Hallo Swen,
ich versuche mal zu erklären, an was ich hier deutlich erkenne, dass das Gold nicht zufällig auf dem Stück sitzt, sondern in den Quarz eingewachsen erscheint.
Auf der angehängten Grafik habe ich einige Linien gezogen, die etwa der Lage der Goldkörner folgen. Durch diese Linien wird ein großer Teil von ihnen agedeckt. Die Linien folgen gleichzeitig den wichtigsten Korngrenzen des Quarzes, die durch eine etwas dunklere, teils durch Hämatitspuren leicht rote Farbe auszumachen sind. Das Gold ist entlang dieser Linien im Quarz eingewachsen. Ich denke, dass das Goldaggregat rechts oben ursprünglich auch in der nach oben laufenden Korngrenze eingewachsen, nach "abbröseln" der dort umgebenden Quarzkörner aber umgebogen ist. Es liegt jetzt flach auf dem Quarz. Würdest Du mit einer Nadel versuchen, darunter zu stochern, würde es sehr wahrscheinlich nicht abfallen (Gold ist nämlich sehr weich und gut biegbar), sondern quasi in Verlängerung der roten Linie abstehen, da es mit weiterem, im Quarz noch eingewachsenem Gold zusammenhängt. Die meisten sichtbaren Goldaggregate dieses kleinen Stücks sind irgendwie abgerollt oder umgebogen, und nehmen daher mehr Fläche ein als die ursprünglich eingewachsenen "Goldbänder". Lediglich rechts unten ist eine Zone, wo das Gold relativ frisch ausgewittert erscheint. Links unten sind zwei goldführende Korngrenzen freigelegt, daher ist hier relativ viel Gold direkt außen an dem Stück erkennbar.
Das Ganze ist natürlich in echt komplexer, da die Korngrenzen und damit die Goldanreicherungen nicht zwei-, sondern dreidimensional (also räumlich) ausgebildet sind und sich im Raum schneiden.
Ich hoffe, das ist irgendwie verständlich geschrieben...
Viele Grüße,
Helge