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Autor Thema: Bildausschnitt bei Mikrofotos?  (Gelesen 194736 mal)

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Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #45 am: 22 Dec 15, 10:35 »
...und hier der Uranophan xx...

Gruß Markus

Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #46 am: 22 Dec 15, 16:36 »
Hallo zusammen,

eigene Recherchen haben mittlerweile ergeben, dass es sich bei den schwarzen Kugeln wohl um Goethit-Glaskopf handelt. Was die ockerfarbigen, glimmerartigen Kristalle betrifft bin ich noch nicht weiter gekommen, da hierfür mehrere Mineralien in Frage kommen könnten...

Soweit von mir,
Gruß Markus

Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #47 am: 23 Dec 15, 01:49 »
...and here we go...

Erythrin aus dem Erzgebirge, BB ca. 1,5mm.

Gruß Markus

Offline guefz

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #48 am: 23 Dec 15, 13:00 »
Sieht gut aus, ich hätte allerdings dem Stack noch ein paar Ebenen mehr spendiert, damit der untere Teil des Kristalls auch noch scharf wird. Der wirkt so ein wenig unvollständig.

Günter

Offline carsten slotta

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #49 am: 23 Dec 15, 16:38 »
Hallo Markus,

gratuliere zu deinen schönen Bildern, die sehen gestochen scharf aus! Bin gespannt, ob ich auch mal solche Ergebnisse zustande bringe irgendwann; ich knippse jedoch noch durch mein Mikroskop der Faulheit wegen... ;-)

Der Erythrin ist übrigens kein Erythrin, könnte ein Roselit sein.

Schöne Weihnachten!
Carsten

Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #50 am: 23 Dec 15, 21:42 »
Hallo Günter,

danke. Du hast recht, allerdings nicht mit der Richtung  ;) Da ist am Fuß des Kristalls noch ein kleiner Kristall, welcher in Richtung Kamera schaut. Ich hätte also höher beginnen müssen. Das ist mir allerdings erst aufgefallen, als ich schon wieder alles abgebaut hatte, da hatte ich keine Lust mehr, noch mal von vorne zu beginnen...

Gruß Markus

Offline guefz

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #51 am: 23 Dec 15, 21:44 »
Das ist mir allerdings erst aufgefallen, als ich schon wieder alles abgebaut hatte, da hatte ich keine Lust mehr, noch mal von vorne zu beginnen...

Das kenne ich irgendwo her  ;D

Günter

Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #52 am: 23 Dec 15, 21:54 »
Hallo Carsten,

besten Dank auch Dir. Ja, das Objektiv ist wirklich scharf, allerdings nur genau in der Bildmitte. Offaxis schlagen die Abbildungsfehler gnadenlos zu...

Hmm, also ich habe die Stufe als Erythrin gekauft. Der Kristall ist ein Ausschnitt aus der Stufe, welche du im Nachbarthread "Mineralienbilder" sehen kannst. Da selbige aus einem Nachlass stammt, kann ich dazu leider nichts genaueres sagen. Was die Mineralienbestimmung angeht, bin ich nicht wirklich der König ;D .

Was mir aber bis jetzt extrem aufgefallen ist, dass bei jedem Bild eine andere Software die besten Ergebnisse beim Stacken bringt, je nach Motiv. Oftmals muss man das Beste aus drei oder vier verschiedenen Softwarestacks zusammenführen, um ein vernünftiges Ergebnis zu erhalten. Das ist ganz schön aufwändig, jedes Bild mehrfach stacken zu lassen. Macht das außer mir noch jemand, oder mache ich da was falsch? Vielleicht werde ich dazu noch mal einen eigenen Thread aufmachen...

Einen habe ich noch:

Uranophan xx aus Menzenschwand / Schwarzwald
BB ca. 1,5mm

Die Uranophanbilder sind alles Ausschnitte aus der Stufe, welche im Ganzen im Nachbarthread "Mineralienbilder" zu sehen ist...

Grüße Markus

Offline guefz

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #53 am: 23 Dec 15, 22:12 »
Ich kenne jetzt nur CombineZP als Stacking-Software aus eigener Erfahrung. Dort hat man mehrere Stacking-Algorithmen als Makro zur Auswahl und ich verwende da auch je nach Motiv andere Makros. Bei eher großformatigen Bildern, wo man nicht so hart an der Grenze der Optik ist, liefert meist "Do Stack" das beste Ergebnis. Bei sehr kleinen Bildbreiten liefert "Do Weighted Average" bessere Ergebnisse. Man kann dort auch die Reihenfolge der Bilder im Stack umdrehen, das hilft manchmal auch, da die in allen Bildern des Stacks unscharfen Bereiche aus dem untersten Bild gefüllt werden. Durch das Drehen der Reihenfolge kommt hier das Bild am anderen Ende des Stacks zum Zuge, was manchmal günstiger ist. Da hilft letztlich nur probieren und das geht am besten mit einem schnellen Rechner wo man nicht so lange auf das Ergebnis warten muss.

Günter

Offline Harald Schillhammer

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #54 am: 24 Dec 15, 09:30 »
Das sieht ja schon recht ordentlich aus, zumindest in der Bildmitte.

Was mir aber bis jetzt extrem aufgefallen ist, dass bei jedem Bild eine andere Software die besten Ergebnisse beim Stacken bringt, je nach Motiv. Oftmals muss man das Beste aus drei oder vier verschiedenen Softwarestacks zusammenführen, um ein vernünftiges Ergebnis zu erhalten. Das ist ganz schön aufwändig, jedes Bild mehrfach stacken zu lassen. Macht das außer mir noch jemand, oder mache ich da was falsch? Vielleicht werde ich dazu noch mal einen eigenen Thread aufmachen...

Mache ich generell so. Ich arbeite mit ZereneStacker und lasse immer beide Stacking Algorithmen durchlaufen (Align and Stack Both). DMap (Depth Map) hat den Vorteil, das Rauschen und Kontrast nicht über Gebühr verstärkt werden und Spitzlichter nicht ausblühen, allerdings erzeugt DMap entlang von durchgeschärften, überlappenden Strukturen Halos und lässt (je nach gewähltem Schwellenwert) oft feine Strukturen verschwimmen. Das passiert bei PMax (Pyramid Algorithmus) nicht, dafür hast du das Probem mit den Spitzlichtern und verstärktem Rauschen, letzteres nimmt mit Anzahl der Einzelbilder zu. Was noch passieren kann ist, dass bläuliche und grünliche Farben etwas verblassen.
Ich lade dann immer beide Bilder als eigene Ebenen in Photohop und hole mir mittels Ebenenmaske die brauchbaren Bildteile in das andere hinein. Verblasste Farben gleiche ich mittels Dynamikregler (engl. Version "Vibrance") wieder an - nur ja nicht mit der Sättigung herumspielen!

Was den Unterschied zw. Helicon und Zerene anlangt (habe Lizenzen für beide): Zerene braucht für einen Stack etwas dreimal so lange wie Helicon. Das liegt am genaueren Alignment was mehr Rechenzeit in Anspruch nimmt. Zerene ist ausserdem sehr speicherhungrig. Wenn du den nicht limitierst nimmt er sich an Ressourcen was er kriegen kann und wenn du einen nicht allzu starken PC hast (so wie ich im Büro) brauchst du während des Stackingvorganges ein anderes Programm gar nicht öffnen (ausser du hast gute Nerven). Deshalb wird im Büro nur fotografiert und gestackt wird zu Hause. Ich habe mir extra für diesen Zweck eine Top Workstation zusammenbauen lassen (Xeon-Prozi und 32 GB RAM). Da kann ich stacken und gleichzeitig in PS die fertigen stacks schon bearbeiten ohne dass ich eine Geschwindigkeitseinbusse feststelle. Interessanterweise gab es keinen Performance-Unterschied ob ich 16-bit tiffs (zu je 70 MB) oder jpgs (zu je 4 MB) durchjagte. Würde ich so im Büro verfahren müsste ich sicherheitshalber einen Feuerlöscher neben dem PC hinstellen :).

CombineZP habe ich nie verwendet, aber nachdem was ich bis jetzt so gesehen habe ist die software sehr gut, auch in Anbetracht der Tatsache, dass sie nichts kostet. Worauf man aber bei CZP verzichten muss ist die Retouche-Funktion, div. Feineinstellungen für Alignment und Stack und das Interface für den Stackshot-Controller. Ich weiss auch nicht ob 16-bit tiffs verarbeitet werden können.

Wie auch immer - ich habe den Eindruck du bist auf dem richtigen Weg. Die Technik-Seite durchschaut man recht schnell, das Aufwändigste ist und bleibt die Beleuchtung.
lg

Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #55 am: 24 Dec 15, 12:56 »
Hallo Günter,

Combine ZP kenne ich jetzt überhaupt nicht. Ich habe mit PS CC2015 angefangen, aber das ist gar fürchterlich langsam. Mittlerweile habe ich Zerene Stacker und Helicon Focus. Zuerst dachte ich, ich würde mit Zerene auskommen, aber was das im Vergleich zu PS oder Helicon bei dem Erythrin abgeliefert hat, war schlichtweg gruselig. Dagegen wenn es nadelig wird, führt kein Weg an ZS vorbei...
Naja, man muss ja nicht jeden Tag 20 Bilder machen. Dazu fehlen mir auch noch ausreichend Objekte...

Viele Grüße,
Markus

Offline etalon

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #56 am: 24 Dec 15, 13:09 »
Hallo Harald,

Zitat
Das sieht ja schon recht ordentlich aus, zumindest in der Bildmitte.

Ja, ohne vernünftiges Objektiv ist das wie Fahren mit angezogener Handbremse. Diesen Misstand werde ich aber beim Scherbendealer meines Vertrauens baldmöglichst beheben...  ;D

Ich bin auch zu der Überzeugung gelangt, neben Zerene doch noch Helicon zu behalten. So wie du auch, habe ich in PS mittels Ebenentechnik die besten Teile zusammengeführt.

Die Farbsättigung kannst du ohne große Einbußen anheben, indem du eine Ebenenkopie machst, dort mittels "Farbton/Sättigung" die Sättigung anhebst, über die Ebene einen Gaußschen Weichzeichner mit 1px Radius laufen lässt, und die Ebenenverrechnung auf "Farbe" setzt. Dann kannst du mit dem Ebenendeckkraftregler Stufenlos die Sättigung einstellen (mit einer zusätzlichen Ebenmaske auch partiell).

Ich stacke grundsätzlich 16bit TIFFs (je 120MB bei Vollformat), da ich mir keine Einschränkungen für die Nachbearbeitung auferlegen möchte. Dann soll die Kiste lieber ein paar Minuten länger rechnen (ok, bei einem Stack mit 250 Ebenen auch ein paar viel mehr)...

Zitat
Wie auch immer - ich habe den Eindruck du bist auf dem richtigen Weg.

Das motiviert mich! Im Moment arbeite ich gerade an der Automatisierung des Stackens. Bei der händischen Kurbelei wird man ja bekloppt...

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein paar geruhsame Festtage und einen guten Rutsch nach 2016!

Grüße Markus



Offline Harald Schillhammer

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #57 am: 24 Dec 15, 21:23 »
Die Farbsättigung kannst du ohne große Einbußen anheben, indem du eine Ebenenkopie machst, dort mittels "Farbton/Sättigung" die Sättigung anhebst, über die Ebene einen Gaußschen Weichzeichner mit 1px Radius laufen lässt, und die Ebenenverrechnung auf "Farbe" setzt. Dann kannst du mit dem Ebenendeckkraftregler Stufenlos die Sättigung einstellen (mit einer zusätzlichen Ebenmaske auch partiell).

Wie gesagt, ich mach das lieber mit dem Dynamikregler (auch auf einer Einstellungsebene) - lässt sich viel subtiler regeln und übersättigt die restl. Farben nicht so schnell. Mit Sättigung zu arbeiten ist mir viel zu drastisch und die Farben geraten sehr schnell ins Übersteuern (egal welchen Überblendmodus man wählt). Schon mal probiert im LAB-Farbraum zu arbeiten? Da eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten, weil die Luminanz von der Farbinformation getrennt ist. Erfordert aber noch mehr Vorsicht in der Handhabung.

lg

Offline Embarak

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #58 am: 25 Dec 15, 00:41 »
Hi,

Ihr habt verschiedene Möglichkeiten aufgeführt, Farbkorrekturen in PS an 16bit Tif's durchzuführen.
Nur zur Ergänzung möchte ich das Skript "Edit Layers in ACR 1.1.8" erwähnen.
Bei richtiger Installation und angepassten Einstellungen kann man damit eine Ebene inkl. Maske in Camera Raw
öffnen, bearbeiten und als Smart-Objekt in den psd-file einbinden, also jederzeit weiter veränderbar.
Farben lassen sich getrennt nach Farbton, Sättigung und Luminanz sensitiver und vielfältiger bearbeiten als mit den PS-tools.
Schärfung und Beseitigung chromatischer Aberration geht dort auch besser.
Führt häufig sogar bei 8bit-jpg zu besseren Ergebnissen.
Habe das Skript in PS CS6 eingebaut. In PS CC ist der RAW-Konverter wohl schon als Filter eingebaut und lässt sich - wie alle Filter - zum Smart-Objekt konvertieren.

Frohe Feiertage  :)
Norbert

Offline Harald Schillhammer

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Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
« Antwort #59 am: 25 Dec 15, 11:11 »
Hört sich nett an, ist aber (zumindest für mich) überflüssig. In der Min-Fotografie führe ich äusserst selten Farbkorrekturen durch (CAs sind ohnehin kein Thema). Ich erziele alle richtigen Einstellungen bereits beim Fotografieren (über Capture Camera Control Pro) und speichere daher auch nicht 16-bit Tiffs sondern jpgs, manchmal 8-bit tiffs wenn ich vorher weiss, dass ich in PS eine batch-Verarbeitung durchführen muss (meist zum Entrauschen), denn bei jpgs muss ich jeden Speichervorgang bestätigen und das kann bei 100+ Einzelbildern ermüdend sein.

Meine PS-Arbeit beschränkt sich in erster Linie auf Staub entfernen (Sensor und Exemplar), Tonwertkorrektur, Retouche von überstrahlten Stellen, Nachschärfen und manchmal Freistellen.

 

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