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Autor Thema: Geologie vs. Schöpfung?  (Gelesen 8891 mal)

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Offline Saccharomyces

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Geologie vs. Schöpfung?
« am: 31 Mar 05, 20:01 »
Hallo alle zusammen

Hab durch zufall ne Seite gefunden die sich u.a mit Fossilien und Schöpfungsgeschichte ausseinander setzt. Fand ich recht interessant, weil diese Ansichten doch ganz anders sind als die Geologie sie beschreibt. Wer will kanns sich mal anschauen. Ich für meinen Teil muss sagen das ich durch deren Argumentation nicht ganz durchgestiegen bin  :).

http://www.lebendigevorwelt.de/

Grüße Myces

 

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #1 am: 31 Mar 05, 21:20 »
Hochgradig religiöser Bullshit, diese website.
Daß die sich auch noch "Scientific charity" nennen dürfen, schlägt dem Faß den Boden aus.

Uwe Kolitsch

Offline Saccharomyces

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #2 am: 31 Mar 05, 21:47 »
Naja nicht alles was religiös ist ist bullshit.....ich verstehe nur nicht das solche Kritiker offensichtliche Dinge wie das die Erde älter ist als 6000 Jahre und die Entstehung von Fossilien unbedingt versuchen muss zu wiederlegen oder auf die Bibel zu beziehen. Ich für meinen Teil denke man kann Wissenschaftler sein und und an Gott und die Bibel glauben und ebenso bin ich der Meinung das man kein "Ketzer" ist wenn man als Wissenschaftler die Enstehung des Lebens nicht exakt so sieht wie sie in der Bibel beschrieben ist. Man muss keinen Spagat zwischen Glaube und Wissenschaft machen. Viele Geschichten der Bibel müssen oder sollen vielleicht gar nicht wörtlich genommen werden, sondern sind vielmehr Interpretationssache. Und wenn die moderne Wissenschaft aufklärt das die Erde schon Millarden jahre alt ist, sollte sich ein moderner Christ nicht gleich angegriffen fühlen, weil solche Erkenntnisse den Grundgedanken des Christientums wie z.B Nächstenliebe und Frieden nicht im entferntesten berühren.

So...genug philosophiert...Amen  ;D ;D ;D

Offline berthold

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #3 am: 31 Mar 05, 22:56 »
Hallo,

ich kann Uwe nur zustimmen. Wissenschaft (wie der Name schon sagt) dreht sich um Wissen. Und Glauben bleibt Glauben, weil nichts beweisbar ist.  Genaugenommen könnte man sagen Wissenschaft ist das Gegenteil von Glauben.  Wenn jemand mit seinem Glauben gegen das/die Wissen(schaft) anstinken möchte so ist das ebenso lächerlich, wie wenn wenn einer glaubt, mit einem Kinder-Dreirad in der Formel eins eine Chance zu haben. Dabei räume ich den Glauben aber schon einen wichtigen Stellenwert bei, jedoch nur auf dem Sektor, wo nichts bewiesen ist.

Nur ein Zitat:

Zitat
Christen haben Grund, über die Torheit der Evolutionstheorie zu lachen, weil sie davon erlöst worden sind.

Narren lachen auch über Dinge, die sie nicht verstehen.

Gruß

Berthold

Offline mkannenberg

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #4 am: 31 Mar 05, 23:09 »
leider kann man religiöse fanatiker nicht durch wissenschaftliche erkenntnisse aufklären. für viele ist es halt nicht vorstellbar, dass tiere vor einigen hundert millionen jahren gelebt haben oder dass vor etwa 30 millionen jahren die nordsee bis ins mainzer becken reichte.

leider fielen geschichten über radioaktivität, plattentektonik oder unser sonnensystem. wäre auch interessant, inwieweit die bibel darüber auskunft geben könnte.

für mich ist die bibel ein geschichtsbuch von menschen vor über 2000 jahren, die versuchten, ihre welt erklärbar zu machen. leider fallen heute immer noch viele drauf rein.


marco

Offline osito

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #5 am: 31 Mar 05, 23:11 »
Hi Leute

Glauben ist schön und Gut, aber mit Wissenschaft hat das wohl nicht viel zu tun. Aber ob ihr es glaubt oder nicht, in den USA gibt es tatsächlich Universitäten, welche die sogenannte Creation Science anbieten und die Geologie gestrichen haben.
Bei dieser angeblichen Wissenschaft geht es eben darum, dass die Erde von Gott erschaffen wurde und deshalb nur einige tausend Jahre alt ist. So etwas wie Evolution ist schon fast ein Schimpfwort für diese Ignoranten.
Übrigens gibt es dutzende Seiten wie die oben genannte.
Das ist zum Haare raufen  :( :( :(

Offline Erik

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #6 am: 01 Apr 05, 08:52 »
Hi,

ich habe versucht (!) mir da einiges durchzulesen, aber ehrlich gesagt kam mir da schon nach wenigen Sätzen der Kaffee wieder hoch. Was für absurde Theorien und eine Sturheit die kaum zu überbieten ist :(
Das Schlimmste ist, daß dieser Dr. Joachim Scheven, von dem die meisten Artikel wohl stammen, auch noch Biologielehrer ist

Zitat
doch dieses hier ist das Publikum, für welches wir da sind: Verlorene, Verirrte, Belogene, Verführte

..fragt sich wer hier verloren, verirrt, belogen und verführt ist

Gruß, Erik

« Letzte Änderung: 01 Apr 05, 09:40 von Erik »

Offline berthold

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #7 am: 01 Apr 05, 08:56 »
Hallo,

Zitat
Aber ob ihr es glaubt oder nicht, in den USA gibt es tatsächlich Universitäten, welche die sogenannte Creation Science anbieten und die Geologie gestrichen haben.

wirklich schlimm. Aber die Lehre ist eben frei. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf aufmerksam machen, dass auch in Deutschland im Bereich der Geowissenschaften und Physik abstruseste Theorien verbreitet werden. Beispiel Prof. Dr. Jacob, TU Berlin, ein Verfechter der Erdexpansions-Theorie (nix Kontinentaldrift):

Zitat
Die meisten Geowissenschaftler müssen die Vorgaben der Teilchenphysik blind respektieren. Was bleibt ihnen übrig. Wenn diese aber falsch sind oder mangelhaft bleiben, wie soll dann die Entstehung und Entwicklung der Erde richtig gedeutet werden können? - Dann wird eine weltweit sichtbare Expansion der Erde einfach nicht wahrgenommen, weil eben "nicht sein kann, was nicht sein darf". Erdbeben und Vulkanismus bleiben dann unverstandene Naturgewalten.

Schützenhilfe leistet z.B. Professor Konstantin Meyl (FH Furtwangen), der mit seinen skurilen Skalarwellen- und Neutrino-Theorien: "Erdwachstum durch Neutrino Absorption". Da hilft es auch nichts, wenn sich selbst der Dekan und andere Forscher vom gleichen Fachbereich distanzieren, dann zitiert man sich halt gegenseitig.

Auch das hat nichts mit Wissenschaft zu tun.  :'(

Gruß

Berthold

Offline Saccharomyces

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #8 am: 01 Apr 05, 09:39 »
José Ortega y Gasset, ein spanischer Philisoph, hat einmal gesagt "Der Mann der Wissenschaft muß ständig bemüht sein, an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln." Ich denke das trifft das Ganze ziemlich gut. Wenn ich selber eine neue Theorie aufstelle versusche ich sie natürlich, sofern genug Beweise dafür habe, sie zu halten. Wenn sich aber in Diskussionen ergibt das diese Theorie nicht haltbar ist, so muss ich von meiner Theorie Abstand nehmen.
Das was ich da alles gelesen habe ist hochgeradig spekulativ und wird nicht gerade von messbaren Fakten untermauert. Sowas grenzt meiner Meinung anch schon an Fanatismus, frei nach dem Motto : die moderne Wisenschaft muss dem Glauben angepasst werde. Führt meiner Meinung nach zu nichts.

Gruß BJ

Offline wolfilain

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #9 am: 01 Apr 05, 16:44 »
Schützenhilfe leistet z.B. Professor Konstantin Meyl (FH Furtwangen), der mit seinen skurilen Skalarwellen- und Neutrino-Theorien: "Erdwachstum durch Neutrino Absorption". Da hilft es auch nichts, wenn sich selbst der Dekan und andere Forscher vom gleichen Fachbereich distanzieren, dann zitiert man sich halt gegenseitig.

Auch das hat nichts mit Wissenschaft zu tun.

Doch irgendwie schon.
Neue ideen und theorien zu erstellen und sind sie auch auf den ersten blick noch so verrückt bringt die wissenschaft im ganzen schon voran.
Ich mags eigentlich nicht an deuten aber sags denoch   früher war die erde auch eine scheibe.

Nicht das ich jetz gut heise was auf der seite steht.
ich bezog mich nur auf das was berthold sagte.
 


Offline Schatten

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #10 am: 02 Apr 05, 17:32 »
Hallo Leute,

ich bin ein wenig entsetzt, dass dieser Blödsin nun auch deutsch zu lesen is.
Vor ein oder zwei Jahren kam mal darüber ein Bericht im TV...über die radikalen amerikanischen pseudowissenschaftlichen Christen  >:(  erschreckend....  wenn sowas Einzug hält...wann sitzen wir wieder mit Keulen bewaffnet im Baum...uuups...is ja nie passiert...ja ja.

Mal im Ernst....Glauben is nich so meine Stärke(ich nix christlich)...soll jeder machen wie er will....aber das da...das is dochn Witz  :o wer sowas Ernst meint oder dran glaubt und verteidigt  gehört in die "Hab-mich-lieb-Jacke" ...
Da wird die Wissenschaft verhönt und ich wußte nich, das die Bibel in dem Maße umgeschrieben werden soll  ;D


der Schatten

Offline Saccharomyces

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #11 am: 02 Apr 05, 17:38 »
Wie gesagt manche Fanatiker nehmen die Bibel einfach zu wörtlich  ;D ;D ;D ;D

Offline osito

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #12 am: 03 Apr 05, 00:05 »
Leider gibt es sehr viele, die solche Ideen ernst nehmen.
Ich hatte vor 2 Jahren mal ein langes Gespräch mit Mormonen aus den USA über die Erdgeschichte. Die glauben sehr fest an die Creation Science.
Nach etwa 4 Stunden wollten sie mich nicht mehr sehen aber sie versprachen mir, dass sie für mich beten werden, obwohl es nicht einfach sein werde meine Seele mit meinen kezerischen Ideen zu retten.  ;D :D

Offline McSchuerf

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #13 am: 03 Apr 05, 21:43 »
..und dann gibt es da noch die Neptunisten und Plutonisten.. ;)..wieder eine andere Geschichte.. :-\

Offline Zuercherella

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Re: Geologie vs. Schöpfung?
« Antwort #14 am: 06 Apr 05, 15:50 »
Hallo zusammen,

eine interessante Diskussion. An dieser Stelle möchte ich zwei Dinge hinzufügen:
1. Zu versuchen, Glauben und Wissenschaft miteinander zu vereinen, kann prinzipiell nicht ohne weiteres klappen. Das eine (Glaube) kann auch ohne das andere (Wissen) funktionieren und umgekehrt. Deshalb kann ich, der ich von der "Wissensfraktion" komme, mir noch lange nicht anmaßen die Glaubensseite zu verurteilen. Das nehme ich aber auch umgekehrt für mich in Anspruch, wenn jemand meine Sicht beurteilen möchte. Man kann Dinge so oder so sehen, und wenn der Glaube der Weg ist, den man sich für´s Leben gewählt hat, warum nicht?
2. Aus Punkt 1 ergibt sich, dass eine Lehre, die den Glauben vermittelt, ohne weiteres für mich akzeptabel ist. Gleichzeitig ist eine Lehre, die den Glauben vermittelt, und sich Wissenschaft nennt, in gewisser Weise ein Widerspruch in sich und ist der falsche Ansatz, die eigene Seite begreiflich zu machen. Aus diesem Grund hören die Diskussionen mit Anhängern des Creationismus auch oft da auf, wo es um stichhaltige Argumente und Beweise oder Indizien geht. Zumindest die Indizien, die nach den Methoden moderner Forschung/Wissenschaft erforderlich wären, liefert da nur eine echte Wissenschaft wie die Erdgeschichte.

Auf alle Fälle tut der Blick über den Tellerrand sicher beiden Seiten gut, vor allem, wenn es um fanatische Anhänger geht. Diesen geht es meist nicht darum, die andere Seite zu beurteilen, sondern zu verurteilen.

Michael

 

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