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Autor Thema: Wie vorgehen bei zu schweren Funden?  (Gelesen 2285 mal)

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Offline Ashni

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Wie vorgehen bei zu schweren Funden?
« am: 20 Apr 14, 01:50 »
Hallo!
Da ich erst vor kurzem vor dem Rätsel stand dachte ich mal ich hole mir Rat ein.
Was genau macht ihr, wenn ihr Mineralien findet die sich aber in großen Gesteinsbrocken befinden?
Es kommt ja vor, dass ein großes Stück Gestein an mehreren Stellen gut ausgebildete Kristalle besitzt und man ihn nicht einfach mit dem Geologenhammer in ein kleineres, handlicheres Stück bearbeiten kann.
Hilft bei solchen Stücken nur vorsichtig mit Fäustel und Meißel so ran zu gehen und zu hoffen nichts zu beschädigen? Oder lasst ihr die Stücke einfach zurück ( was aber wohl jedem Sammler schwer fallen dürfte... ) .

Habe beispielsweise einen mit vielen schönen Quarzkristallen bestückten Gesteinsbrocken gefunden der mindestens 30kg schwer ist.
Da ich noch jung bin konnte ich es mir erlauben diesen noch mitgehen zu lassen, jedoch bin ich mir sicher in Zukunft keine so großen Stücke mehr mitzunehmen da sich der Transport in die Wohnung über 3 Etagen als etwas unangenehm erwies aber wollte ihn einfach nicht liegen lassen.

Offline alexis buhridorakes

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Re: Wie vorgehen bei zu schweren Funden?
« Antwort #1 am: 20 Apr 14, 09:20 »
Hallo Maik,
ich hatte auch schon mal ein Stück,wo ich am Gewicht gescheitert bin.Eine Sackkarre oder Schubkarre kam auf Grun des Morastes auch nicht in Frage.Ein Kumpel wußte Rat,wir bauten aus einer Decke und 2 ordentlichen Knüppeln eine Trage und das funktionierte.
Wenn man den Fund dann in der Zivilisation hat,kann man mit einer Flex mit Steintrennscheibe einige Sollbruchstellen schaffen und mit dem Meisel handliche Stücke abtrennen.Durch die reingesägten Fugen bleibt auch meistens alles heil,man sollte nur vorher auf Risse im Gestein achten.
Gruß
Axel.

Offline heli

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Re: Wie vorgehen bei zu schweren Funden?
« Antwort #2 am: 20 Apr 14, 10:33 »
Fast alles ist möglich - wenn man nur will. :D

Wir haben schon mehrere 100kg schwere Stücke bewegt. Kommt darauf an, wo man arbeitet, wieviele zusammenhelfen, welches Werkzeug man verwendet und vorallem wie weit man die Stücke bewegen muss.

In den letzten Jahren hat in vielen Bereichen der Akkubohrer Einzug gehalten und die Zerteilung schwerer Teile merklich vereinfacht.   

Offline cmd.powell

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  • Calcit vom Winterberg, Harz
Re: Wie vorgehen bei zu schweren Funden?
« Antwort #3 am: 20 Apr 14, 16:37 »
Hi

Ich musste schon diverse z.T. sehr schöne Calcitstufen im Winterberg bei Bad Grund zurücklasen, da sie mit meinem Mitteln nicht zu bergen waren. Die Kluft war in ca. 3m Höhe in einer fast senkrechten Wand über einer kleinen Höhle. Zudem saßen die Kristalle auch noch auf massiven Kalkstein. Da ich schon eine Hand brauchte, um mich überhaupt an der Wand halten zu können, war an Bergung gar nicht zu denken. Aber: Irgendwer hat sich das Teil doch gekrallt ! Ich hab bei jedem erneuten Besuch des Bruches nach der Druse geschaut und eines Tages war sie weg. Bei der extremen Lage kann nur jemand vom Steinbruch oder mit guten Verbindungen zu dem Personal die Kluft ausgeräumt haben, da der Abraum sehr nach Abbau mit Bagger o.ä. aussah. Leider war derjenige auch überaus gründlich, so das noch nicht mal Belege im Abraum zu holen waren. Naja, man kann nicht alles haben  :'(
Auch im Steinbruch Dönstedt oder Bodendorf bei Bebertal musste ich schon so manche Wacke zurücklassen. Die vertragen den dicken Hammer meistens nicht und zum schleppen waren die einfach zu schwer (>500kg). Wer Mineralien sammelt muss auch Verzicht lernen: Manchmal ist es zu schwer, manchmal kommt man nicht ran ohne Leib und Leben zu riskieren und manchmal darf man nicht ran (Privatgelände, abgesteckter Claim etc.).