Arbeitsmittel / Means for work > Aufbewahrung, Präsentation / Presentation, Keeping

Dringend schnelle Hilfe erforderlich!!!

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Angler:
Hallo liebe Freunde,
habe am Wochenende in meiner Kiesgrube einen wahrscheinlich aufgeschlagenen Inhalt einer Kiesgalle (so sagen hier die Leute) gefunden, mit einem gut erhaltenen Seeigel-Stachel. Sogar das Keulchen ist dran. Jetzt ist er also drei Tage in meiner Wohnung trocknet langsam aus und beginnt zu reißen.
Da ich null Ahnung habe, wie ich das Material stabilisieren kann, bitte ich Euch dringend um Hilfe.
Es ist mein erster schöner Stachelfund und im Toneisenstein wohl auch nicht so häufig.

Ich denke, Ihr würdet das Material als Siderit, Ankerit, Hämalit oder Limonit mit Ton ansprechen. All diese Materialangaben habe ich im Netz für unsere "Berliner-Kiesgallen" gefunden.
Die harte, dunkelbraune "Schale" bzw. Mehrfachschalung ist vollkommen weg. Nur der instabile, meist ocker oder gelbliche sandartige Kern ist noch vorhanden. Weil der 6 -7 cm lang ist, muss die Galle beachtlich groß gewesen sein. Der Stachel ist fast 6cm lang.

Für eine schnelle Reaktion wäre ich Euch wirklich sehr dankbar.

MfG
Michael

Maibolte:
Kannst mal ein Foto machen?

Ansonsten würde ich das Teil, ohne es gesehen zu haben, in Glycerin legen.

Aber die Kollegen haben bestimmt noch bessere Ideen dazu.

Gruß Dirk

Angler:
Hallo Dirk,
Foto geht nicht, wenn ich den "Gallenkern" unter die Strahler lege, hilft nichts mehr, auch kein Glycerin. Übrigens in welcher Konsitenz?
Bei uns in Berlin/Brandenburg finden wir solche "Kiesgallen" in jeder Kiesgrube und ich habe bestimmt schon hunderte aufgeschlagen, in der Hoffnung mal eine zu finden, die ein Fossil enthält.
Ihr nennt sie Toneisensteine, wer diverse von ihnen geöffnet hat, weis, dass er entweder einschalige meist aber mehrschalige Strukturen findet, in deren Mitte sich ein gelblich-ockerfarbenes "Pulver" befindet. Alles sehr instabil. Dass, der von mir gefundene Kern noch nicht auseinandergefallen ist, lag mit Sicherheit an dem Regenwetter und den niedrigen Temperaturen.
Fotos sind also erst möglich, wenn die Matrix stabilisiert ist.
Und weil ein Seeigelstachel in der Erhaltung in Toneisenstein, eine kleine Sensation wäre, jede Mühe wert, oder?   

MfG
Michael

smoeller:
Hallo,

Bei bröseligem Material hilft in der Regel Holzleim (Ponal o.ä.), den man mit Wasser verdünnen kann. Eine entsprechend dünnflüssige Lösung wird vorsichtig aufgetragen und dringt in das Material ein. Nach vorsichtiger Trocknung (nicht warm machen, nur trocknen lassen, am besten über Nacht) ist das Stück hart und stabil.

Glück Auf!
Sebastian

pery:
http://www.palaeo-online.de/d/praeparation/konservierung.html

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