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Autor Thema: Erythrin o. Kobaltkoritnigit  (Gelesen 6009 mal)

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Offline TKMineral

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Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« am: 21 Dec 03, 14:02 »
Hallo!

Habe hier ein MM mit sehr intensiv dunkelrosarot gefärbten spärolithischen Aggreaten auf Matrix , begleitet von hellrosa Pusteln(auf jeden Fall Erythrin).
Fund von der Schmiedestollenhalde bei Wittichen. Das MM habe ich als Erythrin gekauft , bezweifle aber , das es sich bei den dunklen Material um diesen handelt. Ich habe mehr Kobaltkoritnigit in Verdacht.
Was meint ihr dazu?
Sorry , das Bild ist mir ja nicht so toll gelungen.

Bis dann

Gruß
TKMineral

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Offline McSchuerf

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #1 am: 21 Dec 03, 14:50 »
Hallo TK..

lass mal am besten analysieren..könnte was Neues rauskommen..denn meines Wissens wurde Kobaltkoritnigit bisher nur von Jachymov, Tschechien nachgewiesen (habe ein Stück von dort.. ;)); evtl noch im sächsischen Raum. Von Wittichen wurde er jedenfalls Ende der 80er-Jahre noch nicht beschrieben..

Weitere rosafarbene Mineralien von Wittichen sind: rhomboedrischer Calcit und Pharmakolith-xx mit Erytrhin (Kobaltblüte). Letzteres soll insbesondere von der Schmiedestollen-Halde reichlich vorgekommen sein..(evtl. ja je nach Kobalgehalt intensiv kräftiger/dunkler oder heller, wenn weniger Co?)

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 21 Dec 03, 14:52 von Peter »

Offline TKMineral

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #2 am: 21 Dec 03, 17:22 »
Hallo Peter!

Kobaltkoritnigit ist in Wittichen von der Grube Sophia beschrieben, aber nicht von der Schmiedestollenhalde , wo das MM herstammt. Kobaltcalcit schließe ich schonmal ganz aus , der kam nur Untertage in Form traubiger Sinterbildungen vor.
Auch von dem in der Nähe liegendem Steinbruch Rötenbach bei Alpirsbach ist Kobaltkoritnigit in Form intensiv rosenrot gefärbter feinnadeliger Pusteln beschrieben worden (Quelle: Mineralien finden im Schwarzwald von Artur Wittern).

Auszug aus der "SCHWARZWALDBIBEL" von Kurt Walenta:
Zitat
Der Kobaltkoritnigit tritt als seltene Sekundärbildung des Wittichener Grubenreviers auf. Es liegen Funde von der Sophia-Halde aus dem engeren Gebiet von Wittichen sowie von der Grube Anton im Heubachtal und dem Steinbruch Rötenbach bei Alpirsbach vor. Der Kobaltkoritnigit ist meist mit Kobaltblüte vergesellschaftet, tritt aber mengenmäßig gegenüber dieser zurück.  Da beide Mineralien ähnlich aussehen, besteht die Gefahr , daß der Kobaltkoritnigit  übersehen bzw. für Kobaltblüte gehalten wird. Es handelt sich beim Kobaltkoritnigit um pustelförmige Aggregate von intensiv rosa Farbe, die erst bei stärkerer Vergrößerung erkennen lassen, daß sie aus nadeligen Kristallen bestehen.....In Bezug auf die Farbe ist zu bemerken, daß diese beim Kobaltkoritnigit in der Regel intensiver ist als bei der Kobaltblüte, was eine gewisse Möglichkeit zur Unterscheidung der beiden Mineralien nach äußeren Kennzeichen bietet.

Na , ich glaube , mein Problem hat sich gelöst! Hätte ich schon vorher an das Buch gedacht!

Übrigens , ich habe Kobaltkoritnigit von Stbr. Mackenheim / Odw in der Sammlung. Auch vom Richelsdorfer Revier ist dieser bekannt geworden.

Zum Stbr. Rötenbach muß ich auch noch was anmerken.
Der Bruch ist schon Jahrelang stillgelegt und Fundmöglichkeiten für Ag-Bi-Co-Ni - Mineralien sind nicht mehr gegeben.
Aber ich konnte letztes Jahr ein paar nette Turmalin xx bergen , sowie kleine Quarz xx , Hämatit xx und Dolomit xx.

Gruß

TKMineral

Offline Erik

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #3 am: 21 Dec 03, 22:36 »
Hallo TKMineral,

deinem Bild nach zu urteilen bin ich also nicht der Einzige, der sich damit behilft die Kamera einfach aufs Okular zu halten, oder liege ich da falsch ;) ;D 8)

Gruß, Erik
« Letzte Änderung: 21 Dec 03, 22:36 von Erik »

Offline TKMineral

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #4 am: 22 Dec 03, 08:21 »
Stimmt , Eric! :D

Offline McSchuerf

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #5 am: 22 Dec 03, 08:48 »
Hallo TKMineral,

kannst Du mir grad noch ne Jahreszahl zu dem Walenta-Zitat liefern und war das auch irgendwo in Lapis abgedruckt, wo ich es jetzt einfach nicht finde..?

Offline Erik

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #6 am: 22 Dec 03, 09:36 »
Hi,
ich bin zwar nicht TKMineral, aber ich antworte trotzdem mal.
Aus meiner Literaturdatenbank :P:

WALENTA, KURT (1994) : Wittichen. Lapis. 12. Heft 7,8. Seite 13 - 54.

WALENTA, KURT (1994) : Neufunde aus dem Schwarzwald. Lapis. 19. Heft 3. Seite 31 - 39.

Ob das Zitat da drin ist weiß ich nicht, hoffe es hilft weiter!

achja, meines Wissens ist Kobaltkoritnigit auch vom Schmiedstollen bekannt, ich schau mal ob ich das irgendwie belegen kann...

Gruß, Erik
« Letzte Änderung: 22 Dec 03, 09:45 von Erik »

Offline McSchuerf

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #7 am: 22 Dec 03, 09:44 »
Hi

aha..wie ich schon sagte..ist dann in den 90ern erst entdeckt worden.. ;)

Offline Erik

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #8 am: 22 Dec 03, 09:50 »
...ein richtiger Beweis ist's wohl nicht, aber hier
http://www.hanauer-mineralien.de/offers1x.html#SGROBJ7D1701D111A152263
wird's in der Tauschliste angeboten...
« Letzte Änderung: 22 Dec 03, 09:52 von Erik »

Offline McSchuerf

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #9 am: 22 Dec 03, 17:07 »
..ja, stimmt und übrigens war der Herr Hanauer schon mein Gast hier und hat von mir seltenste Mineralien ertauscht.. :D.. :o :D

Offline TKMineral

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #10 am: 22 Dec 03, 19:10 »
Hallo!

Das Zitat von Walenta stammt aus keiner LAPIS , sondern eben der Schwarzwald-Bibel:

Kurt, Walenta - DIE MINERALIEN DES SCHWARZWALDES , Weise Verlag.
Erscheinungsdatum müßte ich mal nachsehen , schätzungsweise 1994!

Bis dann

Gruß

TKMineral

Offline McSchuerf

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #11 am: 22 Dec 03, 22:05 »
Ja, sagtest Du ja..Schwarzwaldbibel..ist mir schon klar..nur sehr oft oder meistens veröffentlicht eben der 'Schwarzwaldpabst' Walenta auch gerne ausführlich in Lapis..(zusätzlich)..superengzeilig auf kleinstem Raum geschrieben..braucht man schon fast ein Vergrößerungsgslas.. ::) :P.. ;)

Gruß Peter


Offline TKMineral

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #12 am: 22 Dec 03, 22:51 »
Das stimmt... Muß ja schon fast die Berichte über die Neufunde im Schwarzwald in der Lapis unter dem Mikroskop lesen..
;D :D :)      
Diese Serie ist ja auch schon lange nicht mehr gekommen.
« Letzte Änderung: 22 Dec 03, 22:52 von TKMineral »

Offline McSchuerf

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Re:Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #13 am: 22 Dec 03, 23:12 »
..ja, kam schon lange nix mehr.. :'(

Offline smoeller

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Re: Erythrin o. Kobaltkoritnigit
« Antwort #14 am: 12 Dec 05, 13:05 »
Hallo,

Ich habe zwei Kobaltkoritnigit-Stufen vom Schmiedestollen imn meiner Sammlung und die sindganz sicher kein Erythrin. DasMineral ist eindeutig dunkler alsder in gleicher Größedaneben vorkommendeErythrin und die Farbe ist eher rotviolett. So was kennt man sonst nur von sehr guten grossen Erythrin-xx. Und diese Pusteln bestehen nicht aus grossen xx. Das Violett ist außerdem intensiver und ausgeprägter als das vom Erythrin. Als Vergleich konnte ich eineStufe von Jachymov heranziehen, diesehrschönen Kobaltkoritnigit zeigt.
In Lapis erschien auch ein Nachtrag von Walenta zu dem Wittichen-Heft. Undda wird das Mineral meines Erachtens von der Schmiedestollen- Halde beschrieben.

smoeller
 

 

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