Hallo,
Salz geht auch. Ist unter Druck fließfähig (wie Gletschereis) und kann in sehr alten Bergwerken wie im Salzkammergut in Österreich durchaus mal tierische Reste oder Bergbaugerät einschließen. Man kennt keltische Lederreste, die im Salz konserviert wurden.
Letztens habe ich von versinterten Schlangen in einer Höhle gelesen. Auf der Hamburger Börse gabs letztes Jahr Widderschädel mit Gipskristallen aus Australien.
Was es auch recht häufig gibt, sind diagenetische Konkretionen aus Phosphorit, Pyrit, Limonit, die dann Reste von Tieren (Haizähne, Seeigel etc.) einschließen.
Echte Einschlüsse von Tieren dürften selten sein. Die überaus meisten Minerale entstehen im inneren der Erde unter Bedingungen, die einer Erhaltung in der Substanz nicht zuträglich sind, bzw. es geraten keine höheren Tiere überhaupt dorthin. Nur oberflächennah aus stark übersättigten Lösungen/Dämpfen sehr rasch wachsende Minerale wie Salze, Salmiak oder Gips kommen meines Erachtens neben Eis und Bernstein überhaupt in Frage. Unter solchen Bedingungen kann organisches Material rasch der Verwesung entzogen werden und die Geschwindigkeit der Kristallisation hinreichend hoch, dass das Wachstum nicht Jahrhunderte oder Jahrtausende dauert, was angesichts von Verwitterung und Erosion nicht förderlich wäre.
Glück Auf!
Sebastian