Hi Arco
Du kannst ohne Besorgnis meine obigen Infos übernehmen; Du siehst auch als Bestätigung in mindat, dass es sich bei Julcani um einen Distrikt mit sechs Gruben handelt.
Den Eintrag im Atlas hat irgendwer von irgendwo abgeschrieben; sowohl im Atlas als auch bei mindat gibt es Fehlerquoten. Dazu gibts aber freundliche Moderatoren, die solche Fehler, soweit als solche erkennbar, bereinigen.
Wie auch smoeller schreibt, sind Fundortangaben (von Peru) meist ungenau. Ich würde eher sagen "oft ungenau". Das trifft nicht nur auf Peru zu, sondern auf viele andere Länder; ich könnt mich kringeln, wenn ich sehe, wieviele Mineralien als von Midelt in Marokko (eine Kreisstadt), von Gilgit in Pakistan (auch eine Kreisstadt), von Hunan (eine ganze chinesische Provinz) und viele viele mehr etikettiert sind.
Das hängt in der Regel mit dem Weg zusammen, den ein Mineral nimmt, um vom Fundort bis zum Sammler zu gelangen. Der einzige, der garantiert den richtigen Fundort kennt, ist der Finder oder der Aufkäufer . Dann kommen x-mal lokale Zwischenhändler, Exporteure, dann Händler in den USA und Europa und dann - eventuell der Sammler. Mittlerweile haben sich die Namen der meist exotischen Fundorte metamorphisiert; aus Steinbrüchen werden Minen, aus Provinzen werden Gruben, aus Städten werden Top-Fundstellen.
Man muss schon viel Vertrauen haben, besonders, als die allermeisten Händler (mit nur ganz wenigen Ausnahmen) jemals selbst Mineralien in dem infrage kommenden Land gesammelt haben, sprich null Ahnung haben, aber halt ihre Produkte gut vermarkten. Der Beispiele gibts viele.
Resumé : Da die meisten und bekanntesten Arsenopyrite in der Mina Estela gefunden wurden, bietet sich an : Mina Estela, Distrikt Julcani.
Apropos: Ich habe etwas länger in Peru gelebt (und gearbeitet) und kenne Julcani (und viele andere Vorkommen) aus eigener Erfahrung.
Gruß
collector