Hallo Uwe,
dein Statement überzeugt mich leider nicht, weil es auf Vermutungen aufgebaut ist.
Du schreibst:
Wenn man einen Mineralogen eine Stufe mit der Frage: "Ist das Rosenquarz?" vorlegt und es ist welcher, dann sagt er "ja". Eine Fundortbestimmung wurde ja wohl nicht verlangt.
Brigitte hat wie folgt geschrieben und darauf baut mein Statement u.a. auf:
schickte ich Sie in meiner Verzweiflung in die Bergakademie nach Freiberg. Dort wurde mir der Fundort als auch das Mineral bestätigt
Weiterhin steht gegen deine Aussage die Tatsache, dass ich zwei weitere Stufen mit der Bezeichnung Rosenquarzxx vom Schacht 371 hatte und die Stufen u.a. von einem Bergmann aus Schlema und von einem großen deutschen Händler, die ich um 1987/88 käuflich erworben hatte, stammen. Wenn ich von dem Händler ausgehe, dann habe ich die Stufe zu einem Zeitpunkt erworben wo es mir fast unmöglich erscheint, dass Stufenmaterial von Rumänien in einem Aufkauf zwischen Freiberg und Schlema gelandet ist, zumal ich auch diesem Händler durch in Augenscheinnahme des Materials mehr traue als deiner Aussage die wie folgt lautet:
Erzgebirgische Stufen sind nun mal teurer als rumänische
ohne das Material persönlich gesehen zu haben.
In diesem Aufkauf von dem Händler befand sich Stufenmaterial, was ich zu Zeitpunkt des Ankaufes nicht gewusst hatte, nur auserlese Topstufen aus der damaligen DDR, die wie vieles andere was einen Wert hatte, Devisenbringer waren, was mir allerdings erst nach Grenzöffnung durch Gespräche mit Bergleute und den dort lebenden Menschen bewusst geworden ist. Aufgrund dieser Vorgeschichte nenne ich auch den Namen des Händlers nicht, da nur ganz wenige Westdeutsche Händler die Möglichkeit hatten Sammlungsmaterial, nicht nur Mineralien, in der DDR kaufen zu können.
Weiterhin hatte ich mit dem Bergmann von Schlema auf der Börse im Kloster Kamp in Neukirchen-Vluyn ein längeres Gespräch geführt der mir persönlich bestätigte das er die von mir erworbene Rosenquarzxxstufe selber unter Tage gefunden hätte, wie das gesamte Material welches er damals angeboten hatte … und auch in diesem Fall glaube ich nicht das in seinem Bestand ein Stück von Rumänien dazwischen war.
… und wenn du schreibst
einige Vereinsfreunde zu fragen, welche viele Jahre in Schlema unter Tage gearbeitet haben und in diser Zeit trotz hoher Gefahren gesammelt haben.
ist dessen Aussage genau so viel Wert, wie die Aussagen die hier nur auf Vermutungen basieren, denn mit meinem Statement wollte ich genau diese Problematik ansprechen, da es im untertägigen Bereich immer Fundorte gab die nur EIN Sammler ALLEIN ausgebeutet hat.
Diese Unwägbarkeiten, nämlich von anderen Sammlern zu behaupten hat es nicht gegeben, ist meines Erachtens eine Fehlbeurteilung eines Sammlungsortes, denn jene Sammler könnten lediglich die Aussage machen, kenne ich nicht, habe ich nie gesehen, bedeutet dann aber nicht das es doch derartiges Material gegeben hat.
Hier möchte ich noch mal ein Beispiel anführen. Von Grube Max aus dem Wölsendorfer Flußspatrevier gab es blaue Fluorite mit Zonaraufbau, die nur ein Sammler, nämlich der Betriebsleiter im untertägigen Bereich bergen konnte. Dieser hat dann das minderwertige Material an zwei weitere Sammler weitergegeben und alle haben das Material gebunkert, so dass es unter anderen Sammlern nicht bekannt war. Das Beispiel führe ich an, weil mir in diesem Fall schon des Öfteren gesagt wurde das es Fluorite von Illinois, USA wären. Das Problem was in diesem Thema steckt ist, dass das Stufenmaterial kaputt, wie oben in einer anderen Antwort von mir schon erwähnt, geredet wird oder wie wir im Ruhrpott sagen, madig gemacht wird. Das Ergebnis ist nicht selten das Sammler und auch Händler durch dieses Gerede oft genug Schwierigkeiten haben überhaupt dann noch Stufenmaterial am Mann zu bekommen, weil der ja keine Ahnung hat. Seit Monaten lese ich mir nachts alte Threads im Mineralienatlas durch und stoße immer wieder auf Äußerungen die die Aussage von „Haubi“ von Re: 40. Mineralienbörse in Aue/ Erzgebirge « Antwort #17 am: 14 April 2015, 17:31:19 » bestätigen die da lautet:
Die üblichen Sammler aus der "Szene" kennen und treffen sich, auch ohne Mineralienatlas. Erstaunlich viele kennen die Seite auch nicht oder wollen damit nichts zu tun haben
Nun gut, damit möchte ich das Thema meinerseits hiermit schließen. Es soll lediglich dazu dienen nicht vorschnell irgendwelche Schlüsse zu ziehen, mehr nicht.
Schönen Tag und netten Gruß
Micha