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Autor Thema: Schutzbrille Langwelliges UV  (Gelesen 2549 mal)

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Offline Schweizerstrahler

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Schutzbrille Langwelliges UV
« am: 01 Nov 16, 22:46 »
Kann mir jemand eine Bezugsquelle für Schutzbrille bei Arbeiten mit UV Lampen (für Brillenträger) nennen???

Offline Fabian99

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Re: Schutzbrille Langwelliges UV
« Antwort #1 am: 02 Nov 16, 08:43 »
Hallo,

langwelliges UV wird von (fast?) jeder laborüblichen Schutzbrille absorbiert. Zumindest alle die hier in der Firma im Umlauf sind.
Der Test ist einfach per UV-Licht mit Aufhellern, z.B. aus Visitenkarten.

LG

Offline Schweizerstrahler

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Re: Schutzbrille Langwelliges UV
« Antwort #2 am: 08 Nov 16, 20:31 »
und bei kurzwelliger UV? (bin nicht sicher welche die gefährlich Variante ist)

Offline Fabian99

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Re: Schutzbrille Langwelliges UV
« Antwort #3 am: 08 Nov 16, 22:53 »
Hallo,

kurzwellig ist energiereicher, also schädlicher. Wenn die Dinger UV-A absorbieren, absorbieren die in der regel auch B und C. Das liegt in der Natur der Übergänge. Wenn du einen einfachen test haben willst, nimm eine KW fluoreszierende Stufe und die KW Lampe.  Wenn die Fluoreszenz  nicht mehr sichtbar ist, sollte die Brille ausreichend blocken. Das Problem ist eher anders rum: Es gibt wenige Kunststoffe die UV transparent sind!

LG

Offline Lynx

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Re: Schutzbrille Langwelliges UV
« Antwort #4 am: 08 Nov 16, 23:06 »
Hallo zusammen,

gerade habe ich die Thematik rund um Augenschutz und UV-Beleuchtung in der Firma. So einfach ist es nicht. Bei welcher Gelegenheit müssen die Augen vor UV-Strahlung welcher Wellenlänge und Intensität geschützt werden? Durch die rasche Entwicklung bei den Leistungs-LEDs bekommt man für wenig Geld Lichtquellen, mit denen man sich ordentlich die Augen ruinieren kann - auch wenn es *nur* LEDs sind.
Als Leitfaden vielleicht folgende Überlegung: Wenn eine Lampe an der Decke hängt, strahlt sie das Licht in einem großen Raumwinkel ab. Wenn ich das Licht derselben Lampe bündle und zur Mikroskop-Beleuchtung einsetzte, ist die Leuchtdichte viel größer und im Mikroskop fällt auch das Licht gezielt in mein Auge. Das gilt natürlich auch für  farbige Lichtquellen (bei den LEDs insbesondere auch blau, violette (405 nm,) und ultraviolett 395nm, 385 nm, 365 nm, 280nm etc aber auch die konventionellen UV-Lampen).
Dass eine 'laborüblich UV-Schutzbrille' ausreicht, mag für 'laborübliche Tätigkeiten' stimmen. Aber was ist *Dein Bedarf* im Vergleich zu welcher 'laborüblichen Tätigkeit ' in welcher Art von Labor? Physiklabor? Biochemisches Labor? Materialtechnisches Labor? Was willst Du machen?
 Leider ist es nicht so einfach.
Vielleicht helfen schon einmal folgende Seiten weiter:
http://www.protisten.de/german/docs/Schuetzt_eure_Augen.pdf
http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F2115.html  zu Photobiologische Sicherheit von Licht emittierenden Dioden (LED)

Liebe Grüße
Martin

Offline Lynx

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Re: Schutzbrille Langwelliges UV
« Antwort #5 am: 08 Nov 16, 23:17 »
Vielleicht noch als Ergänzungen:
1) Mit einer Art Tätigkeitsbeschreibung kann man sich dann bei den entsprechenden Händlern und Herstellern ganz gut an das herantasten, was man braucht bzw. auch beraten lassen.
2) Tatsächlich gibt es einiges (auch durchaus sinnvolle Brillen) über Amazon (z.B. bieten dort auch Laborausstatter an).

Grüße, Martin

Offline Fabian99

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Re: Schutzbrille Langwelliges UV
« Antwort #6 am: 09 Nov 16, 09:24 »
Hallo Martin,

da hast du recht, insbesondere mit der meist völlig unterschätzten Wirkung im blauen Spektralbereich.
Auch war ich mit meiner Aussage zu verallgemeinernd.

Als UV-Quelle steht hier ein XeHg-Brenner mit 2kW. Das Ozon ist deutlich zu riechen falls der Abzug ausgeschaltet sein sollte. Der direkte Blick verbietet sich, genau wie ungeschützte Haut im Strahlbereich. Das "Streulicht" der Proben wird gut abgeblockt, das haben die Messungen der Arbeitssicherheit mehrfach ergeben.

http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Anlagen-und-Betriebssicherheit/TROS/pdf/TROS-IOS-Allgemeines.pdf?__blob=publicationFile

http://www.fs-ev.org/fileadmin/user_upload/04_Arbeitsgruppen/08_Nichtionisierende_Strahlung/02_Dokumente/Leitfaeden/fs-05-131-aknir_uv_strahlung-1.pdf

Zu deinen Aussagen: Mit dem Punkt 1 habe ich ganz schlechte Erfahrungen!!!

MfG (der auch die EU-Richtlinie 2006/25/EG an der Backe hat)

 

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