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Fotos - Bildbreite unter 5 mm - Stacking - Arbeitsabläufe

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Florian:
Hallo alle Zusammen,

ich bin immer am versuchen meinen Fotos zu verbessern, oder meinen Arbeitsablauf beim Fotografieren bzw. Stacken zu optimieren (Zeitlich als auch in Bezug auf das Ergebnis). Hier würden mich eure Arbeitsabläufe interessieren - wie macht Ihr was?

Ich will mit diesem Thema auch vielen weiterhelfen die vielleicht noch nicht so viel Erfahrung beim Stacken und Fotografieren haben, und bestimmt kann man noch einiges Lernen. Wenn ich nur zu speziellen Programmen Fragen stelle, liegt diese meist daran das ich mich an diese Programme gewöhnt habe und gerne mit diesen Arbeite, soll aber nicht heißen das hier nur Fragen, Antworten oder Empfehlungen zu diesen Programmen gemacht werden dürfen. Ich hoffe Ihr versteht was meine Absicht ist - eine Art Empfehlung welches Programm, Objektiv, Licht, Diffusor... mit welcher Einstellung am besten für unserer Anwendung funktioniert. Ich denk hier haben schon viele Erfahrungen gesammelt, auch ein Misserfolg ist eine Erfahrung welche sich vielleicht Andere sparen können.


Hier ein paar Themen die mich interessieren würden:

Punkt A.:
Ausrechnen wie viele Abstand (Höhe mm) Ihr zwischen den Einzelfotos macht beim Stacken - gibt es hier eine Software die einem das errechnet? Oder wie habt Ihr das definiert?

Punkt B.:
Macht ihr "Sub"-Stacks?(Paketweise Stacken) bei "tiefen" Bildern oder sehr fein nadeligen Mineralien welche sonst oft sehr "schwammig" werden  - wenn ja welche Software benützt Ihr?
 
Punkt C.:
Welche Software nutzt Ihr zum Stacken und welche Einstellung bei z.B. Zerene DMap - um zum besten Ergebnis zu kommen. Macht Ihr verschiedene Einstellungen bei verschiedenen Art der Motive (z.B. viel Kontrast usw.) oder last ihr einfach mehrere Batches durchlaufen? Arbeitet Ihr überhaupt / oder nur mit Batch Scripts bei Zerene?


Natürlich kann hier jeder weiter Punkte Anfügen. Es gibt keine, fast keine "dummen" Fragen, so sehe ich das, also wirklich auch mal nach haken wenn man etwas nicht verstanden hat, eine andere Ansicht hat, beziehungsweise eine andere Erfahrung gemacht hat. Ich will etwas hier lernen, deshalb bin ich nicht böse wenn meine Ansicht von etwas nicht richtig war.

Wenn Ihr noch weiter Ideen habt was hier noch her passt, her damit.

Gruß Florian



Florian:
Hier noch eine kurze Übersicht über meine Fotoausrüstung beim Micromount Fotografieren:
Meine Grundausrüstung:
Fotokamera: Olympus OM-D E-M5 (MFT)
Balgen
Lupenobjektive: Luminar 16 mm und ein JLM 20mm
Stack-Shot Stacker
Licht: 3 x LED IKEA / Zangen Blitz Olympus / vers. Diffusor
Software: Lightroom 5.4; Photoshop CS5; Zerene Stacker 1.04


Florian:
Und hier noch ein Link zu einer Englischen Seite auf welcher schon mal viele Tips stehen :
http://extreme-macro.co.uk/

guefz:
Hallo,

dann fange ich mal an: ein Satz vorweg: ich habe nicht den Anspruch, mit meinen Fotos Wettbewerbe zu gewinnen, ich sehe die Fotos als Dokumentation.

Zur Ausrüstung: Ich fotografiere durch den Fototubus eines Zeiss Stemi 2000C, zur Zeit mit der Nikon 1 J3 als Kamera und Schott KL1500 LED mit zwei Schwanenhälsen als Beleuchtung.

Zu den Fragen:
Punkt A: die Abstände zwischen den Einzelfotos stelle ich "Pi mal Daumen" ein, also ganz sicher nicht exakt gleichmäßig. Das ist m. E. auch nicht nötig, da die Software nicht weiß, wie dieser Abstand ist. Die Software ermittelt beim Stacking nach durchaus unterschiedlichen Algorithmen die scharfen Bereiche der einzelnen Fotos und legt die dananch zusammen zu einem gemeinsamen Bild und der Rest wird mit dem in allen Bildern unscharfen Material aufgefüllt. Damit das funktioniert müssen sich die einzelnen Bilder eines Stacks in ihren scharfen Bereichen ausreichend weit überlappen und da hat man sicherlich einiges an Spielraum. Ich denke aber, dass alles über 50% Überlappung ist überflüssig und meist sollten 20% auch reichen. Und das sollte man auch ohne Rechnen durch Hinschauen erreichen können.

Punkt B: Mache ich manchmal, wenn es anders nicht geht. Ich probiere aber immer zuerst, den Stack in einem Rutsch zu rechnen.

Punkt C: Als Verfechter des Open-Source Gedankens arbeite ich natürlich mit CombineZP. Nach dem Anpassungs-Makro (Quick) lasse ich meist zuerst das "Do Stack"-Makro durchlaufen. Wenn mir das Ergebnis nicht gefällt, probiere ich die anderen Algorithmen, bevorzugt "Pyramid do Stack", auch durch und suche mir das beste Ergebnis raus. Manchmal drehe ich auch die Reihenfolge des Stacks um, um ein besseres Ergebnis zu erhalten. Letzteres liegt daran, das CZP die unscharfen Bereiche nur aus einem Foto auffüllt und man durch das Umdrehen des Stacks das Foto vom anderen Ende des Stacks dafür hernimmt. Dadurch ergibt sich manchmal ein besserer Gesamteindruck.

Die weitere Verarbeitung erfolgt dann mit Gimp. Dabei schneide ich zuerst die durch CZP hinzugefügten Spiegelränder wieder weg und speichere dieses Zwischenergebnis, mache dann bei Bedarf eine Farbkorrektur, verwende einen Rauschfilter (Anisotropic smoothing ) und schärfe vorsichtig nach. Dieses Ergebnis speichere ich als endgültiges Foto in voller Auflösung. Für das Forum oder Lexikon oder andere Internet-Einsätze habe ich ein Skript geschrieben, dass das Foto auf 1024x768 Pixel runter skaliert und dann am unteren Rand eine Fußzeile mit Angaben zum Foto einfügt. Da muss ich dann nur noch den Text aus der Vorgabe anpassen, der Rest geht automatisch.

So, wenn ich was vergessen habe, weiter nachfragen...

bis denn

Günter

loparit:
Hallo,
hier einmal meine Vorgehensweise:

Nachdem das Stück unter dem Binokular richtig eingestellt ist, stelle ich das Stück zum fotografieren unter die Foto-Station und dort ist der aufwendigste Teil das richtige ausleuchten des Stückes.

Zum fotografieren benutze ich eine Olympus E3 und neuerdings eine OM-D EM1, mit Zwischenringen und Balgengerät bzw. Olympus Makrotubus. Objektive habe ich verschiedene: 12,5 Photar, 25 Photar, 25 Luminar, 20 Zuiko, 38 Zuiko, 20 Canon und auch verschieden Mikroskopobjektive mit langem Arbeitsabstand.

Die Steuerung der Einzelaufnahmen mache ich mit dem StackShot und im Moment allerdings noch in der Testphase mit dem StackMaster (von StoneMaster hier aus dem Forum).

Als Beleuchtung benutzte ich eine selbst entwickelte LED-Ringleuchte und als Diffusor jede Menge verschiedene Papiere, Plastikbecker etc.

Punkt a:
Ich habe eine Software entwickelt, mit welcher ich den Stackabstand berechnen kann. Man gibt die Bildbreite und Sensorbreite ein und die Tiefenschärfe wird berechnet bzw. auch der entsprechende Stackupstand. (Eine PM und ich kann dir die Software als Download zukommen lassen)

Punkt b:
Ich mache beides, meistens sind die Fotos mit den Zwischen-Stacks besser.

Punkt c:
Ich habe CombineZP und ZereneStacker im Einsatz. Stacken tue ich überwiegend mit beiden Programmen und behalte das beste Ergebnis. In den meisten Fällen 90% sind das die Fotos mit CombineZP. ZereneStacker verrauscht die Fotos zu stark, ist aber bei tieferen Stacks deutlich besser!

Gruß
loparit


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