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Durch Menschen beinflusste Mineralienbildungen

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michaelh:
http://science.orf.at/stories/2828841

Grüße Michael

anatasi:
Danke für diesen Artikel!
Wäre es mit diesen Erkenntnissen nicht an der Zeit, über die Zulassung der "Schlackenmineralien" neu nachzudenken, die ja an sich auch nicht anders einzuordnen sind als die vielen anderen anthropogenen Mineralien. Die strenge Trennung macht da keinen Sinn mehr.
Wer könnte da auf die IMA Einfluß nehmen?
Eure Meinung würde mich interessieren.
Glück Auf
anatasi

Kupperdroll:
Hallo,

Ebenfalls Danke für den Artikel!


--- Zitat ---Wäre es mit diesen Erkenntnissen nicht an der Zeit, über die Zulassung der "Schlackenmineralien" neu nachzudenken, die ja an sich auch nicht anders einzuordnen sind als die vielen anderen anthropogenen Mineralien. Die strenge Trennung macht da keinen Sinn mehr.
--- Ende Zitat ---

Das sehe ich auch so!Ich werde diese Trennung,solange sie bestehen sollte,ehe nie verstehen.

Wo bitte ist denn der Unterschied z.B bei den Sekundärmineralien in natürlichen Hohlräumen und denen in alten Bergwerken?Und das dann wieder zu den sekundären Mineralien in den Schlackenhalden?Oder die Primärschlacken,z.B. Pyroxene?Pyroxene entstehen,wenn Magma beim Aufstieg Gestein aufschmilzt und dann als "Vulkanschlacke" zusammen erstarrt.Gestein,was in Schmelzöfen aufgeschmolzen wird und erstarrt,bildet auch Schlacke,z.B. Pyroxene.

Und egal wer am "Kochtopf" der Natur steht,Mensch oder Mutter Natur,die Gesetze zur Bildung aller Mineralien sind ja vorgegeben.Und das ist letztendlich auch die Grundlage für alle gezüchteten Minerale,welche man in vielen Museen bestaunen kann,aber eigentlich da auch nicht hingehörten. ;)

Ich bin mir aber sicher:Wenn auch in dieser Institution neue Köpfe Einzug halten,wird sich da auch was ändern.

Allen ein schönes WE!!

MfG


PS: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/geologie-menschheit-liess-200-mineralien-neu-entstehen-a-1136880.html

stoanklopfer:
"... Auch in den österreichischen Alpen entdeckten sie neuartige Verbindungen: Fayalit und Forsterit, zwei Siliziumoxide, wurden in einer bronzezeitlichen Kultstätte in Goldbichl, Innsbruck, nachgewiesen. ..."

Diese Aussage klingt ja gerade so, als ob Forsterit und Fayalit erstmalig dort nachgewiesen wurden (somit wäre der Goldbichl "Typuslokalität"), was natürlich ausgemachter Blödsinn ist.

Da ist die Rede von Yttrium-Kristallen in Wavern und Chips als "Neo-Minerale", die natürlich nicht als Minerale gelten (der Definitions-Unterschied Kristalle - Minerale ist dem ORF-Redakteur scheinbar nicht bekannt). Etc.....

@anatasi: Welche Erkenntnisse? Ich seh nix Neues unter der Sonne. Aber deine Frage als Denkanstoß ist immer diskutierenswert.

Zum Thema Schlackenminerale (u.a. "anthropogene" Minerale): Man könnte eine Unterscheidung zwischen "vom Menschen gezüchteten" und "auf zwar von Menschen gemachten Strukturen (Tunnels etc.), aber auf natürliche Weise (ohne Eingriff von Menschen) entstandenen Mineralen" treffen, wenn man schon will. Z.B.: Sobald eine Verbindung nur durch unmittelbaren und absichtlichen Eingriff des Menschen entstanden ist (z.B. im Labor gezüchtet, oder bei der Zementproduktion , wo ja die Entstehung bestimmter Verbindungen durch den Menschen bewusst provoziert wird), kann man sie von den Mineralen ausschließen. Schlackenminerale oder sekundäre Minerale in Minen und Tunnels z.B. könnte man als Minerale betrachten. Der Knackpunkt wären die Begriffe "unmittelbar" und v.a. "absichtlich".

Aber diese Diskussion ist hier ja schon mehrfach geführt worden. Und ich sehe immer noch nur die zwei extremen Lager in dieser Diskussion...

Frank de Wit:
Das originale Artikel in American Mineralogist habe ich mit viel Interesse gelesen, und davon gelernt.
Wer das Artikel auch lesen möchtet, kann mir PM/emailen, dann antworte ich mit das Artikel
LGF

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