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Anfängersorgen

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loismin:
Hallo Klaus.

Wahrscheinlich nicht mal den Umkarton, denn wer weiß, was da in den Farben alles drin ist   ;D


Loismin

Brodi69:

Nun ja, meine Lieben, so recht ihr auch habt, unseren Hilfesuchenden sollten wir ernst nehmen. Es werden sich sicher immer wieder welche melden, denen wir die Angst nehmen müssen.

Fazit bleibt: Die Bedenken lassen sich zerstreuen und ein gutes Buch hilft immer. Bei Unsicherheit zu einem Steinbruch oder einem Fund helfen wir immer wieder gerne.

Grüessli
Christian

Keksi:
So, ich habe mir vorhin mal zwei ältere Mineralienbücher für kleines Geld bestellt: Den "BLV-Mineralienführer - Gesteine und Mineralien in 576 Farbfotos" von Mottana/Crespi/Liborio und die "Mineralien-Enzyklopädie" von Petr Korbel.

Und auch wenn ich vermutlich auf nichts treffen werde, das radioaktiv ist, habe ich nochmal über diese Aussage nachgedacht:

--- Zitat von: ger steinn am 26 May 15, 15:23 ---Faustregel: Glimmerartig und leuchtend gelb oder grellgrün=Vorsicht
--- Ende Zitat ---
Meint das "Glimmerartiges, das leuchtend gelb oder grellgrün" ist, oder muss nur ein Punkt gegeben sein (glimmerartig/leuchtend gelb/grellgrün)?
Glimmer ist ja, soweit ich das gelesen habe, eher das Gegenteil von radioaktiv.
Und was genau meint eigentlich "glimmerartig"? Ich habe dazu so viele verschiedene Bilder gefunden und kenne es selber nur aus Granitplatten.. ::)

ger steinn:
Ich meinte : glimmerartig UND leuchtend gelb bzw. glimmerartig UND grellgrün. 
Die grau-braunen bis schwarzen Glimmerminerale, die du aus Granitplatten kennst sind ungefährlich - Muskovit, Biotit, etc.
Einige der sekundären Uranmineralien, die ich meinte und denen du am ehesten begegnen KÖNNTEST, nämlich (Meta-)Autunit, Torbernit und Uranocircit, haben mit den "Granit-Glimmern" den schichtartigen Kristallaufbau gemein. D.h. die plattigen Kristalle sind aus einzelnen dünnen Blättchen aufgebaut, die sich voneinander ablösen lassen, ganz so wie die Glimmer im Granit. Bildbespiele von Torbernit und Autunit:
https://www.mineralienatlas.de/VIEWmaxFULL.php?param=1379952680
https://www.mineralienatlas.de/VIEWmaxFULL.php?param=1113867598

Hinzufügen muss ich, es gibt noch weitere Uranmineralien, die eher nadlige, spießige oder sonstige Kristallformen bilden. Aber auch diese haben immer leuchtende, grelle Farbtöne zwischen gelb - orange - rot und grün. Warnfarben halt, das hat die Natur schon ganz gut eingrichtet. Diese abseits einer (Uran)-Bergwerkshalde zu finden, dürfte m.E.n. noch schwieriger als bei den Uranglimmern werden und wenn, dann nur in mikroskopisch kleinen Kriställchen.
Beispiele für derartige Haldenfunde:
Bergenit, Bergen/V.,  Bildbreite 6mm: https://www.mineralienatlas.de/VIEWmaxFULL.php?param=1263566414
Uranophan, Grube Clara, 1,5cm hoch: https://www.mineralienatlas.de/VIEWmaxFULL.php?param=1362147502
Zeunerit, Schneeberg, Kristalle bis 0,5mm: https://www.mineralienatlas.de/VIEWmaxFULL.php?param=1162113065

Überhaupt erst anfangen dir Gedanken zu machen brauchst du nur, wenn du einen Fundpunkt mit Granitgestein aufsuchst und die Gegend für Uranmineralisation bekannt ist.
Zum Beispiel den Streubergbruch bei Bergen im sächsichen Vogtland. Der liegt direkt neben einem ehemaligen Uranbergwerk. https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Sachsen/Vogtlandkreis/Bergen/Granitsteinbruch
Oder dieser Steinbruch in der Nähe des für seine Uranmineralien bekannten Bergwerks Menzenschwand im Schwarzwald:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Baden-W%fcrttemberg/Freiburg%2C%20Bezirk/Waldshut%2C%20Landkreis/St.%20Blasien/Menzenschwand/Vorderdorf
Da hilft vorheriges Anchecken der Fundpunktbeschreibung in der Literatur oder im Atlas weiter. 

Sicherer gehst du, wenn du z.B. im Basalt oder Diabas unterwegs bist - da kommen Uranmineralien nämlich sehr viel seltener vor.  ;)

Günter Blaß:
Hallo Karsten,
das grundsätzlich in Deinem letzten Satz würde ich streichen.
In der Eifel gibt's auch in Basalten und Phonolithen U-Minerale, aber sehr winzig!!

Günter Blaß

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