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Autor Thema: Barytkristall "aus Marienberg"  (Gelesen 3753 mal)

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Offline raritätenjäger

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Barytkristall "aus Marienberg"
« am: 24 Nov 15, 11:52 »
Hallo,

aus einer alten Sammlung stammt dieser 5 cm hohe Baryt x mit klarer, "pöhlaesker" Kopfpartie. Der Rest des Kristall inklusive der kleinen "Seitenableger" sind stark angelöst und trübe. Angewachsen noch ein ebenfalls stark korrodierter Fluorit. Das Funddatum liegt sicher vor 1920, sehr wahrscheinlich irgendwann zwischen 1885 und 1910. Lässt sich das gute Stück eventuell einer bestimmten Grube zuordnen?

Gruß
Andreas

Offline cordes

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Re: Barytkristall "aus Marienberg"
« Antwort #1 am: 25 Nov 15, 22:04 »
Hallo Andreas,
Deine Beschreibung des Baryts mit "pöhlaesker" Kopfpartie ist wunderschön ausgedrückt und kommt, so glaube ich doch dem vermutlichen Fundort ziemlich nahe. Jedoch habe ich auch schöne honig gelbe Baryte mit prismatischem Habitus auch vom Revier Marienberg (Wolkenstein) schon gesehen. Auch in dem Buch "Mineralien aus dem Erzgebirge" ist ein honig gelber Baryt, jedoch in tafeliger Form, abgebildet.
Dieses doch sehr alte Stück dann noch einer bestimmten Grube zuzuordnen scheint nur mit Hilfe von Vergleichsobjekten möglich zu sein. Hast Du Dich schon mal an die UNI Freiberg gewandt?
Walter

Offline smoeller

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Re: Barytkristall "aus Marienberg"
« Antwort #2 am: 25 Nov 15, 23:21 »
Hallo,

Hatte mal hellgelbe Baryte ähnlicher Ausbildung auf der Halde des Schachtes 139 (Abrahamschacht) gefunden, das Stück hab ich leider nicht mehr, kann also keine Fotos machen (es sei denn, es steckt noch in einer Kiste hinten im Keller). Denke daher zuerst an Lauta, und zwar Abraham- oder Rudolfschacht, es kommt aber im Prinzip jede Grube im Revier in Betracht.

Glück Auf!
Sebastian

Offline Walpurgin

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Re: Barytkristall "aus Marienberg"
« Antwort #3 am: 26 Nov 15, 10:16 »
Auf dem Bild 2, was ist denn das Schwarze auf der Rückseite ?

Offline raritätenjäger

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Re: Barytkristall "aus Marienberg"
« Antwort #4 am: 26 Nov 15, 14:33 »
Hallo,

das ist Fluorit, ganz dunkel violett.

Freiberg wäre eine Option, kann ich mal probieren. Dass das gute Stück aus Pöhla ist, möchte ich ausschließen. Zumindest wären mir aus dem genannten Zeitraum keine dortigen Funde bekannt. Und das Alter ist verbürgt...

Gruß
Andreas
« Letzte Änderung: 26 Nov 15, 14:38 von raritätenjäger »

Offline smoeller

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Re: Barytkristall "aus Marienberg"
« Antwort #5 am: 26 Nov 15, 16:42 »
Hallo Andreas,

ich meinte den Abrahamschacht in Lauta bei Marienberg, nicht den in FG.

Glück Auf!
Sebastian

Offline uwe

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Re: Barytkristall "aus Marienberg"
« Antwort #6 am: 26 Nov 15, 20:14 »
Der dunkle Fluorit ist ein weiteres Indiz für die Halde 139 in Lauta.

Uwe

Offline thdun5

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Re: Barytkristall "aus Marienberg"
« Antwort #7 am: 29 Nov 15, 13:20 »
Hallo,

für Marienberg ist so eine Stufe nicht untypisch.
In den letzten Jahren wurden auf der 139 einige - wenn auch nicht viele - mehrere cm große gelbe prismatische Baryt-Kristalle gefunden. Der größte den ich selbst von dort gesehen hatte, war etwa 5 cm lang in der typischen Fluorit-Paragenese. In meiner Sammlung habe ich einen etwa 2 cm langen Kristall.

Die Pöhla-Baryte kamen meines Wissens größtenteils auf einer Quarz-/Hornsteinmatrix vor (wobei ich andere nicht ausschließen will).

Bezüglich der Frage des genaueren Fundpunktes habe ich dir eine PN geschrieben.

Viele Grüße
Daniel

Offline geomueller

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Re: Barytkristall "aus Marienberg"
« Antwort #8 am: 29 Nov 15, 13:53 »
Die Pöhla-Baryte kamen meines Wissens größtenteils auf einer Quarz-/Hornsteinmatrix vor (wobei ich andere nicht ausschließen will).

Baryte aus Pöhla auf dunklem Fluorit waren gar nicht so selten, habe selbst zwei in der Sammlung. Manche Pöhlaer Baryte erscheinen auch nur recht dunkelgelb das sie auf dunklem Fluorit sitzen.

Jürgen

Offline thdun5

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Re: Barytkristall "aus Marienberg"
« Antwort #9 am: 13 Dec 15, 22:18 »
Hallo,

war vorhin im Museum des Bergmagazins Marienberg und dort stehen in einer Vitrine in der 2. Etage zwei schön klar-gelbe unbeschädigte Baryt-Kistalle mit etwa 10 cm Größe. Einer davon ähnelt extrem dem hier gezeigten Stück. Als Fundortangabe stand an den Stücken überall "Lauta, Marienberg".

Also sollte die Frage ob Marienberg oder nicht ziemlich eindeutig geklärt sein.

Gruß
Daniel

PS: ist denn schon etwas zum Fundpunkt in Erfahrung gebracht wurden?

 

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