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Blutgefäße aus einem 70 Millionen Jahre alten Dinosaurier

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Saccharomyces:
Ja das mit dem Mammut hab ich auch schonmal gelesen. Das waren ja auch ganz andere Bedingungen. Das war ja eingefrohren und auch keine Mio jahre alt.  Aber mit dem Klonen werden die wenig erfolg haben. Selbst wenn sie das komplette Genom eines Mammut haben können sie, mal agesehen von dem Problem der Austragung, kein Mammut erzeugen so wie es ursprünglich mal war. Das hat man ja an Dolly gesehen. Das Schaf hat nicht sehr lange gelebt weil die DNA schon "alt" war, sprich die DNA Enden verkürzt, was an sich ein natürlicher Vorgang ist. Wenn man nun DNA eines Erwachsenen Mammuts nimmt um ein neues zu Klonen steht man vor den selben Problemen.
Ich halte diesen diesen ganzen Klonkram sowieso für total überflüßig. Was bringts uns wenn wir wieder nen Mammut haben oder wenn wir Schafe klonen? Manche Wissenschaftler haben anscheinend zuviel Zeit  :P

BJ

der Sauerländer:
Hi

Einfach abhaken, die Information :-X

Bis vor wenigen Wochen hat ein reicher Aussie versucht, mit allen Mitteln den Tasmanischen Tiger (Tasmanian Wolf) wieder hinzuklonen.
Und obwohl der DNA-Lieferant erst 60 Jahre tot ist und in Allohol (hicks...) eingelegt war, haben die Spezialisten aufgegeben.

Vielleicht sollte ich an einigen Tagen weniger trinken, dann klappt das wenigsten in 160 Jahren mit meiner DNA :D ;D ;D ;D ::)

hicks...

mkannenberg:
wieso abhaken?

woran ist es denn beim tasmanischen teufel gescheitert? hat der alkohol die dna zerstört?
und dolly hat glaub ich auch einige jahre gelebt und heute kannste sogar deine katze für 50000 USD klonen.

marco

Saccharomyces:
Also mit dem Alkohol ist das so ne Sache. Da DNA in Alkohol unlöslich ist fällt sie aus. Und Strahlung und Hitze erledigen den Rest. Im lebenden Organismus wird die DNA ebefalls täglich angegriffen, aber durch die körpereigenen Reparaturenzyme wieder gleich geflickt. Man muss halt Glück haben, dass man intakte DNA findet. Und die zu erkennen ist auch nicht leicht, weil optisch sieht man nicht unbedingt kleine aber durchaus gravierende Schäden. Das merkt man dann erst wenn bei Klonexperimenten kein Embryo wächst oder dieser aufgrund von Mutationen nach einigen Tagen abstirbt.
Zu Dolly sei gesagt das das Schaf nur halb so alt wurde wie es eigentlich hätte werden können. Man hat frühzeitig festgestellt, dass Dollys Zellen schon in ihrem 2. Lebensjahr so alt aussahen wie die eines weitaus älteren schafes. Ich weiß nicht in wiefern diese Tatsache auch noch die Fruchtbarkeit beeinträchtigt, sprich ob sich Dolly hätte vermehren können. Ich tippe ehr darauf das sie steril war. Das ganze Klonerei in diese Richtung ist für mich ein Weg in eine Sackgasse. Wer will denn schon das irgendwann mal ne Kopie von einem selbst rumläuft  ;D

Godot:
Hallo,

zunächst: Die Sache mit dem Thylacinen, also dem Beutelwolf ist nicht am Alter gescheitert, sondern daran, daß der Embryo, dem sie die DNA entnommen haben, vermutlich doch mit Formalin behandelt wurde oder irgendwann einmal in fomalinkontaminiertem Alkohol gelegen hat.

Ich selbst habe schon DNA aus wesentlich älteren Belegexemplaren aus Museen extrahieren und zumindest abschnittsweise sequenzieren können. Hier lag das Alter bis etwa 100 Jahre, aus einem 190 Jahre alten Tier haben wir immerhin noch Basensequenzen von bis zu 34 Basen heraus bekommen.
Das führt zwar nicht dazu, daß man so ein Tier klonen kann, auch nicht dazu, daß man etwas über spezifische Physiologie aussagen kann. Aber es führt dazu, daß man anhand einer bestimmten Sequenz möglicherweise verwandtschaftliche Beziehungen erkennen und zumindest graduell einordnen kann.

Generell ist so etwas für eventuelle Dino DNA wesentlich wahrscheinlicher als das Klonen eines ganzen Organismus.

Zum Alter von Klontieren:
Durch die Enden der Chromosomen, die "Telomere" ist das Alter einer Zelle bestimmt. Embryonale Zellen haben sehr lange Telomere, bei jeder Zellteilung verkürzen sie sich durch methodische Fehler der DNA-Verdoppelungsenzyme um ein kleines Stückchen. Dieses Verkürzen bzw. die Länge der Telomere bestimmt das genetische Alter einer Zelle und offensichtlich auch das des Organismusses.
Wenn ich nun eine Zelle von einem 5 Jahre alten Tier nehme und daraus nach der "Dolly-Methode" einen Embryo herstelle, diesen "ausbrüte" und daraus ein Tier heranwachsen lasse, bekomme ich folgendes:
- ein heranwachsendes Jungtier, das aus Zellen eines erwachsenen Tieres besteht
- später ein erwachsenes Tier, dessen organismisches Alter (also die Zahl der Lebensjahre) mit dem zellulären Alter nicht übereinstimmt und das schneller alt wird.
- letztendlich wird ein Klon eines Tieres theoretisch genau so alt wie das Spendertier, wenn man unterschiedliche Umwelteinflüsse und letztendlich auch den Faktor Zufall außer Acht lässt.

schöne Grüße

Tobias

der der Dinge harrt, die da veröffentlicht werden mögen

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