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Autor Thema: Eisenoxyd/Hydroxyd?  (Gelesen 2539 mal)

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Offline uwe

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Eisenoxyd/Hydroxyd?
« am: 02 Jun 15, 14:01 »
Ich habe ein Stück aus dem Fluoritbergbau Niederschlag erhalten, bei welchem ich mir nicht klar bin, wie man es benennt.  Der eisenhaltig Teil besteht zum großen Teil aus einer stark glänzenden, glasartigen und relativ harten Masse mit muschligem Bruch. In dünnen Schichten ist es rot durchsscheinend.

Normalerweise würde ich Goethit ranschreiben, aber mich stört die überwiegend glasartige Ausbildung. Kommt Goethit in dieser Form vor?

Es ist natürlich keine Schlacke, da aus dem anstehenden Fluoritgang stammend.

Gruß
Uwe

Offline stoanklopfer

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Re: Eisenoxyd/Hydroxyd?
« Antwort #1 am: 02 Jun 15, 14:06 »
Welche Strichfarbe?

Offline Sebastian

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Re: Eisenoxyd/Hydroxyd?
« Antwort #2 am: 02 Jun 15, 14:06 »

Es könnten auch mn-hydr(Oxide) sein. Zu klären über die Strichfarbe.
Gruß Sebastian

Offline uwe

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Re: Eisenoxyd/Hydroxyd?
« Antwort #3 am: 02 Jun 15, 18:40 »
Die Strichfarbe ist natürlich braun. Ich hatte ja geschrieben, das dünne Splitter rot durchscheinend sind. Es ist schon Eisen im Spiel.

Mich interessiert nur, welche Eisenhydroxydverbindung so auftreten kann und ob das auch bei Goethit vorkommt. Ich habe natürlich auch schon Eisensinter in alten Gängen gesehen, aber der war sehr weich und nicht so glasartig.

Gruß
Uwe

Offline felsenmammut

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Re: Eisenoxyd/Hydroxyd?
« Antwort #4 am: 02 Jun 15, 18:58 »
Glück Auf!

Lässt sich die Härte des glänzenden Materials bestimmen? Löst sich das Material in Salzsäure auf oder bleibt es einfach so wie es ist?

Ich werfe einfach mal Kupferpecherz/Tenorit, ggf als Pseudomorphose nach einem nierig-traubigem Mineral in die Runde.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline smoeller

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Re: Eisenoxyd/Hydroxyd?
« Antwort #5 am: 02 Jun 15, 19:30 »
Hallo,

Dürfte amorphes Brauneisen, sog. Siderogel, sein. Ist als Mineralname nicht anerkannt, beschreibt solche Bildungen aber am Besten. Das gleiche mit Mn heisst Manganogel. Eine Abgrenzung gegen Goethit/Akaganeit/Lepidokrokit ist nur röntgenographisch möglich.

Mit (Kupfer-)Pecherz o.ä. wäre ich eher vorsichtig, da ist keine wirkliche Information mit verbunden. Kann durchaus Tenorit-haltig sein, ist es aber meist nicht. Kann Siderogel oder schlecht kristalliner Goethit sein.

Bis zum Vorliegen einer Analyse kann man das Ganze mit Limonit benennen.

Glück Auf!
Sebastian

Offline uwe

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Re: Eisenoxyd/Hydroxyd?
« Antwort #6 am: 02 Jun 15, 22:27 »
Schlecht kristallierter Goethit ist sicherlich mit dabei. Mir ging es um den glasartigen Teil. Siderogel hatte ich auch schon gedacht, ich nahm aber an der sei weicher. Bei mir hat die fragliche Substanz eine Härte etwas über 5. Wenn mir noch jemand bestätigt, daß Siderogel diese Härte erreichen kann, bin ich mir sicher.

Kupferpecherz schließe ich auf Grund der Paragenese vor Ort aus.

Gruß
Uwe

 

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