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Ätzkalipräparation

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Chemikus:
Hallo zusammen,

ich bin Chemielaborantin und interessiere mich für die Präparation von Fossilien und anderen Gesteinen.
Im normalen Leben geht es natürlich auch um Chemie, speziell KALIUMHYDROXID / Ätzkali ist mit wichtig.

Wer als fragen bezüglich dieser Chemikalie hat, nur her damit.... oder versucht es mal hier:
www.KALIUMHYDROXID.com Dort bekommt Ihr auch viele Infos.

Liebe Grüße,

Euer Chemikus

triassammler:
Hallo Chemikus!

Kannst Du mir/uns im Forum vielleicht die Frage nach dem einzig wahren Unterschied zwischen NaOH und KOH bei der Fossilpräparation beantworten? Spezifische Informationen zu chemischen Fragen liefert die von Dir vorgeschlagene Website nicht. Bist Du zufällig in dem Unternehmen tätig?

Ich habe mich jedenfalls bislang so weit damit beschäftigt, dass ich eine Erklärung mit dem Ionenradius der Alkalimetallionen für plausibel halte: Das Kation wird zwischen die nur über Wasserstoffbrücken miteinander verknüpften Schichten der Schichtsilikate eingelagert (also Funktionsprinzip des Ionentauschers) und vergrößert dabei den Abstand zwischen den Schichten derart, dass die Wasserstoffbrückenbindung wirkungslos wird. Im Resultat fällt das Schichtsilikat auseinander.
Das Na-Kation hätte bei diesem Ansatz dann ggf. einen zu geringen Ionenradius, um den Abstand wirkungsvoll zu vergrößern? Andersherum müsste die Reaktion mit Rb, Cs oder Fr noch effektiver (schneller) ablaufen als mit Na. Oder bei zu großem Ionenradius gar nicht mehr, weil das Kation gar nicht mehr zwischen die Schichten gelangt?

Gruß,
Triassammler

caliastos:
also die unterschiede in der wirksamkeit wirst du in der struktur der tone finden, da diese schichtartig aufgebaut sind und in diese zwischenschichten substanzen unterschiedlich gut einlagern können. das variiert natürlich von ton zu ton. aber daher halt die unterschiedliche wirksamkeit. das zeug wird durch den joneneinbau schlicht verändert und läßt sich entfernen.

triassammler:
Hallo Caliastos,

damit hast Du natürlich recht und das Prinzip grundsätzlich beschrieben, die Frage ist halt, warum es mit KOH gut funktioniert und mit NaOH schlecht bis gar nicht. Ich muss mir wohl mal Rubidium oder Cäsium beschaffen und da selber mit RbOH und CsOH was ausprobieren  ;D

Gruß,
Triassammler

caliastos:
Ionenradius? Affinität? Ladung?
Du hast ja bei Tonen unterschiedliche Tonmierale. Zwei-, Dreischichtige, Gemischte usw. Dabei auch verschiedene Schichtabstände. Nur wenn du mal K mit Na vergleichst, so sind die Jonenradien ja ziemlich unterschiedlich. Was dickes paßt nicht in ne Dünne Schicht, was dünnens wirkt in einer dicken Lage nicht.
Du mußt also einmal entsprechend die Ionen in die Zwischenschichten reinbekommen um sie dort wirksam zur destabilisierung und Öffnung dr Tone beitragen zu lassen. Bei quellfähigen Tonen wird z.b. Wasser eingelagert und der Tonkomplex geht wie ein Hefeteig hoch. Aber eben irreversibel.

Den genauen Grund und Erklärung habe ich nun nicht parat. Hatte zwar mal ne Vorlesung dazu, nur länger als 3-4 Wochen konnte ich das nie behalten.


By the way: was kosten denn diese Plättchen und wo/wie kommt man ran?

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