https://www.edelsteine-neuburg.dehttps://www.lithomania.dehttp://www.phillisverlag.de/Kalender-Shop/Mineralienkalender/

Autor Thema: Gneis? Brandenburger Geschiebe  (Gelesen 1475 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Angler

  • ***
  • Beiträge: 193
Gneis? Brandenburger Geschiebe
« am: 01 Apr 17, 12:53 »
Sehr geehrte Experten,
ich habe hier einen Stein von der „Eiszeitstraße“ bei Biesenthal, etwa 50 km nördlich von Berlin. Wir denken, dass es sich um Gneis handelt. Der Stein hat eine Dichte von 2,7 und ist 12cm x 8cm x 4cm groß. Er wiegt 600g und ist nicht magnetisch.
Rein optisch kann ich recht viel „Katzengold“ und einen hohen Biotitanteil feststellen. Unsere Versuche die Gneisart zu bestimmen, scheiterten leider trotz der Zuhilfenahme einiger Literatur. Wir sind halt bei den Gesteinen komplette Anfänger.

Nach unserer heutigen Einschätzung könnte es sich um Graugneis, Sillimanitgneis oder auch Zweiglimmergneis handeln. Mir ist natürlich klar, dass per Ferndiagnose eine hundertprozentige Analyse kaum möglich sein dürfte, aber uns würde schon Eure Einschätzung/Annahme völlig ausreichen, weil diese natürlich einen ganz anderen Stellenwert besitzt, als unsere, oft recht hilflosen, Bestimmungsversuche.

Für Eure Mühe bedanken wir uns schon mal im Voraus und wünschen ein schönes Wochenende!
   
Michael
« Letzte Änderung: 01 Apr 17, 17:50 von Angler »

Offline Mampfbacke

  • Sponsor 2024
  • *
  • Beiträge: 102
Re: Gneis? Brandenburger Geschiebe
« Antwort #1 am: 03 Apr 17, 16:29 »
Hallo,
in abgerundeter Form ohne frischen Bruch mit diesen relativ unscharfen Bildern ist es wohl unmöglich da eine nähere Bestimmung durchzuführen.

Glück Auf!

Offline Angler

  • ***
  • Beiträge: 193
Re: Gneis? Brandenburger Geschiebe
« Antwort #2 am: 04 Apr 17, 12:08 »
Glück Auf Thomas,
ich habe noch zwei Nahaufnahmen gemacht. Vielleicht sind sie ja hilfreich? Brechen wollten wir den schönen Stein eigentlich nicht, denn er ist für ein Aquarium bzw. Terrarium gedacht. Deshalb auch unsere Bitte bei der Bestimmung um Eure Hilfe.

Wenn es zu schwierig ist, dann müssen wir ihn mal zu einer Mineralienbörse mitnehmen. Das Brandenburger Eiszeitgeschiebe ist schon eine besondere Nummer.

Schöne Grüße nach Freiberg und vielen Dank für Deine Mitteilung!

Michael 

Offline felsenmammut

  • ******
  • Beiträge: 1.388
Re: Gneis? Brandenburger Geschiebe
« Antwort #3 am: 04 Apr 17, 13:50 »
Glück Auf!

Gneis dürfte schon stimmen. Für eine genaue Beschreibung bedarf es halt einer petrographischen Analyse und dafür sind in der Regel Dünnschliffe erforderlich. Je nach Fragestellung sind auch weitere, meist aufwendige Analysen erforderlich. Manche Merkmale sich auch schon an einer frischen Bruchfläche oder eine gut erhaltenen Oberfläche erkennbar. Das hier gezeigte Stück scheint aber oberflächig durch Verwitterungseinfluss schon etwas in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein.

Was ist mit "Bestimmung der Gneisart" gemeint? Man kann ja Gneise wie auch andere Gesteine nach sehr vielen Kriterien weiter unterteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

 

Offline Angler

  • ***
  • Beiträge: 193
Re: Gneis? Brandenburger Geschiebe
« Antwort #4 am: 04 Apr 17, 15:16 »
Glück Auf Markus,
Was ist mit "Bestimmung der Gneisart" gemeint? Man kann ja Gneise wie auch andere Gesteine nach sehr vielen Kriterien weiter unterteilen.
Ja genau, dass habe ich gemeint. Aufgrund des hohen Biotit- und Glimmeranteils im Stein favorisieren wir die o. gen. drei Gneisarten. Wir sind dabei von der Unterteilung bei Wikipedia ausgegangen.

Unser Ansatz war der, dass wir hofften, ein im Geschiebe sammelnder/forschender Experte für Mineralien/Gesteine würde rein optisch die Gesteinsart erkennen. Da sie im eiszeitlichen Geschiebe im Norden auch in den Kiesgruben nicht selten ist, war unsere Hoffnung nicht ganz unbegründet.
Mit der Bestimmung hätten wir uns dann gezielt über die speziellen Eigenschaften des Materials informieren können. Die Bandbreite der Zusammensetzung bei Metamorphengestein ist zu groß, um mögliche Risiken für den geplanten Einsatz auszuschließen.

Eine aufwendige Analyse steht der vorgesehenen Verwendung entgegen und wird wohl auch nicht notwendig sein.

Auch Dir recht herzlichen Dank für Deine fachliche Beurteilung und beste Grüße in die schöne Lausitz!

Michael