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Auf der Suche nach giftigen Mineralien unter Tage
Salzhase:
So, jetzt reden wir mal Klartext:
Die Herren Romanverfasser haben vom Bergbau keine Ahnung, wollen aber darüber schreiben ::)
Ihr schreibt Ihr wollt dem Bergbau nicht schaden, aber genau das tut Ihr.
Ihr seit so unbedarft wie ein dreijähriges Kind dem man Streichhölzer und Benzinkanister zum Spielen gibt.
Klar, Ihr habt die künstlerische Freiheit die Realität so hinzubiegen wie es Euch passt (Kinderarbeit, illegale Bergbauunternehmen u.s.w.)
das Problem ist vollgendes, schreibt man einen Roman über Zauberer, Drachen, Elfen oder die kleinen grünen Männchen vom Mars
merkt jeder es ist eine Fiktion, Bergbau ist aber real, und da die meisten Menschen vom Bergbau auch keine Ahnung haben,
wird das was Ihr schreibt geglaubt und als bare Münze genommen
Glück Auf
Olaf
skibbo:
--- Zitat ---Die Herren Romanverfasser haben vom Bergbau keine Ahnung, wollen aber darüber schreiben
--- Ende Zitat ---
Hallo Olaf,
und genau aus diesem Grund wenden sie sich an uns und stellen ihre Fragen. Sie mögen zwar aktuell noch wenig Ahnung von unserer Materie haben, aber wärst du anders herum betrachtet dazu in der Lage einen Roman zu schreiben? Es ist anzuerkennen, dass die beiden sich informieren wollen. Das nicht alle Fragen auf dem "Niveau" der langjährigen Sammler liegen ist völlig legitim, niemand wurde mit seinem Wissen geboren...
Grüße,
Stefan
stoanklopfer:
--- Zitat von: ein-Knopf am 26 Jan 16, 11:34 ---... die Informationen sind doch recht sperrlich und meistens erreicht man diese "Funde" nur hydrothermal ...
--- Ende Zitat ---
--- Zitat von: ein-Knopf am 27 Jan 16, 23:21 ---Ist Quarz denn das eigentliche Produkt, das abgebaut wird, oder ist das einfach zwangsweise dabei, wenn man an was ganz anderes möchte? Und wenn es gezielt abgebaut wird, wofür? Ich glaube, Fenster macht man damit, oder?
--- Ende Zitat ---
Nur zwei Beispiele dafür, daß man besser die Finger von Themen lässt, von denen man keine Ahnung hat (nebenbei: auch von deutscher Rechtschreibung). Infos gut und recht, aber ich mache mich auch nicht "schlau" über Atomphysik (von der ich keine Ahnung habe) und schreibe dann ein Buch zu diesem Thema....
Salzhase:
@skibbo:
vom Prinzip her gebe ich dir Recht, es wird niemand mit seinem Wissen geboren,
was mich stört ist wie das erworbene Wissen angewandt werden soll
Nachtrag: Wer mal einen gesellschaftskritischen Roman mit Bezug um Bergbau lesen möchte ,
dem empfehle ich den Roman ,,Gold" von Dimitri Mamin-Sibirjak
Glück Auf
Olaf
Jürgen55:
Hallo Sammlerfreunde, ein - Knopf und Frau Jean Parker !
Zum Kohlestaub:
Ich möchte hier für mich sprechen. Natürlich atme ich auch mal Kohlestaub unter Tage ein, auch wenn durch intensive Wasserbedüsung bei der Gewinnung im Streb und beimTransport der Kohle zum Schacht an allen Förderband - Übergabestellen weitere Wasserbedüsungen den Staub binden.
Ich bekomme bei Kohlestaub gar keinen Hustenreiz und mein Befinden ist dabei ganz positiv. Mein Arzt bescheinigt mir, dass ich, auch nachdem ich seit 42 Jahren immer wieder unter Tage bin, kerngesund bin.
Und, wie ich schon geschrieben habe, seit vielen Jahrzehnten schützen sich die Bergleute mit Feinstaubmasken gegen den Quarzfeinstaub, der vor allem beim Streckenvortrieb auftreten kann. Diese Masken filtern genau den sog. lungengängigen Quarzstaub, der < 5 my ist, aus der Atemluft raus.
Für mich ist der Besuch unter Tage und das Erlebnis, wie in über 1.000 Meter Tiefe (der Bergmann sagt "Teufe") die Bergleute mit unseren Gewinnungsmaschinen die giltzernde Kohle abbauen, auch wenn es dort warm und auch feucht ist, ein sehr positives Gefühl.
Noch gestern war ich in 1.500 Meter Teufe in einem Abbaubetrieb.
Wer hat schon die Möglichkeit, in 2 Minuten bis zu 1.500 Meter tief den Schacht runter zu fahren und diese besondere unter Tage Welt zu erleben. Eine weitere wichtige Erfahrung seit 42 Jahren ist die Kameradschaft unter Tage. Da man sich immer 100 % auf seinen Kollegen verlassen können muß, schweisst das sehr zusammen. Jeder hilft jedem und weiß, dass er auch immer volle Hilfe bekommt. Neue Mitarbeiter, die diese Zusammenarbeit und diesen Zusammenhalt nicht pflegen, merken schnell, daß sie den falschen Beruf oder Arbeitsplatz gewählt haben und sind schnell wieder weg. Ich habe selbst viele Jahre erlebt, wie Bergleute, die schon länger in Rente waren, sich mehrmals in der Woche mit ihren ehemaligen Kollegen auf dem Bergwerk getroffen haben und über Gott und die Welt und ihre Unter Tage Erlebnisse gesprochen haben. Zum Schluß wurde gemeinsam geduscht, wie früher. Wir nannten das das "Rentnerduschen". So groß war der Zusammenhalt.
Aber die Arbeit unter Tage birgt auch noch eine andere Möglichkeit:
Nebenher kann man, wenn man die Augen offen hält, auch im Kohlenbergbau interessante und schöne Mineralien finden.
Mit freundlichem Glückauf Jürgen
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