Hallo zusammen,
eine interessante Diskussion. An dieser Stelle möchte ich zwei Dinge hinzufügen:
1. Zu versuchen, Glauben und Wissenschaft miteinander zu vereinen, kann prinzipiell nicht ohne weiteres klappen. Das eine (Glaube) kann auch ohne das andere (Wissen) funktionieren und umgekehrt. Deshalb kann ich, der ich von der "Wissensfraktion" komme, mir noch lange nicht anmaßen die Glaubensseite zu verurteilen. Das nehme ich aber auch umgekehrt für mich in Anspruch, wenn jemand meine Sicht beurteilen möchte. Man kann Dinge so oder so sehen, und wenn der Glaube der Weg ist, den man sich für´s Leben gewählt hat, warum nicht?
2. Aus Punkt 1 ergibt sich, dass eine Lehre, die den Glauben vermittelt, ohne weiteres für mich akzeptabel ist. Gleichzeitig ist eine Lehre, die den Glauben vermittelt, und sich Wissenschaft nennt, in gewisser Weise ein Widerspruch in sich und ist der falsche Ansatz, die eigene Seite begreiflich zu machen. Aus diesem Grund hören die Diskussionen mit Anhängern des Creationismus auch oft da auf, wo es um stichhaltige Argumente und Beweise oder Indizien geht. Zumindest die Indizien, die nach den Methoden moderner Forschung/Wissenschaft erforderlich wären, liefert da nur eine echte Wissenschaft wie die Erdgeschichte.
Auf alle Fälle tut der Blick über den Tellerrand sicher beiden Seiten gut, vor allem, wenn es um fanatische Anhänger geht. Diesen geht es meist nicht darum, die andere Seite zu beurteilen, sondern zu verurteilen.
Michael