Hallo,
bei dem Stück wäre ich auch skeptisch, wie bei eigentlich allem, was ich bisher an "Antimonit" gesehen habe, der aus Schneeberg oder Schlema stammen soll. In meiner Sammlung befindet sich eine kleine Probe mit schwarzen glänzenden Nadeln auf Arsen von der 371, das soll angeblich auch Antimonit sein. Wo ich das Ding her habe, weiß ich nicht mehr. Optisch kann das auch Bismuthinit oder sonstwas sein.
Die Angaben von Müller (1860) zu Schneeberger Vorkommen finden etwa im Frenzel auch keinen Niederschlag mehr. Das oben gezeigte Stück würde natürlich zu den ominösen Neufunden im Bereich des Neujahr Spates passen. Aber ich weiß nicht, in dieser Kristallqualität? Gut, es ist das ein oder andere unter dem Mantel des Schweigens verborgen geblieben und nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Aber dass von solchen Funden nun gar nichts bekannt wurde, glaube ich auch nicht. Bei derartigen Stufen, die so gar keine charakteristische Matrix, Begleitminerale oder ähnliches haben, wär ich prinzipiell vorsichtig. Zudem, wenn´s so vergleichsweise blank und frisch aussieht. Das ist wie mit den großen blauen oder grünlichen "Kristallklötzern" aus Fluorit, die angeblich ganz sicher aus Johanngeorgenstadt sind und solchem Krempel mehr. Vielleicht stimmen ja ein oder zwei Sachen unter solchen "Verdächtigen", aber ich lass da immer lieber die Finger von.
Gruß
Andreas