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Autor Thema: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage  (Gelesen 29418 mal)

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Offline Emil Box

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #15 am: 26 Jan 16, 23:21 »
Zur medizinischen Anwendung von Schwefel siehe Wikipedia.
Giftigkeit von Antimonoxide ist in etwa wie bei Arsenoxide. (Gleiche 'Familie').
Glück auf.
Milo

Offline giantcrystal

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #16 am: 26 Jan 16, 23:23 »
Hallo Leute

GANZ, GANZ Vorsichtig :

Hier laufen wir Gefahr uns selbst ( und auch den Bergbau ) ungewollt ans Messer zu liefern.

Da kommt jemand an, der ein Buch schreiben will und von der Materie ganz offensichtlich keine Ahnung hat. Der fragt sich hier "schlau" und wenig später haben wir ein gedrucktes tendenziöses Buch mit lauter Fehlern und Halbwahrheiten drin, das sich klar gegen das Mineraliensammeln (hochgefährlich, wie kann man das nur zulassen ?) richtet. Oder noch Schlimmeres...

Ich glaube kaum, das dies im Interesse dieser Gemeinschaft sein kann.

Glück Auf

Thomas
« Letzte Änderung: 27 Jan 16, 11:47 von giantcrystal »

Offline Sebastian

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #17 am: 26 Jan 16, 23:42 »
Also die Diskussion ob Quarz ein Silikat ist oder nicht will ich hier aber nicht führen...
Quarz kann man zu den Oxiden zählen oder auch als Silkat, warum nicht? Und ja Quarz ist gefährlich, Stichwort Silikose (Google).
Gruß Sebastian

Offline Emil Box

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #18 am: 27 Jan 16, 00:00 »
Quarz-Staub in alveolengängiger Größe ist schädlich.
Milo

Offline Walpurgin

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #19 am: 27 Jan 16, 08:39 »
@ein-Knopf
Zitat: @ Walpurgin:
Zitat
Kannst du mir sagen, was die da genau abbauen? Oder meintest du direkt die Arsenkiese?

Freiberg ist eine polymetallische Lagerstätte in welcher es große Arsenkiesanreicherung in den Gängen gab.
Da der Arsenkies für den Bergbau uninteressant war wurde dieser stehen gelassen. Heute kannst du an den Ausblühungen (Arsenolith)
erkennen wo diese Anreicherungen waren.

Offline michael berghäuser

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #20 am: 27 Jan 16, 10:04 »
Kann nur Thomas/giantcrystal uneingeschränkt unterstützen.

Frei nach Philippus Theophrastus Paracelsus

Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist.

Gruß

Michael



Offline kks

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #21 am: 27 Jan 16, 11:31 »
Hallo,

vielleicht sollten wir uns erst mal darüber klar werden, wonach hier eigentlich gefragt ist. Das Thema lautet eindeutig "Giftige Mineralien".

Damit sind Dinge wie Uran und Quarz sowie Gesteinsstaub definitiv außen vor, sonst müssten wir nämlich auch herabfallende Gesteinsbrocken u.ä. einbeziehen.

MfG
Klaus

Offline Salzhase

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #22 am: 27 Jan 16, 11:35 »
Bin derselben Meinung wie Thomas.
Leon, was soll den das für ein Buch werden?

Glück Auf
Olaf

Offline ein-Knopf

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #23 am: 27 Jan 16, 11:51 »
Hallo und Danke für eure weiteren Antworten :)

Also erstmal, ich will die Arbeit der Bergbauleute garantiert nicht lächerlich machen oder euch Mineralien-Freunde in irgendeiner Weise schaden. Deswegen mache ich mich doch schlau, um nicht irgendetwas zu erfinden (so wie in diversen Ärzte-Serien oder dergleichen). Ich denke auch nicht, dass man von vornherein ein Experte auf einem Gebiet sein muss, nur um das Thema in einem Roman zu verwenden. Ich glaube, dann gäbe es nur ganz wenige Bücher, denn in die Wiege gelegt kriegt kein Autor sein Wissen über das, was er schreibt. Und ich glaube auch nicht, dass J.K. Rowling selbst auf einer Zauberschule war um sich das Recht rausnehmen zu dürfen, Harry Potter zu schreiben.

Natürlich werde ich weiter recherchieren, wenn ich mich erstmal auf ein Mineral festgelegt habe, aber dafür brauche ja erstmal Ideen und Ratschläge von euch. Daher auf jeden Fall schonmal vielen Dank an eure zahlreichen Antworten :)

@ Erik:
Wirklich? Das ist ja fantastisch! :D Dann muss ich mich von meinem geliebten Schwefel ja doch nicht so ganz losreißen. Da werd ich auf jeden Fall nochmal Google durchforsten.

@ Fabian99:
Mh, nein danke, ich glaube da findet sich was Besseres, das man essen kann ;D Aber vielleicht mal zu einem guten Glas Wein ;)

@ Milo u. Sebastian:
Super, dann kommt Quarz definitiv auch auf meine Liste :)

@ Walpurgin:
Aaah ok, jetzt hab ich es verstanden. Hab grad mal geschaut, das Bergwerk darf man sogar besichtigen, das ist gut!

@ kks:
Der Titel ist vielleicht ein bisschen unglücklich gewählt. Giftig in Bezug darauf, dass man sofort eines schrecklichen Todes stirbt, wenn man es nur berührt (ok, das war übertrieben), ist gar nicht nötig. Wichtig ist, dass es beim Abbau schädlich ist. Dass man es zum Beispiel nicht ohne Mundschutz angehen sollte oder sonstige Schutzkleidung.

@ Salzhase:
So genau darf ich das leider noch gar nicht sagen. Das hat (so wie einige jetzt vielleicht denken) aber nichts damit zu tun, dass ich euch nicht zeigen möchte, was für Schandtaten ich mit euren Informationen treibe, sondern das hat vielmehr mit dem Schutz der Idee zu tun. In einer Welt der Plagiate und dem Ideenklau von Romanprojekten, möchten meine Kollegen und ich lieber kein Risiko eingehen. Wenn es aber spruchreif ist, erzähle ich euch gerne mehr darüber :)

EDIT: Was mein Kollege mir aber gerade mitteilte (das ich euch auch gerne mitteilen darf) ist, dass für unseren gesellschaftskritischen Roman der Bergbau lediglich als Metapher für die Ausnutzung günstiger Arbeitskräfte steht. Der Bergbau als solcher wird damit nur in der Hinsicht angesprochen, dass er als Showplatz dient.


Viele Grüße
Leon
« Letzte Änderung: 27 Jan 16, 12:12 von ein-Knopf »

Offline giantcrystal

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #24 am: 27 Jan 16, 12:21 »
Hallo


EDIT: Was mein Kollege mir aber gerade mitteilte (das ich euch auch gerne mitteilen darf) ist, dass für unseren gesellschaftskritischen Roman der Bergbau lediglich als Metapher für die Ausnutzung günstiger Arbeitskräfte steht. Der Bergbau als solcher wird damit nur in der Hinsicht angesprochen, dass er als Showplatz dient.

Damit dürfte eigentlich schon deutlich gesagt sein, wohin die Reise gehen soll.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie oft in allen Medien gegen den Bergbau gewettert wird, entweder frontal oder auch nur subtil (Beispiel : Herr der Ringe : die Bösen sind die Orks, die leben Untertage und beuten die Erde aus...). Dabei wird immer vergessen, das die Rohstoffgewinnung uns allen dient und das ohne den Abbau von Mineralien unsere heutige Gesellschaft gar nicht existieren könnte.

Erfrischend wäre mal ein Roman, der genau diese Wichtigkeit der Rohstoffgewinnung = Bergbau für das Wohlergehen einer Gesellschaft aufzeigt !

@ Leon : wie wäre es für eine genauere Urteilbildung, wenn Du dich einmal vernünftig vorstellen würdest und vielleicht auch die ein oder andere Publikation / Buch von Dir nennst. Gerne mit Link.

Glück Auf

Thomas


Offline Jean Parker

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #25 am: 27 Jan 16, 13:07 »
Ein freundliches Moin aus Hamburg an alle, die hier fleißig mitdiskutieren.

Entsetzt muss ich feststellen, dass uns Autoren unterstellt wird den Bergbau mit diesem Buchprojekt schlecht machen zu wollen. Dies ist aber absolut nicht unsere Absicht. Natürlich kann ich die Sorgen von giantcrystal verstehen, doch gleich loszuwettern ohne vorher nachzufragen ist in meinen Augen der falsche Weg.
Ich frage mich, wie ein Mensch lernen und sich weiterentwickeln soll, wenn er sich mit seinen Fragen nicht an Menschen wenden kann, die Ahnung von der Materie haben. ein-Knopf kam in dieses Forum, um sich für ein gemeinsames Buchprojekt mit mir, über giftige Mineralien die unter Tage abgebaut werden zu informieren.
Mit keinem Wort wurde von ihm erwähnt, dass der Bergbau in diesem Buch schlecht wegkommen wird. Uns dient ein stillgelegter Stollen lediglich als Schauplatz für das Geschehen dieses durchaus Gesellschaftskritischen Romans, in dem es um geldgeile Arschlöcher geht, die nicht davor zurückschrecken Kinder für ihre Sache auszubeuten.Wir wollen mit diesem Roman auf die Missstände unserer Gesellschaft hinweisen und entschieden uns für den Bergbau, weil es uns mehr Möglichkeiten bietet. Dadurch das es zu Erdrutschen, Einstürzen, Steinschlägen, die Belastungen durch das Abbauprodukt usw. kommen kann ist die Variante mit dem stillgelegten Stollen für uns die beste Möglichkeit den Leser mit der Nase auf das Hauptproblem zu stoßen. Diese wären unter anderem:
- Geldgier großer Konzerne
- Ausbeutung von Kindern
Der Roman spielt in Deutschland, um den Menschen zu zeigen das es durchaus im eigenen Land passieren kann und nicht nur in China, Thailand und Co. Wir wollen die Menschen aufrütteln und lassen uns dabei nicht von jemandem an den Kopf schmeißen, wir würden lediglich den Bergbau schlecht machen wollen.
Wir werden diesen Roman auch ohne den Segen von giantcrystal schreiben und veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen Jean Parker

Offline nwsachse

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #26 am: 27 Jan 16, 14:24 »
Hallo,

glaube nicht, dass so etwas in Deutschland passieren kann (Kinderarbeit im Bergbau).
Wer schon mal im Bergbau tätig war, bzw. mit der Bergbehörde zu tun hatte, weiß wie streng da die Auflagen und Kontrollen sind.

Von daher halte ich das geschilderte Buchprojekt in der geschilderten Form für reichlich naiv.

Die besten Bücher über Bergbau werden übrigens von denen geschrieben, die dort meist Jahre oder Jahrzehnte, tätig waren.

Jörg N.



Offline Jean Parker

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #27 am: 27 Jan 16, 14:36 »
In Romanen darf durchaus mit Fakten gespielt werden, dies fällt dann unter künstlerische Freiheit. Schließlich gibt es auch keine Drachen, Elfen und Trolle. Als Autor steht es einem frei, die geschriebenen Gesetze und Tatsachen zu verbiegen, wenn man dadurch seine Botschaft vermittelt bekommt und den Leser unterhält.
Ich denke aber, dass es sich bei der Schreiberei für euch verhält, wie für uns mit dem Bergbau. Jeder von uns ist auf seinem Gebiet Fachmann und ein Austausch sollte möglich sein, ohne den anderen anzugreifen und eine Diskussion ausarten zu lassen.
In diesem Projekt ist es unsere Aufgabe es so realistisch wie möglich darzustellen und dem Leser unsere Message zu übermitteln. Dieser Thread sollte lediglich der Informationsbeschaffung dienen, um in dieser Richtung nicht auf dem Holzweg unterwegs zu sein.

Offline nwsachse

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #28 am: 27 Jan 16, 14:44 »
In Romanen darf durchaus mit Fakten gespielt werden, dies fällt dann unter künstlerische Freiheit. Schließlich gibt es auch keine Drachen, Elfen und Trolle. Als Autor steht es einem frei, die geschriebenen Gesetze und Tatsachen zu verbiegen, wenn man dadurch seine Botschaft vermittelt bekommt und den Leser unterhält.

Nur ist Kinderarbeit im Bergbau in Deutschland eben kein Fakt bzw. Tatsache, daher kann man auch nicht damit spielen/verbiegen und Elfen usw. sind noch etwas ganz anderes.

Jörg N.

Offline Kupperdroll

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Re: Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
« Antwort #29 am: 27 Jan 16, 14:49 »
Hallo!

Zitat
Der Roman spielt in Deutschland, um den Menschen zu zeigen das es durchaus im eigenen Land passieren kann und nicht nur in China, Thailand und Co. Wir wollen die Menschen aufrütteln

Die Idee zu diesem Thema ist nicht schlecht.Wer will denn genau wissen,dass mit "halblegalen Bergbaufirmen" nicht auch in Deutschland Profit gemacht werden soll bzw. wird.Denkt doch mal an Pädophilie,Zwangsprostitution,Korruption...Gibt es das nicht in Deutschland,weil verboten?Selbst ARD und ZDF haben sich diesen Themen angenommen,weil sie es in Deutschland nicht gibt.
Der Gedanke zu diesem Thema ist nicht schlecht.Heimchenfänger gibt es überall!

Radon tritt auch in vielen verlassenen Bergbaugebieten/Stollen auf,weshalb auch vor illegalem Zutritt gewarnt wird!

Ich wünsche viel Spass beim schreiben.