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Bildausschnitt bei Mikrofotos?

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etalon:
Hallo Sebastian,

also das must Du mir jetzt aber mal erklären:


--- Zitat ---Und ja sie sind auf 160mm korrigiert, die Auflösung nimmt aber mit sinkender Vergrößerung zu.
--- Ende Zitat ---

Wie kommst Du zu der Erkenntnis?



--- Zitat ---Aber für die selben Vergrößerungen brauchst du mehrere objektive im genannten Preisspektrum die du auch mit einem objektiv abdecken kannst.
--- Ende Zitat ---

Richtig, aber mit oben genannten Abstrichen in der Bildqualität. Ganz grundsätzlich gilt: Sobald eine Optik außerhalb ihrer Specs betrieben wird, und das ist alles, was bei der Optikrechnung nicht berücksichtigt oder in Kauf genommen wurde, selbige nicht mehr ihre volle Leistungsfähigkeit hat. Das mag bei dem einen oder anderen Design langsamer sichtbar werden als bei anderen, aber es ist grundsätzlich immer so! (Vorausgesetzt man arbeitet mit einer Kamera, welche auch das maximale Leistungsvermögen der Optik auflösen kann. Das können aber heute die aller meisten...)

Ich persönlich bin zu derartigen Abstrichen nicht bereit. Es entstehen durch den Anwender (also mich) genügend Qualitätseinbußen, dass ich mir nicht auch noch mit der Optik welche einhandeln möchte. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit ;)


--- Zitat ---welche Belichtungszeiten sind zu empfehlen das zu unterdrücken?
--- Ende Zitat ---

Das ist schwer zu sagen. Die Frage ist doch eher: Wie kurz kannst Du belichten, um mit Deiner gegebene Beleuchtung nicht im Photonenrauschen zu ertrinken? Das heißt, wie kurz kannst du bei niedrigster ISO belichten und Dein Histogramm immer noch gut füllen, so dass es sich über einen sinnvollen Bereich erstreckt? Wenn Du das weist, dann kannst Du Dir Gedanken machen, wie Du die Schwingungen für diese kürzeste Belichtungszeit in den Griff bekommst...

Ich hatte das selbe Problem, und bin deswegen nach einigen Experimenten von der DSLR weg zu einer Kamera ohne mechanischen Verschluss gekommen und alles ist gut... ;)

Grüße Markus

Sebastian:
Ich bezihebmich auf folgende Quelle:
http://coinimaging.com/lens_tests_new.html?
Ich hoffe der Link funktioniert, aber da ist klar aufgetragen das die Auflösung bei geringeren Vergrößerungen höher ist als bei hohen. Oder ich hab einfach was nicht verstanden was auch sein kann.
Gruß Sebastian

carsten slotta:
Hallo Markus,

dank dir für den Tipp mit den Dämpfern! Bin schon im Netz drüber gestolpert, aber gut zu wissen, dass du sie benutzt. Bringt das auch tatsächlich was, oder ist das mehr was für's Gewissen?

GA
Carsten

geni:
Hallo Carsten,

frag doch mal den Rainer Ernst. Ich glaube der hat auch so was.

Liebe Grüße

Gerhard Niceus (geni 8))

etalon:
Hallo Sebastian,

ich habe mal kurz über Deinen Link geschaut, aber nur das 63mm Luminar gefunden. Grundsätzlich sind mir solche völlig undurchsichtigen Tests suspekt. Er beschreibt in keinster Weise den Testaufbau, Testablauf, verwendete Geräte, etc. Was mich noch mehr stutzig macht, sind Formulierungen wie: "This shows where this lens fits into the hierarchy that I have created."
Das hat nichts mit wissenschaftlicher Herangehensweise zu tun und lässt die Bewertung der Testergebnisse nicht zu.

Grundsätzlich wird das Auflösungsvermögen einer Vergrößerungsoptik durch ihre NA bestimmt, das ist der Sinus des objektseitigen, halben Öffnungswinkels. Das heißt dass bei gegebener Apertur die NA durch den Arbeitsabstand bestimmt wird (mal unterschiedliche Brechungsindizes der optischen Medien, Totalreflexion bei großen Winkeln und Beschichtungen an den optischen Flächen nicht berücksichtigt). Sie ist dann maximal, wenn das Objekt in der Brennweite des Linsensystems liegt, denn dann ist das austretende Strahlbündel parallel. Da bei endlich korrigierten Objektiven wie den Luminaren aber ein Bild im Unendlichen zu nichts führt, wurde der bildseitige Arbeitsabstand der Optik auf 160mm gerechnet. Daraus ergibt sich eine Brennweite x des Linsensystems, welche ungefähr dem Arbeitsabstand objektseitig entspricht. Vergrößerst Du jetzt den Abstand bildseitig (also >160mm), verringert sich gemäß geometrischer Optik der Arbeitsabstand objektseitig. Da die Apertur aber gleich bleibt, erhöht sich die NA und damit das Auflösungsvermögen. ABER: Die Korrektur der Abberationen ist auf 160mm Auszugslänge gerechnet. Weicht man davon ab, schlagen unter Umständen die Abberationen schneller zu, als die Auflösung durch die steigende NA anwächst (optikdesignabhängig). Das bedingt dann, dass die Auflösung zu höheren Vergrößerungen schlechter wird...

Grundsätzlich gilt das also nicht!

Gruß Markus

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