Ging jetzt doch schneller – nachdem prächtiges Wetter angesagt war, habe ich mir am 15.2. Zeitausgleich genommen. Ich bin ins nordwestliche Waldviertel nach Gmünd gefahren – keine ganz kluge Entscheidung, wie sich herausstellte. Hier im oberen Waldviertel lag noch weitaus mehr Schnee als gedacht. Nur wenige südseitige Flächen waren halbwegs aper. Und von denen waren die meisten bereits grün von der Wintersaat – mein Aktionsradius war also stark eingeschränkt. Und am Nachmittag, als der gefrorene Boden zumindest oberflächig auftaute, bin ich buchstäblich im Matsch versunken ….
Dementsprechend bescheiden – um nicht zu sagen erbärmlich – fiel auch mein „Erstfund“ aus: ein kleines Kieselhölzchen, Länge ca. 10 cm, mit rezentem Querbruch – also das, was ich üblicherweise als „Ackerschrott“ bezeichne. Ein zweites, etwas größeres Stück hab ich dann auch noch gefunden – das ist aber so grob rekristallisiert, dass es wie verwitterter Sandstein aussieht – davon also kein Foto, den Anblick möchte ich euch ersparen

Sagen wir mal so: Es kann also eigentlich heuer nur noch besser werden …..
Die Altersstellung der Schotter in der Umgebung von Gmünd ist noch nicht endgültig geklärt – sie enthalten aber anscheinend Kieselhölzer unterschiedlichen Alters. Neben Stücken wie dem gezeigten, bei welchen meist auch die Zellerhaltung gut ist, und die vermutlich ins Oligozän bis Untermiozän zu stellen sind, kommen auch stark „verquarzte“ und oft durch Eisenoxide bunt gefärbte, abgerollte Hölzer vor, eventuell umgelagerte (ober-)kreidezeitliche Stücke. Aber das ist alles sehr unsicher …..