Hallo,
hier meine Eindrücke von der "kleinen" Berliner Börse in Gropiusstadt. Wie auch auf der "großen" Börse am Funkturm sind es eigentlich immer die selben Händler, aber mit deutlich mehr Angebot an "richtigen" Mineralien als eben am Funkturm.
Das internationale Angebot war, würde ich sagen, solide. Blaue Baryte von Marokko, hübsche Lubin-Gipse, klassisches und neues aus Böhmen, das übliche Börsenangebot, das dem akribisch suchenden sicher das ein oder andere Schnäppchen ermöglichte. Es fielen auf hübsche Rozenite und Halotrichite von Bajut/Rumänien. Sie hatten ihren Preis, aber wo findet man schon stabile Vitrinenstücke dieser Minerale? Auch schöne selbstgesammelte (!) Stufen aus Marokko bot ein Händler an, darunter sehr vieles, was gerade nicht auf jedem Tisch steht. Das Angebot an Anschliffen und Achaten ist generell durch zwei, drei Händler auch immer auf vernünftigem Niveau. Mir fielen an einem kleinen Stand wirklich sehr schöne Achate aus Tansania, Südafrika und Argentinien auf: nicht groß, aber rissfrei, mit schöner Zeichnung und durchgehend im einstelligen Preisbereich. Schön!
Der Sammler von einheimischen Stufen hat´s seit mehreren Jahren natürlich schwer hier. Bei den Anschliffen findet sich immer was (Katzenauge und Axinit von Treseburg, herrliche und ungewöhnliche Federpyrite von Neudorf, Fluorit von Johnsbach, alles in guten Stücken vorhanden), aber sonst... Man soll ja nie nie sagen und es zeigt sich immer wieder, dass auch auf den kleinen Börsen, zu denen man wirklich ohne jede Kaufabsicht geht, immer was möglich ist. Bei mir war´s diesmal zwischen all den Anschliffen und Specksteintierchen ein 10 x 8,5 cm massiges Kupferblech mit Matrix aus der Grube Reichenbach/Odenwald zu einem Preis, der mir beim Kauf schon fast die Schamesröte ins Gesicht trieb (aber auch nur fast). Auch ein zauberhafter 4,5 cm hoher Quarz im Tessiner Habitus mit anhaftendem Topas x vom Schneckenstein überraschte durchaus. Dieser zwar nicht ganz so das Schnäppchen, aber widerstehen konnte ich dennoch nicht.
Gruß
Andreas