Hallo,
@Marcel, willkommen im Forum !
...Die Beta-Strahlung könnte auch schon merklich abgeschwächt sein, allerdings kommt die in der Luft über 5 Meter weit, stark abhängig vom strahlenden Nuklid.
Das sehe ich auch so. Kenne zwar das
Graetz x5c plus nicht, lese aber, daß es die Äquivalentdosisleistung anzeigt, also die 3 Strahlungsarten nicht trennt.
Bleibt als Hinweis nur der Abstand von 35 cm.
In den vereinfachten Darstellungen der 3 natürlichen Zerfallsarten sind zwar fast nur α und β aufgeführt, doch wird beim Zerfall
der Nuklide auch γ-Strahlung von hoher Reichweite emittiert, die beim α- und β-Zerfall vom Kern abgegeben wird.
Das Problem bei radioaktiven Mineralien ist, daß ein Gemenge aller am Zerfall beteiligten Nuklide mit unterschiedlicher Strahlung, HWZ und Energie vorliegt.
Messergebnisse gereinigter Isotope lassen sich leichter interpretieren.

Ich hatte meine stärker strahlenden Mineralien in Plexiglasbehältern mit 1
cm Wandstärke gelagert, die früher im Labor für die
Komplettabschirmung von
32P gesorgt hatten, welches eine β-Reichweite in Luft von 6,5 Metern hat.
Von meinen Mineralien kam aber immer noch die Hälfte der counts durch. Konnte also nur γ sein. Hatte mich ebenfalls überrascht.
Anmerkung am Rande: Eine 10kg-Pechblende ist schon sehr heftig. Liegt hoffentlich nicht in der Wohnung...
Trägt man ihn ein Jahr in der Aktentasche spazieren, kommt man auf satte 9,6 SV/a.

Zum Glück ist er dazu zu schwer...
Ein Foto wäre schön. Jetzt interessiert mich der Fundort schon.
Glück auf
Norbert