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Erster Eigenfund im Jahr 2017
oliverOliver:
Ging jetzt doch schneller – nachdem prächtiges Wetter angesagt war, habe ich mir am 15.2. Zeitausgleich genommen. Ich bin ins nordwestliche Waldviertel nach Gmünd gefahren – keine ganz kluge Entscheidung, wie sich herausstellte. Hier im oberen Waldviertel lag noch weitaus mehr Schnee als gedacht. Nur wenige südseitige Flächen waren halbwegs aper. Und von denen waren die meisten bereits grün von der Wintersaat – mein Aktionsradius war also stark eingeschränkt. Und am Nachmittag, als der gefrorene Boden zumindest oberflächig auftaute, bin ich buchstäblich im Matsch versunken ….
Dementsprechend bescheiden – um nicht zu sagen erbärmlich – fiel auch mein „Erstfund“ aus: ein kleines Kieselhölzchen, Länge ca. 10 cm, mit rezentem Querbruch – also das, was ich üblicherweise als „Ackerschrott“ bezeichne. Ein zweites, etwas größeres Stück hab ich dann auch noch gefunden – das ist aber so grob rekristallisiert, dass es wie verwitterter Sandstein aussieht – davon also kein Foto, den Anblick möchte ich euch ersparen ;)
Sagen wir mal so: Es kann also eigentlich heuer nur noch besser werden …..
Die Altersstellung der Schotter in der Umgebung von Gmünd ist noch nicht endgültig geklärt – sie enthalten aber anscheinend Kieselhölzer unterschiedlichen Alters. Neben Stücken wie dem gezeigten, bei welchen meist auch die Zellerhaltung gut ist, und die vermutlich ins Oligozän bis Untermiozän zu stellen sind, kommen auch stark „verquarzte“ und oft durch Eisenoxide bunt gefärbte, abgerollte Hölzer vor, eventuell umgelagerte (ober-)kreidezeitliche Stücke. Aber das ist alles sehr unsicher …..
guefz:
Hallo,
letzten Sonntag kam ich auch zu meinem ersten Fund für dieses Jahr. In der Graulai in der Eifel war morgens zwar noch recht viel Rauhreif auf den Steinen, aber der erste Block, den ich zerlegte, zeigte mir schon seine gute Seite. Ein Satz weiße haarige Kristalle, die auf den ersten Blick beim Umdrehen des gelösten Stücks wie Schimmel aussahen, sind nach vorsichtiger Reinigung schöne Thaumasit-Nadeln auf einer Unterlage aus Calcit-überwachsener normaler Kluftparagenese. Die Kristalle sind so dünn, dass man sie biegen kann ohne dass sie brechen.
Günter
stoanklopfer:
Hallo!
Am letzten Donnerstag hatte ich endlich einmal kurz Zeit, um eine erste Suche zu starten. Ziel war schneebedingt das Revier Ringenwechsel in der Nähe von Schwaz. Nachdem noch genug Schnee lag, blieb mir nichts anderes übrig, als nur am Haldenfuß im Bachbett herumzusteigen. Die ganze Halde war ja noch tief schneebedeckt. Im kalten Wasser stehend klopfte ich ein paar größere Brocken auf und war zu meiner Überraschung relativ erfolgreich. Neben einem blaugeschlagenen Daumennagel brachte ich einige schöne Malachite (auch kleine Locken), Azurit auf Dolomit, und anderes Kleinzeug (Calcit, Bergkristalle, Chrysokoll, kleine Fahlerzkristalle auf Dolomit etc.) nach Hause. Kalte Füße inklusive.
Hier ein paar Beispiele:
geologe:
Hallo Micki !
ich kenne die Stellen in Georgenthal recht gut. Leider beobachtet man dort immer wieder Sammlern mit schweren Gerät die sich dort an den Felsen zu schaffen machen obwohl, besonders nach dem Winter, immer reichlich Material im Hangschutt zu finden ist. Gefunden habe ich bisher, Calcit, Quarz/Rauchquarz und eine etwa 16cm große Mandel mit Baryt. Wie gesagt alles im Hangschutt unterhalb der Felsen.
Gruß
Jürgen
Gabriel Cepok:
Letztes Wochenende (ziemlich frisch und bedeckt, dafür aber trocken) war ich auf Wäschertskaulen (Rheinland-Pfalz / Birkenfeld, Landkreis / Idar-Oberstein /Idar / Wäschertskaulen /Jaspisacker)
sammeln, trotz der unbearbeiteten Ackerflächen konnte man das eine oder andere Drusenbruchstück finden, zumeist aber fand aber Jaspis und v.a. alte Keramik, die früher mit der Düngung von den Bauern auf den Feldern verteilt wurden. Grund: Früher wurden die Misthaufen auch als 'Mülltonne' genutzt.
Auf ein 'steinreiches' Jahr 2017!
Gruß
Gabriel
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