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Mineralien aus dem Ruhrgebiet
Uwe Kolitsch:
Hallo Jürgen,
schöner Artikel (zufälligerweise gerade erst vorgestern gelesen).
Kurze Fragen dazu:
Mit welcher Methode wurde der Rosickýit identifiziert?
Gibt es auch Metasideronatrit? (ich vermute, der Sideronatrit wurde PXRD-analytisch bestimmt.)
GA, Uwe Kolitsch
Jürgen55:
Hallo Uwe !
Es freut mich, daß Dich der Artikel interessiert hat.
Die Analysen wurden meist mit EDX gemacht.
Das Gerät nennt sich Gemini Thermo Scientific Ultra Dry, die Vacuum Pumpe (?) ist eine ZEISS SUPRA 40 VP.
Auf dem Typenschild des Gemini steht: Specified Resolution 129 eV, Madison WI, 53711 USA.
Bei größeren Probenmengen kam auch ein zweites Gerät zum Einsatz :
PAN alytical X' PERT Pro,
Lieferant PAN alytical GmbH ; Kassel.
Der PC konnte dann direkt eine chemische Formel auswerfen und den Mineralnamen.
Nach Metasideronatrit habe ich gesucht, aber aufgrund der im Netz vorhandenen nicht wirklich markanten Kristallfotos ist es schwierig, das richtige Material zu identifizieren, bisher habe ich wohl immer nur den Sideronatrit gefunden.
Aufgrund der relativ hohen Gebirgstemperatur, das nach ca. 1 Meter in das Gebirge hineinbuddeln angetroffen wurde, hoffe ich doch noch den Meta. zu entdecken und noch einige andere Mineralien.
Wie gesagt, es liegt noch einiges unbearbeitete Material im Depot. Die Fundstelle ist seit zweieinhalb Jahren verschlossen und mittlerweile durch das Abstellen der Wasserhaltungsumpen geflutet.
Mit freundlichem Glückauf
Jürgen 55
Uwe Kolitsch:
Rosickýit kann nur durch XRD- oder spektroskopische Methoden (wie z.B. Raman) identifiziert werden.
REM-EDS-Spektren von Schwefel und (dem viel selteneren) Rosickýit sind identisch.
Metasideronatrit und Sideronatrit sind ebenfalls nur durch XRD- oder spektroskopische Methoden unterscheidbar. Entwässert erscheinende Kristalle sind meist, aber nicht immer, Metasideronatrit.
Jürgen55:
Hallo Uwe !
Vielen Dank für die interessanten Hinweise.
Frage: Können die bei der quantitativen Analyse festgestellten unterschiedlichen Masseanteile der Elemente eines Minerals auch zur Unterscheidung zwischen Sideronatrit und Metasideronatrit herhalten ?
Schließlich hat Sideronatrit 4 % mehr Sauerstoff und2 % weniger Schwefel als Metasideronatrit.
Weitere Frage: Was heißt denn bei Metasideronatrit, die Kristalle sehen " entwässert" aus ? Bedeutet das trüb oder stumpf ?
Und noch eine Frage: Ist der Übergang zu Metasideronatrit bei mehr als 35 Grad reversibel ?
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen 55
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