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Wie heißt mein Stein? / Kalkstein
Luc:
Hallo,
mein Name ist Luc, bin 7 Jahre alt und war mit meinen Eltern im Sommer
im Allgäu bei Oberstdorf im Urlaub. Dort habe ich in einem Fluß einen
besonderen Stein gefunden. Vorgestern war ich mit meinem Papa in Fellbach
bei der Mineralienbörse. Aussteller haben mir gesagt, dass ich meinen
Stein über dieses Forum bewerten lassen kann. Können Sie mir sagen, was das für
ein Stein ist und warum der so komische Furchen hat? Wie kamen die in
den Stein rein?
Vielen Dank für eure Hilfe!!!
Viele Grüße aus Schorndorf
Luc Wittenberger
PS: Mein Papa hat mir beim Schreiben etwas geholfen....
Bode:
Hallo Luc,
das Foto ist etwas unscharf, die kleinen Bruchkanten deuten auf Flint hin. Mach doch mal eine Härteprobe, versuche den Stein mit einen Glasscherben zu ritzen, danach versuche mit einer scharfen Kante des Steines das Glas zuritzen, sollte das gehen ist es Flint oder Silex.
Melde dich mit dem Ergebnis.
Grüße
Georg Bode
Luc:
Hallo Herr Bode,
ich habs heute versucht und konnte mit einer Scherbe den Stein zerkratzen. Andersum gings auch etwas. Dann ist es wohl Flint oder Silex. Stimmt das, dass dies Feuersteine sind? Und wie kamen die Furchen in den Stein?
Grüße,
Luc
Bode:
Hallo Luc,
ja, Feuerstein ist auch richtig, die anderen sind französische und englische Bezeichnungen. Das mit den Furchen kann ich dir nicht erklären, vielleicht kommt noch eine Antwort eines Geologen, über die Entstehung sieh doch mal hier nach.
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=Silex
Grüße
Georg Bode
felsenmammut:
Glück Auf!
Wenn eine Glasscherbe den Stein ritz, ist der Stein wohl eher weicher als die Glasscherbe. Feuerstein dürfte dann aber nicht in Betracht kommen. Man könnte dann in Richtung Karbonatgestein (Kalkstein, Dolomitstein) spekulieren. Ein Karbonattest, üblicherweise mit Salzsäure, aber ersatzweise auch mit Essigsäure machbar, könnte hierüber Aufschluss geben.
Die Essigsäure gibt bloß keine aufschäumende Reaktion wie die Salzsäure, eine allmähliche Reaktion wie die Gasperlenbildung in einer Medium-Mineralwasser sollte aber schon beobachtbar sein. Den Stein aber vorher eine Zeit lang in Wasser legen, damit sich erst die Poren mit Wasser füllen und man nicht fälschlicherweise das entweichende Gas aus den Poren als entstehendes Gas aus der chemischen Reaktion interpretiert. Nach dem Säuretest den Stein eine zeitlang in Wasser legen zum neutralisieren. Man kann den Test auch nur mit einem Splitter von dem Stein machen.
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