Die Bilder 4232/4234 zeigen mit ziemlicher Sicherheit Baryt. Die Stufe sollte somit auffallend schwer sein! Die kleinen metallisch glänzenden Kristalle sind Chalkopyrit oder Pyrit bzw. Markasit. Der erste lässt sich mit der Nadelspitze ankratzen, die anderen beiden nicht.
Fundort KÖNNTE z.B. das Freiberger Revier sein, wo der Baryt oft in dieser Form vorkam. Aber auch sonst irgendwo auf der Welt. In D u.a. Dreislar, Oberharz (Clausthal, Hütschental).
Die von Dir vermuteten Aragonite könnten schon welche sein. Es ist immer schlecht, nur vom Foto her eine Aussage zu treffen. Könnte auch Calcit sein. Beides ist chemisch Calciumkarbonat und schäumt mit Salzsäure, oder auch weniger heftig (deshalb am besten gepulvert) mit Essigessenz. Strontianit (Strontiumkarbonat) und Witherit (Bariumkarbonat) reagieren in gleicher Weise, lassen sich aber durch die Flammenfärbung unterscheiden: einen Krümel mit Säure benetzten und in die Gasflamme halten. Calcium ergibt eine orange, Strontium eine kräftig rote und Barium eine grüne Flamme. Eine etwaige Gelbfärbung (Natrium) verschwindet nach kurzer Zeit - außer die Probe enthält wirklich Natrium, wie z. B. Feldspat.
Zur Unterscheidung von Calcit und Aragonit gab es hier schon vor ein paar Tagen eine Anfrage von "altes Gebirge". Wenn wie in Deinem Fall größere Kristalle vorliegen, geht es auch einfacher. Ein gutes (aber wenig beachtetes) Unterscheidungsmerkmal ist die unterschiedliche Spaltbarkeit beider Minerale. Calcit besitzt eine ausgezeichnete Spaltbarkeit und liefert eine völlig ebene Spaltfläche, während Aragonit eine schlechte (keine) Spaltbarkeit besitzt und eine unebene Spaltfläche (wie z.B. auch Quarz) ergibt. Eine solche (zwar glänzende aber nicht spiegelnde) Fläche glaube ich auf dem 2. Bild rechts zu erkennen. Wichtig ist aber, die Spaltfläche EINES Kristalls zu beobachten, nicht die Bruchfläche zweier benachbarter Kristalle (sog. Korngrenze).
Gruß
(auch) Thomas