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Quarze aus Sedimentschichten

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Reti:
Hallo Kollegen,

ich habe kürzlich einen Bericht über "Mineralien im Kanton Schwyz" für den Mineralienfreund erstellt, der in der Ausgabe 3/2014 veröffentlicht wurde.

Ach ja, ich bin Schweizer und der Kanton Schwyz liegt etwa in der Mitte der Schweiz und hat v.a. Sedimente als Gesteine zu bieten. Dementsprechend wenige Mineralien und -Fundorte sind bekannt. Allerdings haben wir in den letzten Jahren doch diverse Fundstellen mit Quarzen entdeckt - bis immerhin doch etwa 8 cm Länge. Die meisten guten Funde stammen aus den untersten Kreideschichten, die bei uns Valangien-Kalk und -Mergel heissen.

Der Mineralienfreund ist übrigens die Quartals-Zeitschrift der UMF (Urner Mineralienfreunde), sie haben etwa 1000 Mitglieder. 

Es wäre sehr interessant aus anderen Ländern zu hören, wie die Erfahrungen bzgl. Quarzfunden im Sediment sind. Bei Interesse kann ich den Bericht zusenden. Ich bin auch bereit Beleg-Stücke zu tauschen.

bis dann
Reto

oliverOliver:
wow, nicht schlecht .....

ich kenn aus meiner Gegend Bergkristalle aus Sedimenten nur als stark abgerollte Kristalle aus unterschiedlichen, meist plio-/pleistozänen Schottern, und auch die sind (sehr) selten - aber manchmal ganz nett:
kleine "Eier", deren Oberfläche durch den fluviatilen Transport wie sandgestrahlt wirkt ....

wie gesagt, üblicherweise sehr klein, aber kürzlich hab ich im Museum in Langau (Waldviertel/NÖ) auch ein prächtiges, hühnereigroßes Exemplar gesehen.

robodoc:
Salut Reto,

willkommen im Forum !
Klasse Bergkristalle, da geht einem als "Quarzler" das Herz auf.
Eigene Erfahrungen mit Bergkristallen in Sedimentgesteinen habe ich vor geraumer Zeit im Bregenzer Wald und in Südfrankreich gemacht, dort erreichen die Bergkristalle in der Regel nicht solche Größen. Ferner habe ich vor 2 Jahren in der Lombardei erfolgreich gesucht, die dortigen Bergkristalle können in der Größe mithalten.
Tauschmaterial kann ich von folgenden Fundstellen anbieten:
1. Au/Rehmen im Bregenzer Wald
2. Schesaplana (A)
3. Remuzat (F)
4. Laragne (F)
5. Selvino (I)

Beste Grüße, Robert

smoeller:
Hallo,

In Deutschland gibt es diverse Schichten, in denen Quarze in Sedimentschichten gefunden werden können.

Gute Fundstellen sind im Keuper des Weserberglands gewesen, etwa Extertal und Bösingfeld, dort gibt es im Keuper wasserklare Rauchquarz-Zepter bis ca. cm-Größe, die sog. Schaumburger Diamanten.

Im Muschelkalk gibt es kleinere Quarze in Drusen und Fossilhohlräumen, tw. auch Amethyst. Ein Fund ganz blassen Amethysts gelang mir u.a. im Südschwarzwald, in der Nähe von Waldshut. Auch bei Rüdersdorf (bei Berlin) gibt es Funde.

weiße Quarze lose im Devonkalk von Suttrop im Sauerland.

Sog. Pforzheimer Stinkquarz aus dem mittleren Muschelkalk des Nordschwarzwaldes, das sind durch Bitumen gefärbte Kristalle, sehr gute Stücke sehen nach Rauchquarz aus.

Im Gips lose rotbraune Quarze, sog. Hyazinthen, von Bielefeld und Jena.

Glück Auf!
Sebastian

Gerdchen:
Hallo,

als die Kalksteinbrüche in Stromberg noch in Betrieb waren gab es dort neben den normalen Quarzen auch schöne Rauchquarze.

Sieh mal hier: http://www.mineralienfreunde-der-pfalz.de/flashbilder/stromberg/rauchquarz/index.html

                    http://www.mineralienfreunde-der-pfalz.de/flashbilder/stromberg/quarz/index.html

Sehr kleine doppelender Quarze tauchen auch in Tuffen auf.

Gruß
Gerdchen

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