Hallo,
zum Thema Stofftransport und Trennung der natürlichen Radioisotope, finde ich die Alpha-Halos in Biotit und Fluorit interessant. Neben den Halos die alle Alpha-Strahler der U238 Zerfallsreiche abbilden, gibt es auch noch welche, bei denen Schalen fehlen. Ich denke da war über einen längeren Zeitraum ein Stofftransport gegeben, der an einem entweder radon-, wismut- oder blei-affinem Keim genügend der jeweiligen Isotope anlagerte, um mit den noch folgenden Tochterisotopen, die entsprechenden Halos zu bilden.
Zu den wenigen Seiten die dieses Phänomen vernünftig beschreiben (Kreationisten) gehört diese Seite:
https://ncse.com/library-resource/origin-polonium-halos@ Roadrunner
Ob die Stücke mehr oder weniger aktiv sind liegt denke ich daran, dass diese mehr oder weniger Uran enthalten. Eine Trennung der Isotope durch Lösung und Neubildung von U238/234 und Th230, wäre auch denkbar, ich denke aber nicht, dass sich das bei einfachen Messungen auswirkt. Die HWZ von U234 mit 245 tausend Jahren (und die HWZ vom neu gebildeten Th230) bestimmt danach die Zuname von Th230 bis zum Gleichgewicht nach ca. 10 Halbwertszeiten, das währen dann ca. 2,5 Mio. Jahre. Du zitierst ein alter von 275 Mio. Jahren für die primären Erzgänge, also wäre diese Frage nur bei den viel jüngeren, eventuell durch Oberflächenwasser gebildeten sekundären Uranmineralien interessant.
Eine Änderung des Gleichgewichtes durch exhalieren von Radon222 ist auch möglich, aber nur bei sehr porösen Stücken wie imprägnierte Sandsteine oder zu Erde verwitterte Erze, entweicht das Radon in größeren Anteilen und kann mit Aktivkohle und einem Geigerzähler (hier beta-empfindlich als „Kontaminationsmonitor“) gut nachgewiesen werden. Mehr dazu findet ihr auf der Seite meines guten Freundes Rudi, wenn ihr Philion-Koffer googelt. Bei Pechblenden, Uranglimmern, sogar nadelichen Uranmineralien entweicht viel weniger Radon, als man vermutet. Es bleibt im Kristallgitter stecken. Der Helium-Kern, beim Alphazerfall kommt im Biotit ca. 0,06mm, wie weit kommt dann das 55,5 mal schwerere Rn222-Ion bei diesem Zarfall?
@Markus
Ob nun die Fläche oder das Volumen gleich bleibt, ist als Beispiel für die Aufhärtung des Stahlungsfeldes, bei dickeren Schichten*, doch egal. (*=kompaktere Geometrie bei gleichem Volumen) Wir meinen beide doch das selbe.
Grüße Josef