Hallo Peter!
Kobaltkoritnigit ist in Wittichen von der Grube Sophia beschrieben, aber nicht von der Schmiedestollenhalde , wo das MM herstammt. Kobaltcalcit schließe ich schonmal ganz aus , der kam nur Untertage in Form traubiger Sinterbildungen vor.
Auch von dem in der Nähe liegendem Steinbruch Rötenbach bei Alpirsbach ist Kobaltkoritnigit in Form intensiv rosenrot gefärbter feinnadeliger Pusteln beschrieben worden (Quelle: Mineralien finden im Schwarzwald von Artur Wittern).
Auszug aus der "SCHWARZWALDBIBEL" von Kurt Walenta:
Der Kobaltkoritnigit tritt als seltene Sekundärbildung des Wittichener Grubenreviers auf. Es liegen Funde von der Sophia-Halde aus dem engeren Gebiet von Wittichen sowie von der Grube Anton im Heubachtal und dem Steinbruch Rötenbach bei Alpirsbach vor. Der Kobaltkoritnigit ist meist mit Kobaltblüte vergesellschaftet, tritt aber mengenmäßig gegenüber dieser zurück. Da beide Mineralien ähnlich aussehen, besteht die Gefahr , daß der Kobaltkoritnigit übersehen bzw. für Kobaltblüte gehalten wird. Es handelt sich beim Kobaltkoritnigit um pustelförmige Aggregate von intensiv rosa Farbe, die erst bei stärkerer Vergrößerung erkennen lassen, daß sie aus nadeligen Kristallen bestehen.....In Bezug auf die Farbe ist zu bemerken, daß diese beim Kobaltkoritnigit in der Regel intensiver ist als bei der Kobaltblüte, was eine gewisse Möglichkeit zur Unterscheidung der beiden Mineralien nach äußeren Kennzeichen bietet.
Na , ich glaube , mein Problem hat sich gelöst! Hätte ich schon vorher an das Buch gedacht!
Übrigens , ich habe Kobaltkoritnigit von Stbr. Mackenheim / Odw in der Sammlung. Auch vom Richelsdorfer Revier ist dieser bekannt geworden.
Zum Stbr. Rötenbach muß ich auch noch was anmerken.
Der Bruch ist schon Jahrelang stillgelegt und Fundmöglichkeiten für Ag-Bi-Co-Ni - Mineralien sind nicht mehr gegeben.
Aber ich konnte letztes Jahr ein paar nette Turmalin xx bergen , sowie kleine Quarz xx , Hämatit xx und Dolomit xx.
Gruß
TKMineral