Zur Vereinsexkursion 2015 besuchten wir das Schlesische Bergbaurevier und besichtigten auch den Goldstollen bei Zlody Stock (Reichenstein). Dort wurde goldhaltiger Arsenopyrit abgebaut und vor Ort in kleinen Schmelzöfen verhüttet. Da die für Besucher zugängliche Anlage bergbautechnisch und mineralogisch zu vergessen war, habe ich ein Stück der dort reichlich herumliegenden historischen Schlacke mitgenommen. Zu meiner Verwunderung ergab sich nach Reinigung und unterm Bino eine kristalline Oberfläche.
Das Stück nehme ich nicht in meine Sammlung, aber interessieren würde mich schon, was für Kristalle sich dort beim Verhütten gebildet haben. Die Kristalle sind, wie ich zu erkennen glaube monoklin.
Wie wir die Führerin verstanden haben, wurde das angereicherte Erz mit Holzkohle in kleinen Öfen abgeröstet, bis sich Gold unten sammelte. Was für ein Muttergestein in den Gängen dort anstand war nicht in Erfahrung zu bringen. Die Führerin meinte es sei Gneis. So sah es aber nicht aus.
Übrigens, wer mal dort ist muß den Stollen nicht gesehen haben. Für Kinder ist es aber Spitze, mit Berggeist, Gruselstrecke und Untertagerutsche.
Also, was für Kristalle könnten das sein?
Gruß
Uwe