Mineralien / Minerals / Minerales > Fluoreszenz, Lumineszenz / Fluorescence, Luminescence
Fluoreszierender Uranophan???
etalon:
Hallo Martin,
ja, wird wohl noch ein bisschen dauern... :P
Ich würde mich sehr freuen, wenn Du das ändern könntest. Allerdings habe ich die Fluoreszenz explizit im Kurzwelligen nicht getestet. Es ist zwar anzunehmen, dass selbige im kurzwelligen UV auftritt, aber empirische Daten dazu fehlen (mir). Daher würde ich den Textteil "insbesondere kurzwelligen" gegen "bei 365nm Anregung" tauschen. Die Emission würde ich eher als grün-gelb bezeichnen.
Sonst meine volle Zustimmung! ;D
Grüße Markus
Lynx:
Hallo zusammen,
hallo Markus,
gerade habe ich die Einträge bezüglich der Lumineszenz von Uranophan und Sklodowskit ergänzt und entsprechende Literatur eingefügt. Ich hoffe, das passt so.
Wie wäre zusätzlich eine Verlinkung auf diese Diskussion im Forum als Zusatzinformtion möglich?
Grüße, Martin
etalon:
Hallo Martin,
danke für Deine Mühe!
Wenn ich noch eine kleine Änderung anbringen darf: Beim Sklodowskit sollte man "erwähnt" durch "beobachtet" ersetzen (wie beim Uranophan).
Eine Verlinkung auf diesen Thread bei den Referenzen halte auch ich für sinnvoll.
Grüße Markus
Ulrich:
Hallo,
auf der Seite http://www.fluomin.org/uk/fiche.php?id=216 wird behauptet das Uranophan immer grün fluoresziert. Dort sind weitere Verweise.
Gruß Ulrich
Lynx:
Hallo zusammen.
Danke Ulrich für Deine Ergänzung.
Hier nocheimal im Detail (nach der zuvor genannten Literatur):
Uranophan: Lumineszenz-Aktivator ist zunächst das Uranyl-Ion UO22+ [edit: jetzt korrekt 2+ und nicht mehr dicke-Finger-3+]. Dessen Lumineszenz lässt sich im Bereich 200 nm bis ca 360 nm und im Bereich von ca 380 bis ca 450 nm (aus dem Absorptionsspektrum und im Vergleich zu Meta-Autunit abgeschätzt) anregen, wobei im Gegensatz zu Meta-Autunit die Anregungsbanden kaum strukturiert sind. Die Emission weist eine Bandenstruktur auf (siehe z.B. Fig 3 in Wang et al. 2005), wobei die Banden deutlich überlappen bzw. ineinander übergehen. Sie liegen im Bereich 500-570 nm (die Hauptpeaks etwa 511 nm, 532 nm und 552 nm). Dieser Bereich umfasst den blaugrünen über grünen bis knapp gelben Spektralbereich. Je nachdem, wie die relativen Intensität der Banden tasächlich liegen, erscheint die Emission grün bis gelbgrün.
Die Intensität scheint im Vergleich zu anderen Uranmineralien schwach zu sein. Entsprechend berschreiben diverse Autoren (z.B. deNeufville) die Emission von Uranophan als "weak/none" mit "Color: yellow-green".
Gegebenenfalls mag die Lumineszenz auch noch aufgrund weiterer Aktivatoren oder Defektzentren zusätzliche Banden aufweisen bzw. durch Substitutionen verschoben/in den relativen Intensitäten verändert sein (was die abweichenden Spektren z.B. auf der fluomin-Website erklären könnte). Um konform mit der Literatur zu bleiben, habe ich die Bezeichnung "grün bis gelbgrün" als Emissionsfarbe angegeben. Obwohl ich unglücklich damit bin und lieber ein Spektrum beigesteuert hätte...
Sklodowskit: Die Literatur ist da ziemlich einheitlich und attestiert Sklodowskit bei Raumtemperatur kaum bis keine Lumineszenz. Bei Tieftemperaturmessungen ist auch von Sklodowskit ein Emissionsspektrum ähnlich dem von Uranophan nachweisbar. Andererseits hat Markus Bildmaterial, das Lumineszenz von Sklodowskit bei Raumtemperatur nachweist.
Dass beide (Uranophan und eben auch Sklodowskit) im Vergleich zu Autunit nicht so tolle Leuchten sind, sieht man auch in den Spektren (wiederum im Verglecih zu Autunit) angedeutet. Das Absorptionsspektrum von Uranophan ist breit und kaum strukturiert - da ist kein starker Oszillator zu erwarten, der ordentlich Licht absorbieren und wieder emittieren kann. Das Emissionsspektrum verhält sich analog. Bei Sklodowskit kommt hinzu, dass bei Raumtemperatur wohl das thermische Quenching ausreicht, um die Emission umzubringen. Wenn bei diesen Mineralien die Lumineszenz nicht besonders stabil (stark) ist, dann kann man sich leicht vorstellen, dass sowohl deutlich leuchtende als auch nicht-lumineszierende Kristalle beobachtet werden.
Dass Markus dennoch Lumineszenz beim Sklodowskit sieht kann das heissen, dass (a) er genug Licht anbietet, so dass genung nachweisbares Licht emittiert wird, (b) Verunreinigungen/Defekte im natürlichen Sklodowskit ggf. auch die Lumineszenz fördern und (c) bisher vielleicht zu wenig gesicherte Untersuchungen an Sklodowskit vorliegen. Weitere Möglichkeiten sind hier explizit nicht ausgeschlossen.
@Markus:
Bitte pflege doch die Bilder ein, die die Lumineszenz zeigen (speziell für den analysierten Sklodowskit von der Grube Clara wäre das prima). Dann traue ich mich auch, das von Dir gewünschte "beobachtet" in den Text einzufügen.
Viele Grüße, Martin
P.S. Das Eingangsbild des Themas zeigt neben der Lumineszenz des Uranophan-Büschels im Zentrum des Bildes auch eine Lumineszenz am rechten Rand der Stufe. Diese scheint mir eine andere Farbe zu haben. In diesem Vergleich würde ich die Uranophan-Lumineszenz als "gelbgrün" bezeichnen. Wenn dort allerdings stark rot leuchtender Calcit oder gelb lumineszierender Zippeit auftreten würde, könnte man die Emissionsfarbe des Uranophans vielleicht eher als "reines grün" bezeichnen...
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