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Lichtfeld-Kameras für Mineralienfotografie

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etalon:
Hallo Joy,

ich habe Deine Beispielbilder mal in PS geladen und gegeneinander geblinkt. Dabei konnte ich Dein Problem nachvollziehen. Allerdings schien es mir, als trete das hauptsächlich bei den gelblichen Kristallen auf. Dort sind natürlich die Kontrastverhältnisse gegenüber dem restlichen Bild deutlich schlechter. Gerade diese Kontrastverhältnisse werden aber in diesen Algorithmen mittels FFT verarbeitet, um scharfe von unscharfen Bereichen zu trennen. Sind also die Kontraste niedrig, haben die Programme wohl Probleme, die scharfen Bereiche exakt zu ermitteln.
Mir ist etwas ähnliches bei den gelben Kristallen an den Uranmineralien aufgefallen, welche ich gerade fotografiere, habe mir aber nie die Mühe gemacht, das Summenbild mit den Einzelbildern zu vergleichen. Das ist auf jeden Fall interessant! Ob man sich nun die Mühe macht, einen mehrere hundert Ebenen Stack bei allen Einzelbildern zu vergleichen, muss jeder für sich entscheiden. Und ob dieses Problem mit der neuen Kameratechnologie besser wird, wage ich zu bezweifeln...

Mit was für einer Software hast Du die Bilder gestackt? Hast Du bei den Bildern mit dem 20er Mitu den Highres-Modus der Kamera verwendet?

Grüße Markus

joy:
Hallo Markus, genau ich habe ein Kontrastproblem. Der Algorithmus erkennt das nicht, kann nicht fein genug abstufen. Trotzdem sieht das Ergebnis besser aus wenn ich dann später nachretouchiere und die Bereiche verwende in denen der Kontrast nicht optimal ist und diese per Hand auswähle.

Die Bildbreite die ich bekomme mit dem 20x ist etwas unter 1mm. Der Bereich dürfte so 400µm sein. Flächen die nicht steiler als 45° stehen, machen beim Zusammenrechnen weniger Probleme, hier gibt es immer genügend Ansätze. Ich bin mein Stack durchgegangen und habe mir diesen Bereich angeschaut und nach Schärfebereichen gesucht, die an dieser Kante, an der der Kristall steil nach hinten verläuft. Sie sind schwierig zu erkennen, das schafft das Programm dann halt nicht mehr. Gäbe es mehr Tiefenschärfe, wäre eine größere Pixelfläche scharf, könnte mir also gut vorstellen, dass das Programm dann dazu in der Lage wäre, auch entgegen deiner Meinung. Natürlich geht das nicht wenn der Kristall schon 80 Grad oder mehr zur Bildebene steht, das ist zu extrem.

Ich arbeite mit Helicon Focus oder Zerene Stacker. In beiden Fällen benutze ich fast ausschliesslich den DepthMap Algorithmus. Radius 11, Glättung 5. Ich habe eine E-M5 und eine E-M1, keine Mark II mit Sensorshift. Habe es überlegt, aber es dauert mir zu lange.

etalon:
Hallo Joy,


--- Zitat ---Trotzdem sieht das Ergebnis besser aus wenn ich dann später nachretouchiere und die Bereiche verwende in denen der Kontrast nicht optimal ist und diese per Hand auswähle.
--- Ende Zitat ---

Ja, in diesem Fall funktioniert natürlich das Retouchieren, da das Problem ja bei der Software zu suchen ist, nicht bei der Physik.


--- Zitat ---Gäbe es mehr Tiefenschärfe, wäre eine größere Pixelfläche scharf, könnte mir also gut vorstellen, dass das Programm dann dazu in der Lage wäre, auch entgegen deiner Meinung.
--- Ende Zitat ---

Abhängig von der Oberflächentextur in diesem Bereich magst Du recht haben. Da Du ja einen Test machen möchtest, bin ich auf Dein Ergebnis gespannt. Auf jeden Fall war das eine sehr interessante Diskussion!

Grüße Markus

joy:
Ja danke auch für die vielen Ideen und Richtigstellungen. Beim 20x habe ich schon mit dem aktuellen Schlitten das Problem, das er erst ab jedem dritten Schritt richtig Vortrieb hat.  Ich habe noch ein Newportschlitten, der ist aber recht kurz mit 25mm, aber sicherlich genauer.

Stonemaster:
Hallo Joy,
du suchst einen Stackschlitten mit einer super Performance?
Schau mal hier
https://www.stonemaster-onlineshop.de/fotografieren/stacking/stackmaster/
Gruß
Rainer

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