Auf Schicht- und Kluftflächen des silurischen Kieselschiefers sowie ihn durchschlagenden Quarzgängen kam Wavellit im Tagebau Lichtenberg zwischen 38 und 60 Meter Teufe und im angrenzenden Untertagebereich des Schachtes Reust in bis zu mehrere Zentimeter starken, radialstrahlig aufgebauten Lagen vor. Der Durchmesser der radialstrahligen Aggregate reichte von wenigen Millimetern bis zu 6 cm.
In vereinzelten Drusen zeigten sich bis zu mehrere Zentimeter große kugelige Aggregate, die über- und nebeneinander angeordnet bis mehrere Zentimeter hohe Gebilde aufbauen. Die Kugeln werden von deutlichen Kristallflächen begrenzt. Gelegentlich konnten auch bis 2 Millimeter lange, prismatische Einzelkristalle beobachtet werden. Ein hoher Glasglanz und leuchtende Farben zeichnen Ronneburger Wavellite aus. Die Skala reicht vom dominierenden Grün und Grüngelb über Blau, Gelb, Weiß bis zum seltenen Braun. Die zonare Färbung vieler Sphärolithe stellt eine weitere Besonderheit dar, ist aber nicht unbedingt selten von Ronneburg!
Vorsicht, der Kieselschiefer neigt wegen Kohlenstoff und Markasit oft zum Zerfall. Viele schöne Stufen sind so schon "zerfallen". Wenn der Zerfall der Matrix nicht zu sehr vorangeschritten ist, lohnt sich eine professionelle!!! Konservierung beim Fachmann.
Wertschätzungen ohne aussagekräftiges Foto halte ich für "aus der Luft" gegriffen. Zumal ich schon hervorragende Ronneburger Wavellite für unter 150,- Euro erworben habe.