Hallo,
da ich einige Erzstufen aus Schlema/Schneeberg bekommen habe und ich mich gerade mit der Reinigung und Präparation beschäftige, habe ich mal im Duthaler nachgelesen und folgendes zur Präparation von Erzstufen gefunden:
"Auf ähnliche Weise und durch geschickte Wahl der Reaktionsbedingungen lassen sich auch die weniger beständigen Mineralphasen einer Kobalt-Nickel-Arsen Paragenese selektiv oxidieren und damit auflösen. Die Oxidationsempfindlichkeit nimmt dabei mit dem Arsengehalt zu und ist sekundär auch vom Kobalt-, Nickel, Eisen- und Schwefelgehalt abhängig. Demzufolge ist Nickelin (NiAs) stabiler als Safflorit (CoAs2), Rammelsbergit (NiAs2) und Löllingit (FeAs2). Am leichtesten werden Skutterudit (CoAs3) und Chloanthit (NiAs3) oxidiert. In diesem Fall wird elektrolytisch oxidiert. Die Stufe wird als Anode (+) geschaltet und der neutralen Lösung, die leitfähig sein muß (Elektrolyt) werden Komplexbildner und Inhibitoren zugesetzt. So können Nickelin-Stufen von Pöhla (Sächsisches Erzgebirge) bei einer Stromdichte von 0.5 A/dm2 selektiv von Skutterudit, Chloanthit und Rammelsbergit befreit werden. Zuvor muß eine ZnS-Phase (Zinkblende/Wurtzit) in konzentrierter Salzsäure aufgelöst werden, ein risikoreiches Unterfangen, bei dem Arsenwasserstoff (?!) entweichen könnte. Auf analoge Weise konnten auch Wismutkristalle von Pöhla/Sachsen freigelegt werden (KOLESAR 1996a)."
(Mineralien reinigen, präparieren und aufbewahren; Rudolf Duthaler/ Stefan Weiß; Christian Weise Verlag; München; 2008)
Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit dieser mir bisher unbekannten und interessanten Methodik? Was sollte man beachten?
Gruß
Philipp