. Im meinem Fall war es maximal 40%ige HF, und die Einwirkzeit lang unter 10 Sekunden, danach hatte ich die Hände unter dem Wasserhahn (auch wenn es meine Frau - ok, damals war es meine Mutter - anders sieht, halte ich es immernoch für sehr praktisch, bei laufendem Wasser mit konz. Säuren/Laugen zu arbeiten - das mache ich seitdem ich mir mal 98%ig H2SO4 über die Finger gekippt habe). Ich denke mal, die schnelle Dekontamination hat mich gerettet.

Navigation

[0] Themen-Index

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln