Hallo Bea,
das Mineraliensammeln in RSA tist bereits ein paar Jahre her. Ich hatte damals Kontakt zum Pretoria Mineral and Gem club. Der bereits verstorbene Chairman Horst Windisch empfahl mi die Stufen alsBüchersendung in mehreren Einzelsendungen wegen dem Gewicht als Büchersendung zu deklarieren und nach Hause zu schicken.
Es kamen auch alle Sendungen an. Das Porto war auchrelativ günstig. Ob das heute noch so möglich ist,
kann man Dir dort sicherlich mitteilen. Dort wirst Du bestimmt Hilfe aus erster Hand bekommen. Du kannst Dich in Englischer Sprache melden, jedoch müssten auch einige Mitglieder deutschsprachig sein. Vielleicht hilft man Dir auch beim Sammeln weiter und fährt mit Dir zu einem Fundpunkt. Ich habe dort über Jahre mit Mitgliedern getauscht. Da Namibia ein eigener Staat ist haben auch die Südafrikaner das Problem der Ausfuhr. Vielleicht kann man Dir dort diesbezüglich ebenfalls weiterhelfen. Anbei der Link zum Pretoria Mineral and em club
http://www.pgmc.co.za/ContactUs.asp Bei der Mineralien Ausfuhr aus Namibia habe ich mir vor Reisebeginn beim Ministry of Mines and Energie (Adresse im Telefonbuchvor Ort nachsehen oder an der Hotelrezeption erfragen)ein Formblatt zur Ausfuhrerklärung geholt. Während der Reise habe ich dort wo Mineralien im Geschäft gekauft wurden Rechnungen geben lassen. Diese habe ich als Kopie den Mineralien beigelegt. Da jedoch ein Grossteil der Stufen bei Kleinminern an der Straße gekauft wurden(oft des Lesen und Schreibens nicht mächtig) kann man natürlich nichts vorlegen Dies wurde im Formular so erwähnt.
Das Formular bestand aus einer Auflistung der gefundenen Stücke, sowie deren Herkunft.Dieses legt man dann im Ministerium vor und bekommt eine gestempelte und unterchriebene Exportbescheinigung. Dies war früher sogar kostenlos.
Da ich mit Kollegen gesammelt habe, haben wir Seefracht bei Transworld Cargo in Windhoek gemacht. Man bezahlt den Preis für 1 Kubikmeter oder alternativ einer Tonne Gewicht. Nach etwa sechs Wochen konnte ich dann in Norderstedt bei Hamburg die Kartons abholen. Die Einfuhr Umsatzsteuer wurde dort dann vorab von der Spedition entrichtet. Bezahlt wurde damals bei ca. 230 KG etwa 2,50 DM/KG.
Die Steine wurden in kleine Kartons, diese dann in Schuhkartons und zum Schluß in Weinkartons die bei Geschäften und Firmen erbettelt wurden mit alten Zeitungern verpackt. Empfindliche Stufen werden mit Klopapier eingewickelt. Große Kartons wurden dann in der Spedition mit auf die Palette gebunden. Steine nimmt man dort gerne als Fracht an, da kleines Volumen und großes Gewicht. Diese verpackt man dann mit Jagttrophähen- Großes Volumen und kleines Gewicht und kassiert so die Fracht zweimal. Auspacken brauchte ich bei zwei Reisenim Ministerium bisher nichts. Es war nur wichtig den Formalismus einzuhalten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich minestens ein bis zwei Tage in Winhoek zu verweilen(kann man mit Besuch der Aris quarry verbinden). Zur Abreise sollte man sich ebenfalls mindestens zwei Tage Zeit nehmen. In Windhoek kann man auch Hilfe beim Geological Survey bekommen Dieser wird durch Frau Dr. Gabi Schneider geleitet(Kontakt über das Internet). Zu weiteren Informationen kann man auch
Marius Steiner zu erreichen über seine Gästefarm kontaktieren. Sein Vater Karl Steiner in Winhoek hat Jahrelang Mineralien nach Deutschland geschickt.
Wichtig ist nur: Keine Fossilien sowie versteinertes Holz dürfen gesammelt bzw.ausgeführt werden. Diamanten und Golderz sind ebenfalls tabu.
Dem namibianischen Staat ist es nur wichtig, wer was aus dem Land bringt. Die Problematik mit den Smallminers ist bekannt. Der Staat fördert aber deren Aktivitäten. Man hat auch erkannt, das ein erheblicher Anteil der Touristen geowissenschaftlich interessiert ist und Mineralien sammelt.
Du solltest aber keine Steine im Handgepäck haben. Ausnahme nur mit gestempelten Exportpermit. Du musst unbedingt Stufen aus Südafrika dort versenden und namibianisches Material in Namibia abwickeln.
Wetere Tips kann man in St. Marie und in München auf der Mineralienbörse von den entsprechenden Austellern bekommen.
Eine schöne und steinreiche Reise wünscht Dir
Frank-Detlef Paul