Gesteine / Rocks / Rocas > Deutschland / Germany
Rote Einschlüsse in Basalt (frische Bruchfläche)
Lothar Schuh:
Hallo
ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen´ Ich wohne in der Nähe von Heidelberg. Seit rund einem Jahr beschäftige ich mit der Bestimmung von Gesteinen. Ich habe mal Chemie studiert /Kristallografie. Beruflich habe ich nichts damit zu tun.
Ich habe in der künstlichen Uferbefestigung des Neckar (Felsbrocken) einen ziemlich aphanitischen Basalt gefunden, der in frischer Bruchflächen rote Einschlüsse hat. Diese sind weich (herauskratzbar) und unregelmäßig geformt (2-4 mm Durchmesser). Der Basalt (???) enthält keine sichtbaren Olivine. den Grad der Verwitterung kann ich nicht einschätzen. Ich habe das Gleiche (keine frische Bruchfläche) übrigens auch bei einem Lavamantel eines Dunits von Lanzerote gefunden.
Hat jemand eine Idee??
Schönen Gruß und danke
Lothar
waldi:
Hallo Lothar
Das Gesteinsstück sieht mir nicht nach Basalt aus. Es könnte was mit Hornblende sein.
GA waldi
Harzsammler:
Hallo,
das Gestein sieht aus wie Diabas und die roten Einschlüsse bestehen sicher aus Hämatit.
Grüße,
Michael
Lothar Schuh:
Hallo und danke für die bisherigen Antworten.
Wenn das Diabas wäre, dann sollte es ein extrusiver Diabas sein, da bilden sich Hämatite und Zeolithe. Dann sollte das Gestein aber mehr Poren haben. Das Material ist aber ziemlich dicht. Die bei Diabas oft erkennbare Schieferung hat das Material nicht.
So was hab ich nun schon 2mal an verschiedenen Orten (Neckaruferbefestigung & Straßenschotter) gefunden und das kann nicht selten sein; das Aussehen ist markant, aber via Google habe ich nichts finden können.
Hat jemand so was schon mal gesehen (das Rote Material hat eine rote Strichfarbe, ist aber wachsweich und opak).
Schönen Gruss
Lothar
smoeller:
Hallo,
Die Einschlüsse sollten dann ein Gemenge von Hämatit und Bolus sein. Bolus ist eine alte Bezeichnung für dichte, wachsartige Tonminerale (Montmorillonit, Nontronit o.ä.), die aus der Verwitterung von Silikaten entstehen. Könnte u.a. mal Olivin gewesen sein, da sind solche Pseudomorphosen nicht selten.
Das Gestein bereitet mir allerdings in dieser Beziehung noch Kopfschmerzen. Ein sehr dunkler Diorit, Gabbro, Diabas lassen sich von den Fotos her nicht unterscheiden. Grundsätzlich kommt zumindest Diorit und Gabbro auch im Odenwald vor. Diorit, das häufigste dieser Gesteine in der Gegend, enthält allerdings kaum Minerale, die so rot verwittern, v.a. kaum Olivin.
Evtl. käme auch sehr dichter, granulitischer Biotitgneis in Frage, mit rot verwittertem Cordierit.
Glück Auf!
Sebastian
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln