Das sieht ja schon recht ordentlich aus, zumindest in der Bildmitte.
Was mir aber bis jetzt extrem aufgefallen ist, dass bei jedem Bild eine andere Software die besten Ergebnisse beim Stacken bringt, je nach Motiv. Oftmals muss man das Beste aus drei oder vier verschiedenen Softwarestacks zusammenführen, um ein vernünftiges Ergebnis zu erhalten. Das ist ganz schön aufwändig, jedes Bild mehrfach stacken zu lassen. Macht das außer mir noch jemand, oder mache ich da was falsch? Vielleicht werde ich dazu noch mal einen eigenen Thread aufmachen...
Mache ich generell so. Ich arbeite mit ZereneStacker und lasse immer beide Stacking Algorithmen durchlaufen (Align and Stack Both). DMap (Depth Map) hat den Vorteil, das Rauschen und Kontrast nicht über Gebühr verstärkt werden und Spitzlichter nicht ausblühen, allerdings erzeugt DMap entlang von durchgeschärften, überlappenden Strukturen Halos und lässt (je nach gewähltem Schwellenwert) oft feine Strukturen verschwimmen. Das passiert bei PMax (Pyramid Algorithmus) nicht, dafür hast du das Probem mit den Spitzlichtern und verstärktem Rauschen, letzteres nimmt mit Anzahl der Einzelbilder zu. Was noch passieren kann ist, dass bläuliche und grünliche Farben etwas verblassen.
Ich lade dann immer beide Bilder als eigene Ebenen in Photohop und hole mir mittels Ebenenmaske die brauchbaren Bildteile in das andere hinein. Verblasste Farben gleiche ich mittels Dynamikregler (engl. Version "Vibrance") wieder an - nur ja nicht mit der Sättigung herumspielen!
Was den Unterschied zw. Helicon und Zerene anlangt (habe Lizenzen für beide): Zerene braucht für einen Stack etwas dreimal so lange wie Helicon. Das liegt am genaueren Alignment was mehr Rechenzeit in Anspruch nimmt. Zerene ist ausserdem sehr speicherhungrig. Wenn du den nicht limitierst nimmt er sich an Ressourcen was er kriegen kann und wenn du einen nicht allzu starken PC hast (so wie ich im Büro) brauchst du während des Stackingvorganges ein anderes Programm gar nicht öffnen (ausser du hast gute Nerven). Deshalb wird im Büro nur fotografiert und gestackt wird zu Hause. Ich habe mir extra für diesen Zweck eine Top Workstation zusammenbauen lassen (Xeon-Prozi und 32 GB RAM). Da kann ich stacken und gleichzeitig in PS die fertigen stacks schon bearbeiten ohne dass ich eine Geschwindigkeitseinbusse feststelle. Interessanterweise gab es keinen Performance-Unterschied ob ich 16-bit tiffs (zu je 70 MB) oder jpgs (zu je 4 MB) durchjagte. Würde ich so im Büro verfahren müsste ich sicherheitshalber einen Feuerlöscher neben dem PC hinstellen

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CombineZP habe ich nie verwendet, aber nachdem was ich bis jetzt so gesehen habe ist die software sehr gut, auch in Anbetracht der Tatsache, dass sie nichts kostet. Worauf man aber bei CZP verzichten muss ist die Retouche-Funktion, div. Feineinstellungen für Alignment und Stack und das Interface für den Stackshot-Controller. Ich weiss auch nicht ob 16-bit tiffs verarbeitet werden können.
Wie auch immer - ich habe den Eindruck du bist auf dem richtigen Weg. Die Technik-Seite durchschaut man recht schnell, das Aufwändigste ist und bleibt die Beleuchtung.
lg