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Autor Thema: Dithionit-Zubereitungen: anwendungsbereit und preiswert aus dem Drogeriemarkt !  (Gelesen 28172 mal)

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Offline HaDeS

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Hallo Sammler,

nun, nach vielen positiven und sehr wenigen negativen Versuchen, möchte ich meine Erfahrungen bezüglich Heitmann los werden. Irgendwo hier stand mal, dass destilliertes Wasser und Heitmann ausreiche. Dies kann ich ruhigen Gewissens für Quarzstufen empfehlen. Wie hier bereits erwähnt, erwärmte auch ich je 1L destilliertes Wasser auf minimum 40°, streute drei bei weniger hartnäckigen und vier bei allem anderen (bis jetzt vergilbter Skolezit, Quarze, Adamin, Apatit mit Arsenkies, Apophylit und Topas von Schneckenstein mit grünem Quarz), alles gut durchmischt. Bei kleinster Flamme einen Topf auf den Herd gesetzt, etwas Leitungswasser rein, das warme destillierte Wasser in eine Plastikeisschale, die Schale in den Topf gesetzt, Säure rein, Stufen rein, mindestens 30-60 Minuten warten, raus nehmen, abkühlen lassen, mechanisch nochmal mit Zahnbürste nachgereinigt, trocknen, fertig. Die Lösung reichte bei mir noch mindestens einen weiteren Durchgang aus.

 Am schwierigsten für mich, waren jedoch schwarze Beläge, die ich selbst mit grobster mechanischer Reinigung nicht entfernt bekam. Bis jetzt hat das nur Heitmann geschafft. Für mich braucht es nur das Zeug und die Resultate können sich sehen lassen. Danke für diesen guten Tip!

Beste Grüße
« Letzte Änderung: 06 Sep 18, 22:42 von HaDeS »

Offline peryperypery

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Hallo,

Weiß jemand von den Profis wie die gepufferte Dithionitlösung mit Bleiglanz und Pyromorphit reagiert?

Glück Auf
Felix

Offline Axinit

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Servus,

das Thema hatten wir schon einige Male.

Die Dithionit-Lsg. ist in beiden Faellen  anwendbar.

ABER: eine sehr haeufige, visuelle Kontrolle des Reinigungsfortgangs ist unerlaesslich. Sobald Schwarzfaerbung (PbS-Bildung) auftritt (meist schon nach 1 h), muss das Reinigungsgut entnommen und im  US-Bad/demin. Wasser gereinigt werden.

Viel Spass beim Ausprobieren !

Harald

Online harzgeist

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Hallo,

Die hier angesprochenen Blei-Paragenesen enthalten oft auch Anglesit, was nicht immer offensichtlich sein muss. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass gerade dieser sich schwarz verfärbt, während alle anderen Minerale der Paragenese unverändert bleiben, so auch z.B. Cerussit.
Die Schwarzfärbung konnte durch H2O2 rückgängig gemacht werden, aber evtl vorhandene Sulfide/Arsenide werden u.U. angegriffen.

Thomas

Offline Axinit

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Servus,

bevor es wieder zu Missverstaendnissen kommt scheint eine Klarstellung angebracht.

Bei der Reinigung von Pyromorphit-Stufen , die nachgewiesenermassen auch Bleiglanz, Cerussit und Anglesit (beide per FT-IR bestimmt) enthalten,
habe ich oft eine schwarze Verfaerbung der Reinigungsloesung beobachtet.

Sofern man den Vorgang beaufsichtigt und bei Auftreten der Schwarzfaerbung das Reinigungsgut schnell in demin. Wasser/US-Bad ueberfuehrt sind keine Probleme zu erwarten. Falls man das Ganze jedoch ueber Nacht stehen laesst, kann sich ein schwarzer Belag auf dem Reinigungsgut bilden, der nur sehr schwer wieder zu entfernen ist.

Dieser Belag besteht vermutlich aus feinstverteiltem Bleisulfid, wurde jedoch (noch) nicht naeher untersucht.

Inwieweit das Material aus Krandorf (darum geht es doch ?) zu derartigen Komplikationen neigt, vermag ich nicht zu beurteilen.

GA

Harald

Offline geomueller

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Hallo,
die Schwarzverfärbungen habe ich auch schon festgestellt, bei der Reinigung von Pyrit/Markasit wenn schon ein Zerfall mit Gipsbildung vorhanden war. Diese Schwarzverfärbung ging aber immer nach Reinigung mit Seifenlauge und US-Bad wieder weg auch nach Stunden oder einem Tag.

Gruß Jürgen
« Letzte Änderung: 21 Sep 19, 12:57 von geomueller »

Offline peryperypery

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Inwieweit das Material aus Krandorf (darum geht es doch ?) zu derartigen Komplikationen neigt, vermag ich nicht zu beurteilen.

Dito  ;)

Ich werde berichten wie's lief und Vielen Dank für die Info

Glück Auf

Offline peryperypery

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Servus,

wie angekündigt hier ein paar Bilder von der Pyroreinigung.

Die Stufen waren für ca. 90min in etwa 35Grad warmer, gepufferter Dithionitlösung und anschließend 24h beim wässern.

"Nur" 90 Minuten deshalb, weil die Stufen nach 45min. komplett mit einem silbrig, grauen schmierigen Belag überdeckt waren und ich Befürchtungen hatte das dieser sonst bleibt.
Es lies sich aber problemlos abbürsten und mit dem Ergebnis nach 90min bin ich auch zufrieden.
Die Pyros haben einen noch schöneren Glanz erhalten und die allermeisten Lehmkrusten in den Zwickeln sind nun auch weg.
Einzig der Galenit sieht noch etwas angegriffener aus als zuvor, was aber kaum auffällt.

Hier mal 2 Stücke jeweils Vorher/Nachher

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GA
Felix

Offline Axinit

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Servus,

taugt !

Danke fuer's Zeigen !

GA

Harald

Offline peryperypery

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Servus Harald, gerne doch!

Anbei nochmal ein Stück zum zeigen für die Community.

Diesmal Fluorit mit Eisenkiesel von der Grube Hermine. Stufengröße ca. 14x12 cm

Die Stufe war für 5 Stunden in warmer, gepufferter Dithionitlösung ( Entfärber & reine Zitronensäure, beides von Heitmann) nahe am Heizkörper.
Anschließend 24h beim wässern in Leitungswasser.
Die Limonitüberzüge sind nahezu restlos weg und die Phantome der einzelnen Fluorit x sind wieder schön zu sehen.
Ich bin jedesmal wieder überrascht vom Erfolg und der Einfachheit der Methode ;)

Bildanhang. Vorher / Nachher

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Grüße und Glück Auf!
Felix

Offline MatthiasJoAne

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Hallo Leute,

Hab vor ein paar tagen meinen ersten versuch mit der Dithionit-Zubereitungen (Hartmann entfärber +Hartman Zitronensäure) gemacht.
3 tl pulver auf 2ltr Wasser + Zitronensüre bis es reagiert.

---2 Steine 1 Top + 1 Flop---

mit dem ersten Stein bin ich für meinen ersten versuch ziemlich zufrieden.
wobei sich beim 2. Stein einen grünen Belag, auf dem Quarz und der Feldspat dunkel wurde.

lag es an der Zitronensäure bzw bekommt man sowas am besten runter

Gruß Matze

Offline peryperypery

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Die Verfärbungen die du beschreibst konnte ich auch schon feststellen.
Besonders der Feldspat im roten (Naab)Granit hat sich gelegentlich ins grünliche verfärbt.

Nach ausreichendem wässern und anschließendem durchtrocknen der Stufen war aber in den meisten Fällen keine Verfärbung mehr zu sehen.

Schwarze Schleier konnte ich meistens anschließend mechanisch mit einer Zahnbürste problemlos entfernen.

Woran das liegt kann ich dir aber nicht sagen, da muss einer unserer Chemiker ran  ;)

Und ja, Fehlversuche gibts halt immer mal wieder, deshalb versuch ich mich meistens erstmal an denen die ich doppelt/mehrfach habe oder eben Bruchstücken.

GA
Felix


Und immer lieber zu viel als zu wenig wässern :)



PS: ein Foto als Vorher Nachher Vergleich wäre gut  :P

Online harzgeist

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Hallo,

Der dunkle Belag besteht (meistens) aus Eisensulfid, wobei die Ursachen vielfältig sind: zu heiß, zu konzentriert, erschöpft, falscher pH-Wert usw.
Man braucht dann nur solche Stufen einige Zeit feuchter Witterung auszusetzen (aus dem Belag entsteht wieder 'Rost') und dann die Behandlung zu wiederholen.

Thomas