Vermischtes / Miscellaneous / Varios > Wettbewerbe / Contests
Wettbewerb bester Eigenfund 2015
Hg:
Hallo,
wie in den vergangenen Jahren, möchte ich wieder einen Wettbewerb starten, in dem der beste Eigenfund des gesamten abgelaufenen Jahres präsentiert werden kann. Als Eigenfund können Mineralen und Fossilien eingereicht werden.
Schwerpunkt soll hierbei wirklich auf den Fund gelegt werden (am Besten mit der Geschichte dazu) und weniger auf das Bild zum Fund.
Das beste Fundstück kann mit 4 Bildern präsentiert werden. Aber bitte hierbei auf wirklich nur ein Fundstück einschränken, so schwer das vielleicht auch sein mag.
Funddatum bitte angeben!
Laufzeit: bis Sonntag, den 14. Februar 2016
Ich hoffe darauf, dass sich wieder möglichst viele mit guten Beiträgen an dem Wettbewerb beteiligen.
Beiträge ohne Fund (Unterhaltungen und Diskussionen) werden aus dem Thema gelöscht, da hierdurch der Wettbewerb nur unschön zerrissen wird.
Grüße,
Andreas
oliverOliver:
Na dann spiele ich halt wieder mal den „Motivator“ und mache den Anfang:
Also, wie schon die letzten beiden Jahre, war es für mich auch 2015 sehr schwierig zu entscheiden, was überhaupt mein bester Fund war.
Eventuell ist das hier uns Rennen geschickte Stück auch gar nicht mein bester Eigenfund von 2015 – ich war im Sommer ein paar mal mit meinem Sammlerfreund Josef in Oberösterreich unterwegs, und hab dabei im Hausruckwald ein paar ganz gute Hölzer gefunden. Aber nachdem die Hausruckhölzer ja nicht wirklich so selten sind, hab ich mich doch wieder für ein niederösterreichisches Kieselholz entschieden – ich hatte das Stück schon mal im Forum vorgestellt (und die zugehörige Story gibt’s auch dort zu lesen): https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,30395.msg292203.html#msg292203
Es stammt aus der Schotterfazies der Laa-Formation (Karpatium, Miozän), und dazu muss gesagt werden, dass in diesem Fundgebiet die Chancen für gute Kieselhölzer minimal sind – es gibt dort keine Schottergruben und keine vernünftigen natürlichen Aufschlüsse, so dass nur landwirtschaftlich genutzte Flächen als Fundstellen übrig bleiben, und auf diesen sind die Hölzer üblicherweise völlig „zerschrottet“ und lassen ihre ehemalige Qualität meist nur noch erahnen. Um so erfreulicher war es daher, dass ich im November 2015 dieses erstens (für hiesige Verhältnisse) relativ große (L. ca. 25 cm) und zweitens – was die eigentliche Besonderheit ist – kaum rezent beschädigte Kieselholz fand, welches noch dazu eine gute Strukturerhaltung (und, soweit unter dem Fadenzähler erkennbar, zum Teil auch noch Zellerhaltung) aufweist, und auch ästhetisch einiges hergibt.
Nachdem ich in diesem Gebiet jetzt schon seit vier Jahren intensiv unterwegs bin, kann ich die Fundchancen und die zu erwartende Qualität der Funde doch schon recht gut einschätzen – ein Stück wie dieses ist und bleibt die absolute Ausnahme !
oliverOliver:
und noch zwei Fotos:
(edit: Foto ausgetauscht)
Vertip:
Danke für die zusätzliche Motivation :)
Dann werd ich mal meinen besten Eigenfund in diesem Jahr vorstellen.
Es handelt sich um ein kalmar, der Gattung Loligosepia sp., bzw. ein Bruchstück eines Kalmars.Gefunden habe ich das Stück an einem verregneten Tag Mitte des Jahres, aber habe es erst vor kurzem in einer Kiste wiedergefunden.Es stammt aus dem Schiefer aus dem Steinbruch Kromer bei Holzmaden.Leider habe ich aufgrund der Wetterlage nicht nach weiteren Bruchstücken gesucht, aber Neuling halt. :-\
Das Stüch ist sicher nicht mein schönster Eigenfund aber ziemlich sicher der seltenste, denn Weichteile von Cephalopoden findet man in Holzmaden nicht alle Tage (Jahre) :)
So jetzt aber die Bilder:
Vertip:
Und nochmal ein Detailbild:
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln