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Autor Thema: Gibt es, wie in Bernstein, tierische Einschlüsse in Kristallen?  (Gelesen 14946 mal)

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Offline Fabian99

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Da fällt mir spontan der Zahntürkis ein, Zähne von Grubenpferden konnten durch Vivianit im Grubenwasser ersetzt werden.

LG

Offline pery

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noch was passendes zum Thema ;) (die Maus hats mir i.wie angetan)


Der Kupfermann aus der Restaradora Mine,Chuquicamata, Chile

- Fotolink bis auf weiteres entfernt

« Letzte Änderung: 28 Oct 16, 01:16 von peryperypery »


Offline Martin Esa

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Wow!!! Der Kupfermann ist gruselig.

Aber ich sehe schon das ist nicht so einfach. Dazu ein kleines Gedankenexperiment. Ein urzeitlicher, etwa hasengroßer Säuger fällt in eine Grube und stirbt. Durch geologische Verwerfungen, oder ähnliches, schließt sich die Grube und füllt sich mit einer Sole. Das Tier wird von der Sole über Jahrtausende konserviert. In der Kaverne kommt es zu Bedingungen die denen der Naica Kavernen ähneln. Es wachsen große Kristallformationen und das Tier wird in einem Kristall gänzlich eingeschlossen. Welche Mineralien müssten oder könnten beteiligt sein um eine möglichst hohe elektrische Leitfähigkeit dieses Kristalls, inklusive des eingeschlossenen Säugers, zu gewährleisten. Und in welchen Zeiträumen wäre so ein Scenario denkbar, insbesondere im Hinblick darauf am Ende eine begehbare Höhle mit einem mächtigen Kristall (Naicamäßig), eingeschlossen in ihm ein nicht mehr ansehnliches Urzeiteumel, zu haben.

Hilfreich wären hier Zielführende Ideen. Ich bin Autor und bewege mich im Fantasy SF Bereich. Ich möchte zwar nah an der Realität bleiben, aber wenn es nicht geht dann kann man die Wissenschaft etwas beugen.
Natürlich versuchte ich, bevor ich Euch hier befragte, selbst eine einigermaßen Schlüssige Theorie zu basteln. Es ist aber zu weit für mich dieses Feld. Deswegen wende ich mich an Fachleute und bin für Ideen und Anregungen sehr dankbar.

Gruß
Martin

Offline Erik

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Ich störe ja ungerne, aber gibt es für die (im Atlas hochgeladenen) Fotos der Maus und des Kupfermanns eine Genehmigung der Copyrightinhaber?

Gruß, Erik

Offline pery

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Ich störe ja ungerne, aber gibt es für die (im Atlas hochgeladenen) Fotos der Maus und des Kupfermanns eine Genehmigung der Copyrightinhaber?

Du störst nicht ;)
Ich habe die Museen kontaktiert und kümmere mich darum

Offline Martin Esa

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Das war wohl etwas zu viel Information.

Könnte mir vielleicht jemand sagen welche natürlich vorkommenden Kristalle die höchste oder beste Leitfähigkeit aufweisen?

Gruß
Martin

Offline Fabian99

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Kupfer und Silber?

Lg

Offline Embarak

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Zitat
Ich störe ja ungerne, aber gibt es für die (im Atlas hochgeladenen) Fotos der Maus und des Kupfermanns eine Genehmigung der Copyrightinhaber?
Berechtigter Einwand !
Zum "copper man" gibt es einen thread auf mindat mit Foto und auch Angaben zum Alter und der dazu gehörigen story. Faszinierend !
In diesem Buch noch ein Artikel mit einem weiterem Foto (S.110)

Norbert

P.S.: Ein link zur Chalcanthit-Atakamit-Maus findet sich auch.
Links dürfen eingebaut werden, aber keine Fotos ohne Genehmigung der Copyrightinhaber.
« Letzte Änderung: 30 Oct 16, 12:08 von Embarak »

Offline alfredo

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Die originale Frage scheint über Einschlüsse in Kristalle zu sein, aber die meisten Antworten sind über Pseudomorphosen und nicht über Einschlüsse.

Ein Einschluss ist zum Beispiel ein Insekt in einem Gipskristall, im Emser Heft über Lüneburg.

Offline cmd.powell

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Wow!!! Der Kupfermann ist gruselig.

Aber ich sehe schon das ist nicht so einfach. Dazu ein kleines Gedankenexperiment. Ein urzeitlicher, etwa hasengroßer Säuger fällt in eine Grube und stirbt. Durch geologische Verwerfungen, oder ähnliches, schließt sich die Grube und füllt sich mit einer Sole. Das Tier wird von der Sole über Jahrtausende konserviert. In der Kaverne kommt es zu Bedingungen die denen der Naica Kavernen ähneln. Es wachsen große Kristallformationen und das Tier wird in einem Kristall gänzlich eingeschlossen. Welche Mineralien müssten oder könnten beteiligt sein um eine möglichst hohe elektrische Leitfähigkeit dieses Kristalls, inklusive des eingeschlossenen Säugers, zu gewährleisten. Und in welchen Zeiträumen wäre so ein Scenario denkbar, insbesondere im Hinblick darauf am Ende eine begehbare Höhle mit einem mächtigen Kristall (Naicamäßig), eingeschlossen in ihm ein nicht mehr ansehnliches Urzeiteumel, zu haben.

Hilfreich wären hier Zielführende Ideen. Ich bin Autor und bewege mich im Fantasy SF Bereich. Ich möchte zwar nah an der Realität bleiben, aber wenn es nicht geht dann kann man die Wissenschaft etwas beugen.
Natürlich versuchte ich, bevor ich Euch hier befragte, selbst eine einigermaßen Schlüssige Theorie zu basteln. Es ist aber zu weit für mich dieses Feld. Deswegen wende ich mich an Fachleute und bin für Ideen und Anregungen sehr dankbar.

Gruß
Martin

"Realistisch" wären in so einem Szenario wohl am ehesten Gips oder Halit, da sie in geologisch kurzer Zeit zu beträchtlichen Kristallen heranwachsen können. Allerdings ist die elektrische Leitfähigkeit eher bescheiden (praktisch gleich null). Vergleichsweise hohe Leitfähigkeit haben nur einige Sulfide, Oxide und natürlich Metalle, diese Kristalle benötigen jedoch auch recht lange, um zu den geforderten Größen heranwachsen zu können. Auch ein weiteres physikalisches Problem steht Deiner Idee entgegen: Die meisten leitenden Stoffe sind nicht transparent, das liegt in der Natur der Sache. Das liegt (stark vereinfacht) daran, das für eine gute Leitfähigkeit bewegliche Ladungsträge (z.B. Elektronen) benötigt werden. Hat man jedoch viele bewegliche Ladungsträger, so absorbieren diese automatisch elektromagnetische Wellen allerlei Frequenzen, so auch im sichtbaren Bereich. Konsequenz: Der Stoff wird undurchsichtig. Wie gesagt, stark vereinfacht. Wenn Dich das Thema interessiert, empfehle ich entsprechende Literatur und/oder Wikipedia.

Offline Fabian99

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Hallo,

die vergisst die Ionenleiter ;-), siehe Kleber - Kristallographie. Aber in der Regel keine grosen natürlichen Kristalle. Oder die Temperatur muss höher werden...

LG

Online smoeller

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Hallo,

Was es im Salz auch gibt, ebenso im Eis und im Gips: Bakterien. Im permischen Steinsalz hat man Bakterien gefunden, die nach ca. 240 Mio. Jahren immer noch lebensfähig waren.

Glück Auf!
Sebastian

Offline pery

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Hast du vor, in deinem Roman ein Urvieh im Kristall durch Blitzschlag zum Leben zu erwecken ? ?  :D

Offline Martin Esa

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Hast du vor, in deinem Roman ein Urvieh im Kristall durch Blitzschlag zum Leben zu erwecken ? ?  :D

Das ist die logische Schlussfolgerung. Tatsächlich aber gebietet die Erfahrung der letzten Jahrzehnte möglichst weit um den heißen Brei herumzureden. Denn um die eine oder andere "Idee" wurde ich schon erleichtert. Das erschwert natürlich die Recherche. Bestimmt wird in diesem Forum, wie obere Nachfrage des Admins zu Bildrechten nahe legt, mit geistigem Eigentum vorbildlich umgegangen, aber ein Restrisiko bleibt immer.

Gruß
Martin